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Nach den Ausschreitungen wurden 25 Menschen festgenommen.
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25 Festnahmen

Massenschlägerei nach Testspiel von Eintracht Frankfurt

Salzburg - Schwere Fan-Ausschreitungen haben den Testspielsieg von Eintracht Frankfurt gegen Leeds United in Österreich überschattet. Es gab 25 Festnahmen, verletzte Polizisten und Pfeffersprayeinsätze.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen von Bundesligist Eintracht Frankfurt war auch am Tag danach noch geschockt über so viel Gewaltbereitschaft einzelner Fußball-Fans. „Nichts sprach im Laufe des Spiels dafür, dass es zu solchen Szenen kommen würde. Die englischen Fans haben gesungen, alles wirkte friedlich. Und dann gehen nach dem Spiel zwei Gruppen aufeinander los“, sagte Bruchhagen am Mittwoch dem Sport-Informations-Dienst (SID) und fragte sich: „Wie kann man so eine Lust auf Prügelei haben?“

Am Abend zuvor hatte es im Rahmen eines Testspiels zwischen Eintracht Frankfurt und dem englischen Zweitligisten Leeds United (2:1) in Eugendorf/Österreich nach Fan-Ausschreitungen insgesamt 25 Festnahmen gegeben. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Salzburg waren 21 Anhänger der Hessen wegen verschiedenster Delikte in Gewahrsam genommen worden. Sie sind inzwischen wieder auf freiem Fuß, werden aber angezeigt. Drei Sicherheitsbeamte, zwei Polizisten und zwei Leeds-Fans wurden bei den Krawallen verletzt, mehrfach musste Pfefferspray eingesetzt werden. Die Ermittlungen sollten am Mittwoch fortgesetzt werden.

Nach Aussage von Bruchhagen wirkte die Prügelei nach der Partie „fast wie verabredet“. Als Fußball-Anhänger erschließe sich ihm „diese Vorgehensweise“ nicht. „Da bin ich überfordert“, meinte Bruchhagen geknickt.

Der Frankfurter Finanzvorstand Axel Hellmann bedauerte die Vorkommnisse sehr, machte für die Ausschreitungen aber auch die Gegebenheiten vor Ort mit einem relativ kleinen Sportplatz als Austragungsort verantwortlich. „Das hat beide Seiten in ihrem Vorhaben bestärkt, sich zu prügeln“, sagte Hellmann. Der Eintracht-Fan-Beauftragte Marc Francis wollte sich auf SID-Anfrage nicht zu den Vorfällen äußern.

Bei Temperaturen von über 30 Grad war auf dem Gelände unverständlicherweise Bier in großen Mengen ausgeschenkt worden. Nach dem Abpfiff waren etliche englische Zuschauer, einige davon vermummt, nicht daran gehindert worden, über das Feld auf die Eintracht-Kurve zuzulaufen. Aus diesem Sektor kam es nach Angaben der Sicherheitsbehörde sofort zu Provokationen, Becherwürfen und schließlich zum Angriff auf die Leeds-Fans.

Die Polizei konnte die Lager mit Hilfe von Schlagstöcken zunächst trennen. Einige Zeit später eskalierte die Situation aber im Ortszentrum von Eugendorf. Die Beamten setzten mehrfach Pfefferspray ein.

Bereits vor dem Spiel hatten rund 50 Frankfurter Fans die Eingangskontrolle am Stadion gestürmt und waren nach Angaben der Landespolizeidirektion Salzburg teilweise tätlich auf das Sicherheitspersonal losgegangen. Zwei Security-Bedienstete erlitten dabei Verletzungen.

Aufgrund der Vorfälle im Vorfeld der Partie war die Zahl der Einsatzkräfte in Eugendorf spontan erhöht worden. Nach Angaben von Polizei-Sprecherin Eva Wenzl befanden sich 300 Frankfurt- und 450 Leeds-Fans auf den Rängen.

Den Test vor insgesamt rund 1100 Zuschauern gewannen die Hessen mit 2:1 (0:1). Die Tore für die Eintracht, die sich noch bis Samstag im Trainingslager in Windischgarsten in Oberösterreich befindet, schossen Johannes Flum (59.) und Vaclav Kadlec (74.).

Allerdings droht Neuzugang Luc Castaignos eine mehrwöchige Pause. Der niederländische Stürmer musste mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss ausgewechselt werden. Das Team von Trainer Armin Veh trifft zum Bundesliga-Auftakt am 16. August auswärts auf Vizemeister VfL Wolfsburg.

sid

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