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DFB-Pressekonferenz mit Oliver Bierhoff.

Russland 2018

Fährt Manuel Neuer mit zur WM? Das sagt Oliver Bierhoff

Teammanager Oliver Bierhoff würde dem seit einem halben Jahr verletzten Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer eine WM-Teilnahme auch ohne große Spielpraxis im Vorfeld zutrauen.

München - „Bei der Qualität, bei der Klasse, die er hat, sehe ich bei ihm nicht so die Eingewöhnungsschwierigkeiten“, sagte Bierhoff am Mittwoch in München. Der 31 Jahre alte Weltmeister vom FC Bayern befindet sich nach einem erneuten Mittelfußbruch weiterhin im Fitnessaufbau und wird auch die ersten Länderspiele des WM-Jahres Ende des Monats gegen Spanien und Brasilien verpassen. „Ich hoffe sehr und glaube auch daran, dass Manuel das schafft“, sagte Teammanager Bierhoff.

Bierhoff erwartet zum Start ins WM-Jahr mit dem Länderspiel-Doppel am 23. März gegen Spanien in Düsseldorf und vier Tage später gegen Brasilien in Berlin ein verschärftes Ringen um die Kaderplätze beim Fußball-Weltmeister. "Ich gehe davon aus, dass jeder Spieler die Spiele nutzen will, um seine Position zu festigen", sagte der DFB-Direktor Nationalmannschaft am Mittwoch in München.

„Besser aufgestellt“ als 2016

"Es sind die letzten Länderspiele vor der Nominierung (des vorläufigen WM-Aufgebots am 15. Mai, d.Red.), der Konkurrenzkampf ist durch den Confed Cup nicht kleiner geworden - das ist spannend", ergänzte Bierhoff. Die Spielerauswahl für Bundestrainer Joachim Löw, der seinen Kader für die beiden Tests am Freitag bekanntgeben wird, sei größer denn je. "Wenn alle so fit sind wie derzeit, gab es selten einen geringeren Bruch im Kader", sagte Bierhoff, der die Mannschaft "besser aufgestellt" sieht als bei der EM 2016.

Bierhoff nahm die Spieler mit Blick auf die Mission Titelverteidigung erneut in die Pflicht. "Wenn wir erfolgreich sein wollen, dürfen wir kein Prozent nachlassen", sagte der Europameister von 1996. Eine "Geheimwaffe" für den WM-Kader, wie es etwa 2006 David Odonkor war, "sehe ich eigentlich nicht, der Kreis ist mehr oder weniger bekannt", sagte Bierhoff.

Für die beiden März-Länderspiele erhofft sich der 49-Jährige, "dass wir richtig getestet werden und uns deutlich wird: Wir sind nicht der alleinige Favorit für das Turnier". Mit Blick auf das erwartete Comeback des Dortmunders Marco Reus im DFB-Team sprach Bierhoff von einer "erfreulichen" Entwicklung: "Die Qualitäten hat er ja. Die Trainer haben sich einige Spiele angeschaut. Das Wichtigste, was er braucht, ist Gesundheit."

SID/dpa

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