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Wie geht es weiter mit Neymar?

Model will PSG-Star verklagen

Vergewaltigungsvorwurf gegen Neymar - jetzt erhebt Polizei Anklage gegen Model

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Seit einigen Monaten sieht sich Neymar dem Vorwurf der Vergewaltigung eines Models ausgesetzt. Nun soll eine erste Entscheidung getroffen worden sein.

Update vom 10. September: 

Nach den Vergewaltigungsvorwürfen eines brasilianischen Models gegen Fußballstar Neymar will die Polizei die Frau wegen Verleumdung, Erpressung und Prozessbetrugs anklagen. Die Ermittlungsergebnisse seien der Staatsanwaltschaft und dem zuständigen Gericht zur weiteren Prüfung übergeben worden, teilte das Amt für öffentliche Sicherheit in São Paulo am Dienstag mit.

Die Frau hatte Neymar vorgeworfen, sie Mitte Mai in Paris in angetrunkenem Zustand und „mit Anwendung von Gewalt“ zum Sex gezwungen zu haben. Der Stürmer von Paris Saint-Germain räumte zwar ein, die Frau getroffen zu haben, wies die Vergewaltigungsvorwürfe allerdings stets zurück. Aus Mangel an Beweisen wurden die Ermittlungen gegen Neymar Anfang August eingestellt.

Ursprungsartikel vom Juli 2019: Vergewaltigungsvorwurf gegen Neymar: Polizei soll Entscheidung gefällt haben

Sao Paulo - In seinem Sommer voller Unsicherheiten hat Neymar offenbar einen ersten Teilerfolg gelandet. Dabei geht es aber nicht um die angestrebte Luftveränderung, die der Brasilianer von Paris St. Germain nach zwei Jahren beim französischen Topklub auf den Weg bringen will. Vielmehr wird in seiner Heimat berichtet, dass die Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Vergewaltigungsvorwurf ohne hinreichenden Tatverdacht zu Ende gegangen seien.

Damit wäre der 27-Jährige, der die Copa America in seinem Heimatland wegen einer Verletzung verpasst hatte, zumindest eine Sorge los. Denn die Anzeige des Models Najila Trindade hatte in den vergangenen Wochen für zusätzlichen Aufruhr im ohnehin selten undramatischen Leben des exzentrischen Stürmerstars gesorgt.

Neymar und das Model: Was war in dem Hotel in Paris passiert?

Nach Bekanntwerden der schweren Vorwürfe hatte sich Neymar öffentlich gegen die Darstellung Trindades gewehrt. Bei einem per WhatsApp vereinbarten Treffen am 15. Mai in einem Luxushotel in Paris war es laut ihm lediglich zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gekommen.

Die Polizei von Sao Paulo fand nun offenbar zumindest keine ausreichenden Beweise für Trindades Behauptungen und wird deshalb von einer Klageempfehlung absehen. Die Staatsanwaltschaft hat nun 15 Tage Zeit, neue Schritte einzuleiten oder den Fall ad acta zu legen. Völlig gebannt ist die Gefahr eines Gerichtsverfahrens also noch nicht.

Anwälte von vermeintlichem Opfer sehen Gutachten als nicht berücksichtigt an

Die Anwälte von Trindade zeigten sich weiter überzeugt von der Einleitung eines Strafverfahrens gegen Neymar. Sie argumentieren, dass die Polizei ein noch nicht eingereichtes Gutachten eines privat aufgesuchten Gynäkologen bislang nicht berücksichtigt habe.

Allerdings war Trindade mit ihrem forschen Vorgehen ebenfalls ins Visier der Polizei geraten. Nachdem sie der Behörde Korruption unterstellt hatte, hatte diese eine Verleumdungsklage gegen das Model eingereicht. Zuvor hatten Anwälte der Frau wegen deren widersprüchlicher Aussagen ihr Mandat niedergelegt.

Neymar wollte Vorwürfe mit Video entkräften

Neymar hatte die im Raum stehenden Vorwürfe stets abgestritten und sogar ein Video samt intimer Fotos als Gegenbeweis veröffentlicht. Aktuell bereitet er sich in China mit Paris St. Germain auf die neue Saison vor. Ein erhoffter Transfer gestaltet sich schwierig.

Mit Cristiano Ronaldo wurde auch ein anderer Fußballstar mit dem Vorwurf der Vergewaltigung konfrontiert. Der Portugiese kam jedoch um eine Anklage herum.

sid, mg

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