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Leipzigs Naby Keita (l) schirmt den Ball geschickt vor Schalkes Max Meyer ab. Foto: Jan Woitas

Verfolger-Duell

RB-Sieg gegen Schalke: Leipzig klettert auf Platz zwei

Vizemeister Leipzig erobert durch den Sieg gegen Schalke wieder Rang zwei. Keita trifft, Werner trifft kurz nach seiner Einwechslung. RB zeigt nach dem Seitenwechsel wieder die alte beeindruckenden Qualitäten.

Leipzig (dpa) - Ralph Hasenhüttl jubelte an der Seitenlinie wie lange nicht mehr. "Der erste Sieg nach so einer Durststrecke ist immer der Schwerste, er fühlt sich aber auch nicht so schlecht an", sagte der Coach von RB Leipzig, dem vorerst wieder ersten Verfolger des FC Bayern München.

Die Sachsen beendeten ihre Ergebniskrise nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg gleich zum Auftakt in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga und stießen den FC Schalke 04 durch einen 3:1 (1:0) vom zweiten Platz.

"Wir tragen einen großen Eigenanteil an dieser Niederlage, vor allem an dieser Art und Weise", meinte Schalke-Coach Domenico Tedesco. Zum ersten Mal nach 13 Spielen ging seine Mannschaft ohne Punkt vom Platz.

Naby Keita (41. Minute), der eingewechselte Timo Werner (69.) und Bruma (71.) sorgten für die Leipziger Tore im Verfolger-Duell des 18. Spieltags. Vor 42 558 Zuschauern machten sie damit den ersten Sieg seit dem 25. November 2017 perfekt. Schalke überzeugte nur eine Halbzeit lang, der Treffer von Naldo (55.) reichte nicht.

Für RB war es ein Sieg wie nach Drehbuch. Noch bevor es losging, versuchte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick das leidige Thema Keita und ein möglicher vorgezogener Wechsel zum FC Liverpool abzuhaken: Eine Anfrage für den Mittelfeldstar der Leipziger gebe es nicht. Was dann kurz vor der Halbzeitpause passierte, dürfte Rangnick und den anderen Vereinsverantwortlichen besonders gefallen haben. Denn ausgerechnet Keita sorgte für den ersten Jubel in der ausverkauften Red Bull Arena.

Der 22-Jährige, dem trotz Bemühens wie seinen Kollegen bis dahin noch nicht so viel geglückt war, zog einfach mal ab aus rund 17 Metern und der Ball wurde unhaltbar für Schalkes Keeper Ralf Fährmann durch Naldo abgefälscht. Die Mitspieler eilten zu Keita, Trainer Ralph Hasenhüttl schrie an der Seitenlinie seine Freude heraus.

Von den Leipzigern war zunächst wenig zu sehen. Auf Werner hatte Hasenhüttl in der Startelf wegen Trainingsrückstands nach einem Infekt verzichtet, Rückkehrer Marcel Sabitzer rückte nach seiner Pause von sechs Pflichtspielen in den Sturm neben Jean-Kévin Augustin. Für die kreativen Momente aus dem Mittelfeld sollte vor allem Keita sorgen.

Ein Fußball-Spektakel blieb aber erstmal aus. Die Schalker, bei denen Leon Goretzka doch nicht im Aufgebot stand, ließen wenig zu, sorgten selbst aber für Gefahr in der RB-Hälfte. Auffällig dabei vor allem Amine Harit. Ein Tor gelang der Mannschaft von Trainer Tedesco aber nicht, dafür geriet Schalke mal wieder in Rückstand.

Einen Foulelfmeter in der 37. Minute vergab Augustin - er war zuvor von Benjamin Stambouli gefoult worden. Fährmann parierte. Zuvor hatte er auch schon einen Distanzschuss von Sabitzer entschärft. Beim Tor von Keita, der bis dahin zwei, drei auffällige Szenen gehabt hatte, war Fährmann machtlos.

Tedesco reagierte - noch nicht in der Pause, aber wenig später. Denn RB bestimmte nun die Partie, war dem zweiten Tor nahe, als Daniel Caligiuri einen Sabitzer-Freistoß an den S04-Pfosten lenkte. In Marko Pjaca und Breel Embolo brachte der Gäste-Coach zwei frische Kräfte. Und gleich die erste Aktion nach deren Einwechslung brachte den Ausgleich. Abwehrchef Naldo war aufgerückt und traf nach einem Freistoß per Kopf - wieder ein Gegentor für Leipzig nach einer Standardsituation.

Also musste Werner ran. Wie erwartet, brachte Hasenhüttl den RB-Torjäger in der letzten halben Stunde. Er kam für Augustin und traf nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung. Und nun machten die RB-Profis die mühsame erste Halbzeit vergessen und erhöhten durch Bruma.

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