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Dem FC Rot-Weiß Erfurt mit Trainer Stefan Emmerling werden nach dem Insolvenzantrag neun Punkte abgezogen.

„Grundlagen für einen Neuanfang schaffen“

Drittligist stellt Insolvenzantrag und steht als Absteiger fest

Bittere Nachrichten in der 3. Liga: Ein Traditionsverein muss einen Insolvenzantrag stellen und steht somit so gut wie als Absteiger in die Regionalliga fest.

Erfurt - Der hoch verschuldete Fußball-Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt hat einen Insolvenzantrag gestellt und steht damit praktisch als erster Absteiger in die Regionalliga fest. Wie der Verein am Mittwoch auf seiner Homepage mitteilte, wurde am Dienstagabend beim Amtsgericht Erfurt der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingereicht. Durch diesen Schritt werden dem einzig verbliebenen Drittliga-Gründungsmitglied neun Punkte abgezogen. Damit hat RWE zehn Spieltage vor Saisonende nur noch neun Zähler auf dem Konto. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt 21 Punkte.

Erfurt drücken Verbindlichkeiten von über acht Millionen Euro. Dem Verein war durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereits ein Punkt wegen des Verstoßes gegen die Zulassungsbestimmungen abgezogen worden. Eine erhebliche Liquiditätslücke konnte nicht geschlossen werden.

Im Erfurter Steigerwaldstadion, das von 2015 bis 2017 komplett saniert wurde, gibt es der kommenden Saison wohl nur noch Viertliga-Fußball zu bestaunen.

Noch auf der Mitgliederversammlung am 20. Januar hatte die Vereinsführung den Verbleib in der 3. Liga als Ziel ausgegeben. „Durch den aktuellen Tabellenstand ist ein Hoffen auf den Klassenerhalt nicht mehr realistisch. Deshalb gilt es jetzt, die Weichen für die Zukunft zu stellen: Mit einer geordneten Insolvenz einen klaren Schnitt machen und die Grundlagen für einen Neuanfang schaffen“, erklärte Präsident Frank Nowag in der Mitteilung.

dpa

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