Lorenz Funk senior, heute Co-Trainer beim Eishockey-Oberligisten Tölzer Löwen, war der erste, der an die Sportstudio-Torwand sechsmal traf.

Lorenz Funk zum Sportstudio-Jubiläum

Eishockey-Legende traf alle Sechs an der Torwand

München - Dass noch keiner an der ZDF-Torwand sechsmal getroffen hat, ist eine Falschinformation. 1975 versenkte der damalige deutsche Eishockey-Rekordspieler Lorenz Funk in einer Live-Übertragung jeden Ball. Ein Interview mit der Eishockey-Legende:

Es war nur nicht im Sportstudio, sondern während einer Sendung von der Internationalen Funk-Ausstellung in Berlin. Ein Gespräch mit dem 66-Jährigen, heute Co-Trainer beim Oberligisten Tölzer Löwen.

Herr Funk, 50 Jahre Sportstudio, Sie wissen, worüber wir reden wollen?

Ja – und ich bin auch eingeladen am Samstag. Vor knapp zwei Wochen hat mich ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz angerufen.

Das weiß ja heutzutage kaum jemand, was Sie vor 38 Jahren vollbracht haben. Als Rekordschützen werden unter anderen Günter Netzer und Rudi Völler mit fünf geführt.

Damals war das schon eine große Geschichte, die durch alle Berliner Zeitungen ging. Und beim ZDF hat man das zunächst rauf- und runtergespielt. Und von Dieter Kürten gibt es ein Buch, da ist es versteckt geschrieben.

Und wie lief es damals?

Xaver Unsinn, Ernst Köpf und ich waren in den Sommergarten des IFA-Studios eingeladen, wir sollten mit Eishockeyscheiben auf die Torwand schießen. Das war leicht. Dann ist man auf Fußball umgestiegen. Ich habe den ersten, den zweiten, den dritten reingemacht und gedacht: okay. Dann oben. Der vierte: drin. Der fünfte: drin. Den sechsten habe ich Vollspann geschossen. Und eini-gschaut, richtig hineinhypnotisiert.

Aber Sie wussten, dass noch niemand alle sechs versenkt hatte?

Natürlich. Aber ich war mir sicher bei diesem Schuss. Ein Vorteil war ja auch: Ich war in Trainingsanzug und Turnschuhen da und durchs Puck-Schießen aufgewärmt. Und ich habe ja von kleinauf und lange Fußball gespielt.

Dann hat man sie ins richtige Sportstudio geholt.

Und ich habe keinen einzigen getroffen. Es waren aber alle knapp.

Was erwartet uns am Samstag?

Im Grunde ist es blöd: Ich wollte nach Berlin zum Abschiedsspiel von Sven Felski von den Eisbären um 19.30 Uhr – den habe ich in die erste Mannschaft geholt –, muss aber zum Sportstudio nach Mainz um 22 Uhr. Was dort geplant ist, weiß ich nicht. Doch wenn ich schießen soll, dann haue ich hin.

Interview: Günter Klein

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