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Christian Seifert, Chef der Deutschen Fußball Liga, ist gegen neue Anstoßzeiten und Pflichtspiele im Ausland. Foto: A. Gora

DFL-Chef

Seifert: Bundesliga hat international "Federn gelassen"

Frankfurt/Main (dpa) – DFL-Chef Christian Seifert sieht das jüngste Abschneiden der deutschen Fußballclubs in den internationalen  Wettbewerben kritisch und hofft auf baldige Besserung.

"Da hat die Bundesliga in den letzten Jahren Federn gelassen, richtig", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga auf eine entsprechende Nachfrage der "Welt am Sonntag" zum internationalen Kräftemessen. In der vergangenen Spielzeit hatte kein deutscher Champions-League-Teilnehmer das Viertelfinale erreicht, in der Europa League schaffte es nur Eintracht Frankfurt bis ins Halbfinale.

Dass es in der am 17. September beginnenden neuen europäischen Spielzeit besser läuft, hält Seifert für eminent wichtig. "Die Wahrnehmung einer Liga ist sehr relevant für das Interesse von Medienunternehmen, von Sponsoren und unterm Strich auch von Zuschauern."

Durch Internetanbieter und Streamingdienste könnten sich Fans, Sponsoren und Ausrüster inzwischen viel leichter ein Bild von der Attraktivität der Clubs machen, betonte Seifert zur Bedeutung des sportlichen Erfolgs.

Der DFL-Chef positioniert sich klar gegen neue Anstoßzeiten und eine Verlegung von Pflichtspielen ins Ausland. "Es werden nicht mehr Anstoßzeiten hinzukommen, im Gegenteil. Es gibt die fünf Bundesligaspiele, die bisher am Montag geplant waren, insbesondere für die Europapokal-Teilnehmer, die donnerstags spielen, künftig am Sonntag", sagte er in dem Interview der "Welt am Sonntag" und betonte: "Es wird nicht wie in Spanien zehn verschiedene Anstoßzeiten geben oder wie in Frankreich sieben oder acht."

Reguläre Partien im Ausland spielen zu lassen, lehnt Seifert ab. "Ich finde, das wäre definitiv ein Schritt zu viel. Die hochgelobte spanische Liga versucht das. Die wollten Barcelona gegen Gerona in Miami austragen. Angeblich um den Fußball zu promoten. Was natürlich Unsinn ist. Es dreht sich ausschließlich um monetäre Aspekte", sagte Seifert. Seiner Ansicht nach bekomme die Bundesliga den "Spagat aus Tradition und Geschäft so gut hin wie kaum eine andere Liga".

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