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Die Attacke mit einer Tränengas-Patrone hat in Spanien zur Unterbrechung des Spiels FC Villarreal gegen Celta de Vigo geführt. Spieler und Schiedsrichter flüchteten mit tränenden Augen in die Kabinen, Zuschauertribünen wurden geräumt. Der Täter entkam unerkannt.
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Die Attacke mit einer Tränengas-Patrone hat in Spanien zur Unterbrechung des Spiels FC Villarreal gegen Celta de Vigo geführt. Spieler und Schiedsrichter flüchteten mit tränenden Augen in die Kabinen, Zuschauertribünen wurden geräumt. Der Täter entkam unerkannt.
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Die Attacke mit einer Tränengas-Patrone hat in Spanien zur Unterbrechung des Spiels FC Villarreal gegen Celta de Vigo geführt. Spieler und Schiedsrichter flüchteten mit tränenden Augen in die Kabinen, Zuschauertribünen wurden geräumt. Der Täter entkam unerkannt.
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Die Attacke mit einer Tränengas-Patrone hat in Spanien zur Unterbrechung des Spiels FC Villarreal gegen Celta de Vigo geführt. Spieler und Schiedsrichter flüchteten mit tränenden Augen in die Kabinen, Zuschauertribünen wurden geräumt. Der Täter entkam unerkannt.
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Die Attacke mit einer Tränengas-Patrone hat in Spanien zur Unterbrechung des Spiels FC Villarreal gegen Celta de Vigo geführt. Spieler und Schiedsrichter flüchteten mit tränenden Augen in die Kabinen, Zuschauertribünen wurden geräumt. Der Täter entkam unerkannt.
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Die Attacke mit einer Tränengas-Patrone hat in Spanien zur Unterbrechung des Spiels FC Villarreal gegen Celta de Vigo geführt. Spieler und Schiedsrichter flüchteten mit tränenden Augen in die Kabinen, Zuschauertribünen wurden geräumt. Der Täter entkam unerkannt.

Villarreal gegen Vigo

Spanien: Tränengas-Attacke auf Fußballer

Villarreal - Eine Tränengas-Attacke hat für einen Eklat in der spanischen Primera Division gesorgt. Ein Unbekannter provozierte eine Unterbrechung des Punktspiels FC Villarreal  gegen Celta de Vigo (0:2).

Ein Unbekannter provozierte eine Unterbrechung des Punktspiels FC Villarreal gegen Celta de Vigo (0:2). Spieler und Unparteiische flüchteten mit tränenden Augen und Atembeschwerden in die Kabinen. Die Zuschauer wurden über Lautsprecher aufgefordert, das Stadion „El Madrigal“ zu verlassen.

Der Zwischenfall in der Nacht zum Sonntag ist in der Geschichte des spanischen Profi-Fußballs praktisch ohne Beispiel. Er ließ die glanzvollen Siege der Spitzenclubs FC Barcelona, Real und Atlético Madrid (alle 60 Punkte) in den Hintergrund treten. Barça fertigte Rayo Vallecano mit 6:0 ab, Real gewann beim FC Getafe 3:0, und Atlético schlug Real Valladolid ebenfalls mit 3:0.

In Villarreal flog drei Minuten vor dem Abpfiff der Partie eine Tränengas-Patrone aus dem Publikum auf den Platz. Fabián Orellana (83.) hatte Celta kurz zuvor in Führung gebracht. Im Stadion breitete sich ein weißer Rauch aus. „Zuerst hatte ich gedacht, es hätte sich um ein Bengalisches Feuer gehandelt“, berichtete der Gäste-Torwart Yoel Rodríguez, in dessen Nähe das Wurfgeschoss aufgeschlagen war. „Aber dann brannte es mir in den Augen und im Hals.“

Der Werfer entkam unerkannt. Er hatte sich nach Medienberichten mit einer Kapuze vermummt. Die Polizei fahndete nach ihm. In Ermittlerkreisen war von einem „geplanten Anschlag“ die Rede. „Da wollte jemand dem FC Villarreal gezielt Schaden zufügen“, beklagte Vereinspräsident Fernando Roig. Der Unparteiische David Fernández Borbalán hielt im Schiedsrichterbericht fest: „Wir begannen, ein starkes Brennen in den Augen zu spüren und bekamen Atembeschwerden.“

Nachdem das Tränengas abgezogen war, ließ der Referee die Partie gut 20 Minuten später fortsetzen. Nolito (89.) erhöhte für Celta auf 2:0 - allerdings vor praktisch leeren Rängen. Die meisten Zuschauer hatten sich nach der Räumung des Stadions auf den Heimweg gemacht. Nach Angaben des Vereins mussten 15 Fans wegen Atembeschwerden und leichter Blessuren behandelt werden.

An eine Tränengas-Attacke im spanischen Fußball kann sich niemand erinnern. Daher ist auch unklar, wie der Verband RFEF den Vorfall bewerten und wie die Strafe für Villarreal ausfallen wird. Das Sportblatt „Marca“ forderte, die Sicherheitsvorkehrungen bei den Ligaspielen von Grund auf zu überprüfen. „Ein solcher Zwischenfall darf sich nicht wiederholen“, schrieb Spaniens auflagenstärkste Zeitung am Sonntag. Vier Tage zuvor hatte beim Pokalspiel Atlético gegen Real Madrid (0:2) ein Unbekannter dem Weltfußballer Cristiano Ronaldo ein Feuerzeug an den Kopf geworfen.

In scharfem Kontrast zum Trauerspiel von Villarreal stand die glanzvolle Darbietung des FC Barcelona beim 6:0-Kantersieg über Rayo Vallecano. „Das Orchester ist bestens eingestimmt für das Achtelfinalspiel der Champions League am Dienstag bei Manchester City“, betonte „Marca“. Lionel Messi steuerte einen Doppelpack bei, zog in der Liga mit insgesamt 228 Toren an der Fußball-Legende Alfredo di Stéfano (227) vorbei und auf dem dritten Rang mit Raúl gleich. Der Argentinier hat nur noch den Mexikaner Hugo Sánchez (234) und den Basken Telmo Zarra (251) vor sich.

Von Hubert Kahl

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