Der FC Bayern befindet sich im Trainingslager in Dubai. Foto: Andreas Gebert
1 von 5
Der FC Bayern befindet sich im Trainingslager in Dubai. Foto: Andreas Gebert
Der FC Bayern ist in Katar extrem beliebt. Foto: Andreas Gebert
2 von 5
Der FC Bayern ist in Katar extrem beliebt. Foto: Andreas Gebert
Der BVB ist ebenfalls im Wüstenstaat. Foto: Guido Kirchner
3 von 5
Der BVB ist ebenfalls im Wüstenstaat. Foto: Guido Kirchner
Pierre-Emerick Aubameyang reiste nach seiner Wahl zu "Afrikas Fußballer des Jahres" nach. Foto: Guido Kirchner
4 von 5
Pierre-Emerick Aubameyang reiste nach seiner Wahl zu "Afrikas Fußballer des Jahres" nach. Foto: Guido Kirchner
Eintracht Frankfurt trainiert in Abu Dhabi auf dem Platz des Mannschaftshotels des Emirates Palace. Foto: Heiko Rhode
5 von 5
Eintracht Frankfurt trainiert in Abu Dhabi auf dem Platz des Mannschaftshotels des Emirates Palace. Foto: Heiko Rhode

Trainingslager am Golf: Clubs weiter stark in der Kritik

Der FC Bayern trainiert in Katar, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt sind ebenfalls am Persischen Golf. Dafür werden die Bundesliga-Vereine von Menschenrechts-Experten massiv kritisiert.

Frankfurt/Main (dpa) - Politiker und Menschenrechts-Experten auf der einen Seite, Clubs der Fußball-Bundesliga auf der anderen: Die Diskussion über Trainingslager in der Golfregion hat am Wochenende noch einmal zugenommen.

"Bayern München sollte kein Trainingslager in Katar aufschlagen. Sie legitimieren damit ein System moderner Sklaverei", sagte Tim Noonan, der Sprecher des Internationalen Gewerkschaftsbundes, im ZDF-Sportstudio.

Der deutsche Meister bereitet sich zurzeit beim WM-Gastgeber von 2022 auf die Bundesliga-Rückrunde vor. Borussia Dortmund (Dubai) und Eintracht Frankfurt (Abu Dhabi) trainieren in den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten. Nachdem Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ("Ein Trainingslager ist keine politische Äußerung") und BVB-Manager Michael Zorc ("Dubai ist eine Urlaubs-Destination für halb Europa") zunächst eher brüsk mit der massiven Kritik umgegangen waren, äußerten sich andere Club-Vertreter jetzt deutlich differenzierter.

"Gerade der Sport ist in höchstem Maße dazu geeignet, durch Kommunikation und sportliche Begegnungen mögliche Unrechtsentwicklungen und Dinge, die nicht mit unseren Maßstäben übereinstimmen, zu reglementieren", sagte Heribert Bruchhagen, der Vorstandsvorsitzende der Eintracht. Ähnlich klang auch Bayern-Kapitän Philipp Lahm: "Alle im Verein beschäftigen sich mit dem Thema, was in Katar ist. Wir machen die Augen nicht zu", erklärte er. "Die Frage ist, was ist besser: Geht man wirklich mit dem Thema offen um und fährt hierhin oder sagt man: Wir bleiben einfach zu Hause?"

Die Kritik an den Vereinen zielt genau in diese Richtung: Die Clubs würden die Menschenrechtsverletzungen und die Verfolgung von Oppositionellen einfach ausblenden, für die insbesondere Katar immer wieder angeprangert wird. "Menschenrechte sind universelle Rechte, die in jeder Kultur gelten. Die deutschen Bundesliga-Vereine mit ihren Millionen Fans weltweit tragen eine wichtige Verantwortung", sagte die Grünen-Politikerin Claudia Roth der "Bild am Sonntag".

Amnesty International forderte Bayern München dazu auf, dieser Verantwortung gerecht zu werden. "Die Bayern können ruhig dahinfahren, wir sehen das positiv", sagte Regina Spöttl, Expertin für die Golfregion bei der Menschenrechts-Organisation, dem ZDF. "Aber sie sollten ihre Prominenz nutzen, um den Verantwortlichen, den Veranstaltern, vielleicht sogar den Regierungsvertretern zu sagen, dass sie die Verhältnisse als Missstände auffassen."

Bericht der "Bild am Sonntag"

Sportstudio-Bericht

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Bilder: So ausgelassen war die BVB-Pokalfeier 2017
Wahnsinns-Stimmung in Dortmund: Rund 250.000 Menschen feierten ihre Pokal-Helden, die auf dem BVB-Truck durch die Innenstadt fuhren. 
Bilder: So ausgelassen war die BVB-Pokalfeier 2017
BVB besiegt Titelfluch - DFB-Pokaltriumph im vierten Anlauf
Der Alptraum hat für Borussia Dortmund ein Ende. Nach drei Finalpleiten in Serie darf diesmal der BVB jubeln. Dembélé und Aubameyang treffen zum Sieg. Für Tuchel ist es …
BVB besiegt Titelfluch - DFB-Pokaltriumph im vierten Anlauf
Dortmund holt den Pott! Bilder vom Sieg gegen Frankfurt
Borussia Dortmund hat den DFB-Pokal 2017 gewonnen. In einem packenden Spiel besiegten die Borussen die Frankfurter Eintracht mit 2:1. Bilder vom Spiel und der …
Dortmund holt den Pott! Bilder vom Sieg gegen Frankfurt
„Auba-cooler Elfer!“ Die Pressestimmen zum BVB-Sieg
Im vierten Anlauf hat Borussia Dortmund wieder einmal den DFB-Pokal geholt. In den Medien wurde vor allem Aubameyang gefeiert. Die Pressestimmen.
„Auba-cooler Elfer!“ Die Pressestimmen zum BVB-Sieg

Kommentare