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Der SSV Jahn Regensburg und Investor Philipp Schober gehen getrennte Wege.

Verein will Kontrolle zurück

Umstrittener Investor verlässt Jahn Regensburg - Anteile verkauft

Jahn-Investor Schober hat als Folge des langen Zwists mit den Vereinsbossen seine Anteile am Zweitligisten verkauft. Das war das Ziel des Stammvereins, der nun wieder die Kontrolle zurückholen mag.

Regensburg - Nach viereinhalb Monaten Zwist ist Jahn Regensburg seinen umstrittenen Investor losgeworden und steht als Stammverein vor der Kontrollübernahme an der Profi-Abteilung. Wie der Münchner Unternehmer Philipp Schober am Freitag mitteilte, habe er alle seine erst Anfang Juni erworbenen Anteile wieder an das Bauteam Tretzel zurückverkauft. Diese Aktien sollen nun umgehend an den Verein weiterveräußert werden, wie der Jahn zuletzt plante. Eine Reaktion des Vereins und eine Vollzugsmeldung standen zunächst aus.

Vorstandschef Hans Rothammer sagte dem Bayerischen Rundfunk am Freitag, der Verein wolle nun die gesamten 90 Prozent der Anteile, die Schober einst gekauft hatte, von Tretzel haben.

Seit dem Einstieg von Schober und dessen Global Sports Invest AG versuchten die Vereinsbosse und Fans, den Unternehmer wieder zu verdrängen. Dieser machte nun mit dem Aktienverkauf „den Weg frei für eine Struktur, wie sie dem aktuellen Vorstand und der Geschäftsführung des Jahn vorschwebt“, hieß es in der Mitteilung.

Undurchsichtige Vergangenheit  Schobers als Grund für Trennung

Hintergrund der Differenzen ist laut Verein eine undurchsichtige Vergangenheit des Investors. Bei Spielen in der 2. Liga hatte es Aktionen gegen den Geldgeber gegeben. Bei der Mitgliederversammlung Ende September wurde ein Ende der Zusammenarbeit beschlossen. „Wir sind keine Übungsfirma für anderweitig gescheiterte Existenzen“, hatte der Vorstandsvorsitzende Rothammer damals gesagt und hinzugefügt: „Der Jahn braucht euch nicht, der Jahn will euch nicht.“

Schober verteidigte sich. „Mit dieser Entscheidung möchte ich die Auseinandersetzungen der letzten Wochen und Monate beenden, die in keiner Phase von meiner Seite initiiert wurden“, sagte er und hob hervor, dass der Kauf der Aktien im Juni „auf legalem Wege“ erfolgt war und „offensichtlich den Wünschen des Verkäufers entsprach“.

Zugleich stellte er klar, dass er seine Anteile freiwillig verkaufe und nicht wegen eines angeblichen Rückkaufsrechts des Bauteams Tretzel, wie jüngst vom Verein kolportiert worden war. Demnach wollte das Immobilienunternehmen, das in die Regensburger Korruptionsaffäre verstrickt ist, die Beteiligung an der SSV Jahn Regensburg GmbH & Co. KGaA direkt nach dem Wiedererwerb an den Stammverein weitergeben.

dpa

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