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Köln verliert daheim gegen Paderborn. 

Wahnsinn in der Domstadt

Verrückter Zweitliga-Sonntag: 18 Tore in drei Spielen - Köln mit erster Niederlage

Lange Gesichter beim 1. FC Köln: Nach der völlig überraschenden ersten Niederlage des Bundesliga-Absteigers rückt die Spitze der 2. Liga ganz eng zusammen.

Rekord verpasst, Tabellenführung verloren: Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln hat durch eine spektakuläre Niederlage den ersten Dämpfer in der 2. Liga hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang verlor am fünften Spieltag ihr Heimspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn mit 3:5 (1:1) und verpasste damit auch den besten Zweitliga-Auftakt ihrer Vereinsgeschichte.

In einem verrückten Spiel brachte Simon Terodde (27./53.) die Rheinländer mit seinem 25. Zweitliga-Doppelpack zwar zweimal in Führung, doch die Gäste präsentierten sich höchst effektiv. Zunächst glich Babacar Gueye (38.) nur 76 Sekunden nach dem 1:0 aus, nach der Pause drehte Philipp Klement (66./72.) die Partie. Auch auf das 3:3 durch Jhon Cordoba (84.) hatte Paderborn durch Bernard Tekpetey (89.) und Sven Michel (90.+4) die passende Antwort.

In der Tabelle geht es ganz eng zu

Damit ist die Spitze extrem eng zusammengerückt. Den Sechsten Union Berlin trennen lediglich zwei Punkte vom neuen Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth, der nun einen Zähler vor dem VfL Bochum, Köln und dem SV Darmstadt 98 liegt.

Die Bochumer überrollten dank eines Dreierpacks von Lukas Hinterseer den FC Ingolstadt mit 6:0 (3:0) und landeten damit den höchsten Zweitliga-Sieg ihrer Klubgeschichte. Das Team von Trainer Robin Dutt spielte sich phasenweise in einen Rausch - und in die Spitzengruppe der Liga.

Dort mischt auch der Hamburger SV mit, der seine Pflichtaufgabe gegen den 1. FC Heidenheim bereits am Samstag löste. Gefeierter Mann beim 3:2 (0:0)-Heimsieg war Pierre-Michel Lasogga. Der bullige Mittelstürmer bewahrte die lange Zeit uninspirierten Hanseaten mit seinen drei Toren in der Schlussphase (74./80./83.) vor einem Rückschlag im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr.

45 Minuten lang hatte Lasogga auf der Bank geschmort, ehe Trainer Christian Titz seinen Torjäger von der Leine ließ. Lasogga gab die passende Antwort. Mit seinem Blitz-Hattrick innerhalb von neun Minuten brachte er den Bundesliga-Absteiger auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.

Lassoga: "Ich war sauer, dass ich draußen war“

"Ich war sauer, dass ich draußen war. Dass ich der Mannschaft dann so mit meinen Toren helfen konnte - genau das wollte ich", sagte Lasogga nach seinen Saisontreffern drei bis fünf bei Sky. Eine bessere Bewerbung für einen Platz in der Startformation im Nachholspiel bei Dynamo Dresden am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) hätte er nicht abgeben können.

Auch Überraschungsspitzenreiter Fürth konnte sich im Heimspiel gegen Holstein Kiel auf die Qualitäten seines Torjägers verlassen. Daniel Keita-Ruel traf beim 4:1 (0:0) doppelt. Die weiteren Tore erzielten der japanische Debütant Yosuke Ideguchi, der vom englischen Zweitligisten Leeds United ausgeliehen worden ist, und Julian Green.

Darmstadt verpasste seinen vierten Saisonsieg durch ein enttäuschendes 1:1 (0:0) gegen den SV Sandhausen. Die Lilien retteten durch einen Treffer von Tobias Kempe (90.) zumindest noch einen Punkt, nachdem Philipp Klingmann (46.) die Gäste in Führung gebracht hatte.

Kollektives Aufatmen herrschte am Sonntag bei Erzgebirge Aue. Durch das 3:1 (2:1) gegen den FC St. Pauli gelang den Veilchen im fünften Anlauf der erste Sieg der neuen Saison und der Sprung von den Abstiegsplätzen.

dpa

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