+
Arséne Wenger und der FC Arsenal sind aus der Europa League ausgeschieden.

1:0 im Rückspiel

Wenger bleibt die Krönung verwehrt: Atlético wirft Arsenal raus

Das fünfte internationale Endspiel in neun Jahren: Atlético schaltet den FC Arsenal aus und beendet damit Arsène Wengers europäische Laufbahn bei den Londonern. Auch Özil und Mustafi bleibt ein Coup vor der WM verwehrt.

Madrid - Atlético Madrid hat die internationale Karriere von Trainer-Legende Arsène Wenger beim FC Arsenal beendet. Der spanische Europa-League-Sieger von 2010 und 2012 gewann nach einer emotionalen Partie am Donnerstag mit 1:0 (1:0) und verhinderte damit in zwei rassigen Halbfinals eine mögliche letzte Krönung des langjährigen Trainers der Gunners, der nach seiner 22. Spielzeit bei den Londonern abtreten wird. Auch den Weltmeistern Mesut Özil und Shkodran Mustafi bleibt damit die Chance auf einen europäischen Titel unmittelbar vor der WM in Russland verwehrt.

Im Duell der beiden Champions-League-Stammgäste erzielte Diego Costa kurz vor dem Pausenpfiff (45. Minute) den wichtigen Führungstreffer für Atlético, das vor 65 000 Zuschauern viel offensiver und mutiger spielte als beim glücklichen 1:1 in der Vorwoche in London. Dort hatte Offensivstar Antoine Griezmann die Madrilenen mit einem späten Tor vor einer Niederlage ohne eigenen Treffer bewahrt.

Diego Costa erzielt das goldene Tor

Auch ohne Trainer Diego Simeone, der nach seinem Ausraster in der Vorwoche auf der Tribüne Platz nehmen musste, starteten die Gastgeber forsch in die Partie und hatten durch Costa die erste Chance, doch der Stürmer verfehlte knapp. Für Arsenal gab es den ersten Schock nach acht Minuten: Verteidiger Laurent Koscielny blieb im Rasen hängen und musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden. Dem Franzosen droht nach dem Vorfall ohne Fremdeinwirkung das WM-Aus.

Nach Costas Treffer, den Griezmann mustergültig vorbereitete, spielte weiter hauptsächlich Atlético. Griezmann verpasste vor den Augen von Tennis-Star Rafael Nadal mit einem Freistoß das zweite Tor, von Arsenal kam trotz Rückstand schlicht zu wenig. Granit Xhaka versuchte es aus der Distanz (62.), doch der seit zwölf Heimspielen gegentorlose Jan Oblak war auch diesmal nicht zu überwinden.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Fußball-Gewerkschaftschef begrüßt Verzicht auf Ermittlungen
Berlin (dpa) - Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) hat die Ankündigung des DFB begrüßt, auf Ermittlungen gegen Bundesligaprofis zu verzichten, die …
Fußball-Gewerkschaftschef begrüßt Verzicht auf Ermittlungen
Werder spricht sich Mut zu, Eintracht wohl gerettet
Enttäuschung ja, Resignation nein: Nach dem 0:3 gegen Eintracht Frankfurt schaltet Bremens Chefcoach sofort in den Optimismus-Modus. "Wir haben keine Zeit, dem lange …
Werder spricht sich Mut zu, Eintracht wohl gerettet
Heidenheim-Coach: Größerer Druck bei VfB und HSV
Heidenheim (dpa) - Im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga sieht der 1. FC Heidenheim den Hamburger SV und den VfB Stuttgart unter größerem Erfolgsdruck.
Heidenheim-Coach: Größerer Druck bei VfB und HSV
Werder bricht im Abstiegskampf gegen Frankfurt ein
Werder Bremen hat das Nachholspiel in der Fußball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt mit 0:3 verloren. Der Spielbericht der DeichStube*.
Werder bricht im Abstiegskampf gegen Frankfurt ein

Kommentare