Maximilian Eggestein und Co. mangelte es im Spiel des SV Werder Bremen beim VfB Stuttgart einmal mehr an Ideen und Tempo im Offensivspiel.
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Maximilian Eggestein und Co. mangelte es im Spiel des SV Werder Bremen beim VfB Stuttgart einmal mehr an Ideen und Tempo im Offensivspiel.

Werder verliert 0:1 beim VfB

Niederlage in Stuttgart: Werder Bremen zu langsam für die schnelle Rettung

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  • Marius Winkelmann
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Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel am Ostersonntag auswärts beim VfB Stuttgart mit 0:1 verloren. Ein spätes Eigentor entschied die Partie. Neben Glück fehlte Werder aber vor allem eins: Tempo. Der Nachbericht der DeichStube*.

Stuttgart – Nach dem Spiel in Stuttgart musste der SV Werder Bremen am Sonntagabend schnell sein, der Flieger gen Heimat wartete. Das Bremer Nachtflugverbot sorgt in solchen Momenten immer für etwas Druck. Werder kam aber pünktlich an – hatte genügend Tempo gemacht. Anders als zuvor auf dem Rasen. Die unglückliche und vor allem unnötige 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart hatte einmal mehr offenbart, dass es Werder weiter an Geschwindigkeit fehlt – in den Beinen und in den Köpfen. Und so müssen die fußballerisch verbesserten Grün-Weißen weiter auf die frühe Rettung warten. Mehr noch: Sie müssen aufpassen, in den kommenden Wochen nicht doch noch in den Abstiegssog zu geraten.

„Es ist schade, wirklich schade, auch tabellarisch“, seufzte ein sichtlich enttäuschter Werder-Coach Florian Kohfeldt: „Wir hätten heute einen sehr großen Schritt machen können. Zehn Punkte wären schon richtig viel gewesen.“ Doch es ist auch nach dem 27. Spieltag bei sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone geblieben. „Immer noch viel“, betonte Kohfeldt: „Aber wir müssen demnächst auch mal punkten und nicht immer nur über ordentliche Leistungen reden.“

Werder Bremen fehlen Ideen, Tempo und Handlungsschnelligkeit gegen den VfB Stuttgart

Der Spielplan will es allerdings, dass es nach den Pleiten gegen die Topclubs Bayern und Wolfsburg sowie der Niederlage beim grundsätzlich starken, diesmal allerdings ersatzgeschwächten Aufsteiger VfB Stuttgart nun erneut gegen zwei Spitzenteams geht: Erst Leipzig, dann Dortmund – da kann der Vorsprung schnell schmelzen. „Wir können auch gegen diese Teams punkten“, merkte Kohfeldt sofort kämpferisch an und verwies auf den Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Niemand im Club habe sich schon in Sicherheit gewiegt, alle seien „extrem wachsam“, aber eben auch „nicht panisch“, stellte der Coach klar: „Wir sind in einer guten, sogar in einer sehr guten Position, um unser Saisonziel, stabil in der Liga zu bleiben, zu erreichen.“

Nur geht das eben nicht so schnell, wie es durchaus möglich wäre. Siehe Stuttgart. Dort agierte Werder Bremen auf Augenhöhe. Und das lag auch an der neuen Herangehensweise des Trainers. Erstmals seit langer Zeit stellte Kohfeldt hinten von einer Dreier-/Fünfer- auf eine Viererkette um. Sofort entwickelte sich ein viel offeneres, ansehnlicheres Spiel. Statt Bremer Beton gab es Bremer Fußball – zumindest in Ansätzen. „Wir müssen die Dinger besser zu Ende spielen“, brachte es Maximilian Eggestein auf den Punkt. Dass ausgerechnet er, der offensive Mittelfeldspieler, das ansprach, hätte passender kaum sein können. Denn er gehörte zu den Protagonisten, die im Angriff die Bremer Probleme offenbarten: Vorne fehlen die Lösungen und dabei vor allem Tempo, Handlungsschnelligkeit und Mut zur Entscheidung. Da wird der Ball lieber noch mal quer zum Nebenmann gespielt, als in die Spitze oder aufs Tor.

Werder Bremen nach Niederlage beim VfB Stuttgart: Zweifel an „Topspielern“ Niclas Füllkrug und Milot Rashica

Das ist gewiss eine Frage des Selbstbewusstseins, das nach dem Fast-Abstieg, einer Spielzeit mit Sicherheitsfußball und zwei Niederlagen am Stück nicht das größte sein dürfte. Aber es ist auch eine Qualitätsfrage. Ein Maximilian Eggestein, ein Kevin Möhwald und ein Christian Groß werden nicht mehr schneller, ein Romano Schmid ist ein Talent, aber kein Super-Talent – und bei Niclas Füllkrug und Milot Rashica muss inzwischen bezweifelt werden, ob sie das Prädikat Topspieler tatsächlich noch verdienen. Ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Chancenverwertung sind jedenfalls nicht mehr top.

Trotzdem kann Werder Bremen erfolgreich sein. Auch das zeigt das Beispiel VfB Stuttgart. Obwohl die Schwaben schneller waren und im Umschaltspiel zielstrebiger agierten, ließen die Bremer vor dem Rückstand nicht viele Chancen zu. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, meinte Kohfeldt zu der wesentlich offeneren Partie. Wer also offensiver agieren möchte, der muss defensiv mehr riskieren. Das hat Werder getan, weil die Mannschaft inzwischen hinten sehr stabil steht. Gegen die flinken Stuttgarter kamen der starke Ömer Toprak und seine Kollegen zwar durchaus mal ins Schwimmen, waren aber weit davon entfernt, wirklich unterzugehen.

Und es musste schon ein unglückliches Eigentor von Ludwig Augustinsson (81.) her, um geschlagen zu werden. Zur Wahrheit des Tores gehörte allerdings auch: Werder Bremen fehlte es an Geschwindigkeit, um den Angriff des VfB zu stoppen – oder zumindest an einer schnellen Entscheidung. Denn Gonzalo Castro hätte bei seinem Lauf über den halben Platz auch per taktischem Foul gestoppt werden können, doch der ansonsten so umsichtige Christian Groß verzichtete auf dieses Mittel.

Werder Bremen verliert unglücklich in Stuttgart: „Kleinigkeiten entscheiden meistens“

„Kleinigkeiten entscheiden meistens im Fußball“, stöhnte Kohfeldt, haderte mit den vergebenen Chancen und natürlich auch mit dem Eigentor: „Heute tut es richtig weh. Wenn wir am Ende einen Punkt holen, sage ich, es ist okay. Aber selbst damit wäre ich nicht richtig glücklich gewesen, so wie wir gespielt haben.“ Für den Coach war es eine Partie seiner Mannschaft „nah an unserem Limit“, was einerseits sehr positiv klingt, aber eben auch offenbart, womit der Coach des SV Werder Bremen sich aktuell zufrieden gibt oder angesichts des Kaders geben muss.

„Ich sehe eine deutliche Entwicklung. Es ist nicht der passive Fußball, es ist aktiv, wir versuchen, Torchancen herauszuspielen“, hob der 38-Jährige aber ausdrücklich hervor und dachte dabei kurz auch mal an sich: „Es freut mich, dass wir unsere Flexibilität wiedergewinnen. Die gehört auch ein Stück weit dazu gehört, wie ich mich als Trainer verstehe. Es ist gut, dass wir das können.“ Gemeint war der mehrfache Wechsel im Spiel des SV Werder Bremen zwischen Dreier- und Viererkette. „Wir werden dadurch unausrechenbarer für den Gegner“, meinte Kohfeldt. Und das soll möglichst schnell auch erfolgreich sein – ganz unbedingt am Mittwoch im Pokal-Viertelfinale bei Zweitligist Jahn Regensburg und sehr gerne danach auch in der Liga. (kni) Lies auch: Werder-Schock! Niclas Füllkrug schon wieder verletzt!

Weiter zum Spielbericht:

Ludwig Augustinssons Pech ist Werder Bremens Unglück - Niederlage beim VfB Stuttgart

Stuttgart – Werder Bremen hat sich selbst geschlagen! Durch ein unglückliches Eigentor von Ludwig Augustinsson (81.) verlor der immer noch abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist beim VfB Stuttgart mit 0:1. Trotz der dritten Niederlage in Folge haben die Bremer auch nach dem 27. Spieltag zwar weiterhin sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Chance, dieses Polster gegen einen ersatzgeschwächten Gegner schon entscheidend zu vergrößern, blieb aber ungenutzt. Unterm Strich agierte Werder offensiv zu harmlos.

Auf die Ausfälle im eigenen Team reagierte Werder-Trainer Florian Kohfeldt mit den erwarteten Namen. Niclas Füllkrug trat als mittelstürmer an die Stelle des gelbgesperrten Josh Sargent, in der Defensive ersetzte Christian Groß den verletzten Milos Veljkovic. Allerdings rückte Kohfeldt in der Verteidigung zunächst von der erprobten Fünferkette ab und setzte auf eine Viererformation. Groß übernahm die Secherposition.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart: Werder versucht es mit Abschlüssen aus der Distanz

Dieser Versuch brachte Werder Bremen in der Anfangsphase sogar ein Plus im Mittelfeld mit der einen oder anderen Abschlusschance aus der Distanz. Romano Schmid nach einer abgewehrten Standardsituation (10.), Ludwig Augustinsson mit einer Direktabnahme (22.) und Kevin Möhwald (31.) hielten mutig drauf, sorgten auch für Gefahr, aber in die Kategorie „Großchance“ gehörte keiner dieser Schüsse.

Der VfB Stuttgart, dem zuletzt in Silas Wamangituka, Nicolas Gonzalez und Orel Mangala durch Verletzungen drei Säulen weggebrochen sind, kam erst nach etwa 20, 25 Minuten besser in Schwung. Weshalb Kohfeldt auch die taktischen Möglichkeiten seines Teams nutzte und von Vierer- auf Fünferkette umstellte. Womit aber nicht verhindert werden konnte, dass die Bremer Defensive bis zum Pausenpfiff immer stärker ins Schwimmen geriet. Philipp Förster sorgte für den ersten Abschluss der Schwaben (25.), später stellten sich Borna Sosa und Gonzalo Castro zu umständlich an (37.).

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart: Mehr Torchancen in der zweiten Halbzeit - Maxi Eggestein sieht fünfte Gelbe Karte

Umständlich war auch ein gutes Stichwort für das, was Füllkrug kurz vor der Pause machte. Einen Gebre Selassie-Pass hatte er noch perfekt verarbeitet und Gegenspieler Waldemar Anton mit einer Bewegung schlecht aussehen lassen. Doch statt selbst den Abschluss zu suchen, wählte Füllkrug den Querpass auf Milot Rashica. Was eine schlechte Entscheidung war, denn Konstantinos Mavropamos grätschte dazwischen, machte so die beste und aussichtsreichste Bremer Aktion zunichte (40.). Torlos endete also eine Halbzeit, die zwar munter begonnen hatte, die dennoch niemanden in Verzückung hatte versetzen können. Selbst strittige Szenen hatte es nur wenige gegeben. Gebre Selassies Halbfoul etwa gegen Matteo Klimowicz, für das es keinen Elfmeter gab. Oder die Schwalbe des bereits gelbbelasteten Förster, die ebenfalls ungeahndet blieb. Aktionen, über die wohl auch nur dann gesprochen wird, wenn dem Spiel die Tore fehlen.

In Halbzeit zwei stieg immerhin die Frequenz der Torraumszenen auf beiden Seiten deutlich an. Und es gab einen Grund, mal wieder das Regelbuch herauszuholen. VfB-Keeper Gregor Kobel hatte einen Mavropanos-Rückpass mit der Hand aufgenommen – durfte er auch, weil der Pass per Knie gespielt war. Und das ist erlaubt. Maximilian Eggestein meckerte trotzdem und sah dafür Gelb – es war seine fünfte in der Saison, er fehlt damit am Samstag gegen RB Leipzig.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart: Offensive ohne Harmonie - Konter schwach

Und vor den Toren? Für den VfB Stuttgart knallte Sosa, über dessen linke Seite beinahe jeder VfB-Angriff lief, drüber (53.). Für Werder war es Füllkrug nach Rashica-Vorarbeit (55.). Und Pavlenka tauchte bei einem Klimowicz-Schuss rechtzeitig runter (58.). Die Partie, sie wurde offener, wilder, und beiden Teams war jederzeit zuzutrauen, das erste Tor zu erzielen. Beiden war allerdings auch anzumerken, dass die Ausfälle in der Offensive einiges an Abstimmung kosteten. Flüssig und harmonisch war es nicht, was Füllkrug, Schmid und Rashica auf Bremer Seite zeigten. Die Konterschwäche blieb den Bremern auch in dieser Besetzung erhalten.

Nach 73 Minuten tauschte Coach Kohfeldt das offensive Personal, brachte Yuya Osako für Schmid und Davie Selke, der in der Jugend für den VfB gespielt hatte, für den insgesamt wenig auffälligen Füllkrug. Kohfeldt wollte also mehr als ein 0:0, wollte mehr als einen Punkt, der im Abstiegskampf zwar hilft, aber weiterhin keine Sicherheit verspricht.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart: Ludwig Augustinsson mit Eigentor in der Schlussphase

Dann wurde es aber gar keiner. Und so passierte es: Castro marschierte ungestört über das halbe Feld, Sosa flankte in die Mitte, wo Ludwig Augustinsson per Kopf ins eigene Tor traf. Geht‘s noch unglücklicher? Nein, geht es nicht. Und nach dem Sargent-Eigentor beim 1:2 gegen den VfL Wolfsburg war es zum zweiten Mal in Folge, dass sich Werder Bremen selbst in Rückstand brachte.

Neun Minuten plus Nachspielzeit blieben danach noch, um die Niederlage abzuwenden. Doch Werder wurde abgesehen von einer Möglichkeit für Osako nicht mehr gefährlich und verpasste vor den schweren Spielen gegen RB Leipzig und Borussia Dortmund die Chance, sich wenigstens einen Punkt zu sichern. Am Mittwoch geht es aber erstmal mit dem DFB-Pokalspiel bei Zweitligist Jahn Regensburg weiter. Dann winkt der Einzug ins Halbfinale. (csa) Auch interessant: „Ich wäre nicht mal mit einem Remis zufrieden gewesen!“ - Die Stimmen von Florian Kohfeldt und Co. zur Niederlage des SV Werder in Stuttgart.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart: Der Spielverlauf zum Nachlesen im Live-Ticker

Werder Bremen spielt am 27. Bundesliga-Spieltag auswärts gegen den VfB Stuttgart - und setzt die Hoffnungen in Topstürmer Niclas Füllkrug. Der Liveticker der DeichStube*. Endstand: 1:0 für den VfB Stuttgart.

>>> AKTUALISIEREN <<<

17.25 Uhr: Ist das bitter! Nach einer ausgeglichen Partie müssen die Gäste von der Weser dem VfB Stuttgart geschlagen geben. Schlussendlich war die eine Flanke von Sosa zu viel, sodass Augustinsson nicht mehr reagieren konnte und den Ball unglücklich ins eigene Tor beförderte. Für Werder ist es die dritte Niederlage in diesem Kalenderjahr in Folge.

17.23 Uhr: Abpfiff! Werder unterliegt dem VfB Stuttgart mit 0:1.

90. + 4 Min: Nach einem Konter verpasst Kalajdzic die Vorentscheidung. Sein Querpass ist viel zu ungenau, sodass Gebre Selassie am Sechzehner klären kann.

90. + 3 Min: Werder versucht mit aller Macht in eine aussichtsreiche Abschlussposition zu kommen, doch Stuttgart steht weiterhin sicher. Hier wird alles aus dem Gefahrenbereich geklärt.

90. + 1 Min: Und fast hätte Osako getroffen! Der Japaner nimmt einen Dropkick und setzt das Spielgerät ganz knapp neben den Pfosten.

90. + 1 Min: Vier Minuten gibt es Nachschlag.

90. Min: Die letzte Minute der offiziellen Spielzeit läuft. Kann Werder den Ausgleich erzwingen? Wie viel Nachspielzeit gibt es obendrauf?

89. Min: Stuttgart nimmt Zeit von der Uhr. Stenzel ersetzt Coulibaly.

88. Min: Für Kopfballduelle wechselt Kohfeldt Erras ein. Er ersetzt Möhwald.

88. Min: Sosa mit der nächsten guten Flanke. Den Abpraller jagt Didavi in den Himmel.

87. Min: Stuttgart holt noch einmal eine Ecke heraus. Werder läuft die Zeit davon.

86. Min: Nächster Wechsel beim VfB: Karazor kommt für Castro.

85. Min: Kalajdzic mit dem nächsten Abschluss. Der Stuttgarter probiert es aus der Entfernung, doch Pavlenka packt sicher zu.

84. Min: Kohfeldt wechselt erneut. Dinkci ersetzt Groß. Werder geht nun noch mehr Risiko.

81. Min: Ist das bitter! Nach einer guten Flanke von Sosa, landet der Ball ganz unglücklich auf dem Kopf von Augustinsson und von da aus im Netz! Werder liegt jetzt mit 0:1 hinten. Noch ist genügend Zeit für den Ausgleich.

79. Min: Mit den jeweiligen Wechseln zeigen die Trainer „wir wollen die drei Punkte“.

77. Min: Auch Stuttgart wechselt doppelt. Neu im Spiel sind Didavi und Churlinov - Platz machen Klimowicz und Förster.

75. Min: Klasse Angriff von Werder. Osako chippt den Ball hervorragend auf Eggestein, der wiederum das Spielgerät mit der Brust verarbeitet und direkt zu Rashica rüber schiebt. Letzter zieht mit rechts ab, knallt die Kirsche jedoch deutlich über das Lattenkreuz. Da war mehr drin!

73. Min: Doppelwechsel bei Werder: Füllkrug und Schmid gehen, Selke und Osako kommen. Wechselt Kohfeldt hiermit die Garanten für den möglichen Sieg ein?

71. Min: Die beiden Teams schenken sich keinen Zentimeter grünen Rasen. Hier wird um jeden Ball gekämpft.

69. Min: Klasse Szene von Rashica. Aus der Drehung flankt der Flügelstürmer den Ball punktgenau in den Fünfmeterraum, wo Füllkrug wartet. Dem Stürmer fehlt jedoch eine halbe Fußlänge, um das Spielgerät wirklich zu verarbeitet - Schade!

68. Min: Toprak leidet! Diesmal schmeißt sich der Abwehrchef in den Schuss von Sosa und bekommt das Kunstleder mit voller Wucht in den Wagen. Schmerzverzerrt wird zweimal auf den Rasen geschlagen und weiter geht‘s! So sieht Einsatz aus.

66. Min: Was macht den Sosa da? Der Kroate, der für seine ausgezeichneten Flanken bekannt ist, hat auf dem linken Flügel ordentlich Platz und muss das Spielgerät eigentlich nur noch zu Kalajdzic in den Strafraum chippen, doch die Hereingabe misslingt ihm komplett und segelt ins Toraus. Glück für Werder.

62. Min: Zwei Drittel der Partie ist vorbei - wer will die drei Punkte unbedingt?

60. Min: Beide Teams versprühen deutlich mehr Offensivdrang als im ersten Durchgang. War in den ersten 45 Minuten die Defensivreihen konsequent in ihrem Abwehrverhalten, bieten sich nun mehr Freiräume. Wer kann zuerst Kapital aus den sich bietenden Räumen schlagen?

58. Min: Nächste gute Parade von Pavlenka. Diesmal probiert es Klimowicz per Flachschuss aus der Entfernung, doch der Tscheche schnellt nach unten und packt sicher zu!

57. Min: Aufatmen bei den Bremern: Toprak ist wieder in der Partie. Hält der Abwehrchef die 90 Minuten durch?

55. Min: Den muss Füllkrug machen! Rashica zieht die Linie entlang, hebt den Kopf und setzt seinen Stürmer in Szene. Letzterer versucht es mit der Direktabnahme und macht es nicht besser als Sosa zuvor bei der Ecke. Er jagt den Ball ebenfalls über den Querbalken.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart im Live-Ticker: Chancen nehmen zu - Ömer Toprak muss behandelt werden

55. Min: Bitter für Werder! Toprak muss wieder nach draußen und sich an der ledierten Schulter behandeln lassen. Kann er nochmal zurückkommen?

54. Min: Nach Castros Ecke lauert Sosa ganz weit hinten am Sechzhenereck. Der Kroate nimmt den Ball direkt, jagt ihn jedoch in die leeren Stadionrang.

51. Min: Kuriose Szene: Mavropanos spielt den Ball mit dem Knie zu Kobel zurück, der das Spielgerät aufnimmt. Werder beschwert sich und fordert indirekten Freistoß. Besonders laut ist Maxi Eggestein, der wegen Meckerns die 5. Gelbe sieht und nächste Woche gegen RB Leipzig fehlt. Doch der Protest war ohne Grund: Nach Rückgabe per Knie darf der Keeper den Ball aufnehmen. Na, wer hat das gewusst?

49. Min: Toprak ist wieder zurück im Spiel.

46. Min: Im Kopfballduell mit Kalajdzic hat sich Toprak anscheinend weh getan. Der Türke bleibt mit Schmerzen am Boden liegen und fasst sich immer wieder an die Schulter. Er wird draußen - an der Seitenlinie - erstmal behandelt.

46. Min: Die Trainer sehen bisher keinen Grund fürs Wechseln. Ohne Veränderung geht es erstmal weiter.

46. Min: Weiter geht‘s in Halbzeit zwei. Wer markiert den ersten Treffer?

16.16 Uhr: Bisher sieht hier alles nach einer Punkteteilung aus. Während die ersten 20 Minuten den Grün-Weißen gehört haben, drehte der VfB bis zum Halbzeitpfiff auf. Wirklich gefährlich wurde es trotzdem nur selten. Zu Beginn prüfte Schmid Kobel mit einem Fernschuss (10. Min). Pavlenka durfte seine Klasse gegen Försters Flachschuss in der 25. Minute beweisen. Ansonsten wurde viel um den Ball gekämpft und sich bis an den gegnerischen Strafraum kombiniert, nur um dann das Kunstleder im entscheidenden Moment herzuschenken. Trotzdem: Die erste Halbzeit macht Lust auf mehr.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart im Live-Ticker: Keine Tore im ersten Durchgang

45. Min: Zwayer pfeift hier ganz pünktlich zur Halbzeit! Ohne Tore geht in die Kabinen.

40. Min: Da war definitiv mehr drin! Gebre Selassie flankt butterweich an den Fünfmeterraum, wo Füllkrug schon lauert. Bremens Stürmer pflückt die Hereingabe Weltklasse aus der Luft, legt den Ball auch noch an Anton vorbei und will dann querlegen auf Rashica legen. Kempf ist jedoch hellwach, hält den Fuß dazwischen und klärt. In der Szene hätte Füllkrug ruhig selbst abschließen können.

37. Min: Stuttgart macht es zu kompliziert. Zwar steckt Klimowicz geschickt in den Strafraum zu Sosa zu, doch der Kroate macht es zu kompliziert. Erst vernascht er Gebre Selassie, um dann einen Moment später den Abschluss zu verpassen und einen schwachen Pass in die Füße von Toprak zu spielen.

35. Min: Ein Hauch guter Chance auf Seiten der Grün-Weißen. Vom rechten Flügel aus wechselt Maxi Eggestein die Seite auf Schmid. Der Österreicher verarbeitet den Ball gut mit der Brust, lässt sich jedoch von Mavropanos entscheidend abdrängen und bekommt keinen gescheiten Abschluss mehr hin.

33. Min: Aktuell lässt sich Groß sehr weit zurückfallen. Somit reagieren die Grün-Weißen auf die verstärkten Angriffsbemühungen der Gastgeber.

30. Min: Stuttgarts Coulibaly kommt mit ordentlich Tempo und den Ball Richtung Strafraum, doch dann wird es zu kompliziert. Der Doppelpass mit dem Mitspieler gelingt nicht und Gebre Selassie spitzelt den Ball aus dem eigenen Sechzehner.

29. Min: Hat Werder noch zu Beginn der Partie den Ton angeben, zeigen nun die Hausherren ein wenig mehr Initiative. Aber trotzdem: Kohfeldts Männer stehen defensiv sicher und lassen nur sehr wenig zu.

25. Min: Starke Parade von Pavlenka! Den Stuttgartern bietet sich vor dem Strafraum ein wenig Freiraum. Über mehrere Stationen landet das Spielgerät bei Förster, der flach abzieht und das rechte untere Eck anvisiert. Werder Nummer eins riecht den Braten, ist rechtzeitig unten und klärt zur Ecke!

23. Min: Augustinsson mit der nächsten Gelegenheit! Eine abgewehrte Flanke nimmt der Schwede volley, verzieht jedoch um einen guten Meter.

22. Min: In Ansätzen ergeben sich gute Konterchancen. Doch weder Stuttgart noch Werder verstehen es bis hierhin, etwas aus den sich bietenden Räumen zu machen.

19. Min: Schmid mit einer guten Idee: Der Österreicher will Füllkrug in die Tiefe schicken, doch sein Passversuch wird leider zu lang. Mit ein wenig mehr Präzision wäre Bremens Angreifer frei vor Kobel aufgetaucht.

16. Min: Stuttgarts Förster sieht für zu hartes Einsteigen die nächste Gelbe.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart im Live-Ticker: Abwechslungsreicher Beginn

15. Min: Guter Spielzug der Gastgeber! Kalajdzic behauptet den Ball hervorragend am Sechzehner und spielt heraus auf Sosa. Der Außenverteidiger zieht an die Torauslinie und will das Kunstleder flach zurücklegen, doch Toprak passt auf und klärt.

12. Min: Möhwald kommt im Zweikampf viel zu spät gegen Castro und sieht folgerichtig Gelb.

10. Min: Der geklärte Ball landet vor den Füßen von Schmid, der direkt abzieht. Kobel ist wieder zur Stelle und entschärft den Fernschuss.

9. Min: Sosa mit dem hohen Bein gegen Möhwald - Freistoß. Aus dem rechten Halbfeld gibt es einen Freistoß für Werder. Augustinsson nimmt Anlauf, zirkelt den Ball auf Kobel, der lässig wegfaustet.

8. Min: Wenn Stuttgart seine Defensivformation einnimmt, wird es für Werder schwer. Toprak soll zwar das Spiel eröffnen, doch seine Mitspieler bewegen sich viel zu wenig - so bleiben dem Abwehrchef keine Anspielstationen.

6. Min: An den gegnerischen Strafraum kombinieren sich die Teams relativ problemlos. Doch wie so oft, fehlt es mal wieder an der Präzision im entscheidenden Augenblick.

4. Min: Auf einen gemütlichen Beginn legen die Teams keinen Wert. Sowohl die Gastgeber als auch Stuttgart pressen sehr früh.

2. Min: Tatsächlich spielt Werder mit einer Viererkette. Das heißt: Groß spielt auf der Sechs und nicht in der Fünferkette. Wie wir Kohfeldt kennen, dürfte die Formation jedoch je nach Spielverlauf variieren.

1. Min: Noch eine kurze Erinnerung an eine Story, die heute hoffentlich keine Fortsetzung erfolgt. Zwischen Schiedsrichter Felix Zwayer und Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat es schon einmal heftig geknirscht. Es war nach dem Bremer Viertelfinal-Aus bei Eintracht Frankfurt im vergangenen Jahr, als sich nach dem 0:2 ein Disput zwischen den beiden entwickelte. Anlass war ein Handelfmeter für Frankfurt nach Videobeweis, der zum 1:0 für die Eintracht führte. Kohfeldt beschwerte sich, sah Gelb und fragte beim Gang in die Kabine süffisant: „Gibt es auch Gelb für Sie, Herr Zwayer?“ Der Referee warf Kohfeldt danach vor, sich „unsportlich reklamierend verhalten“ zu haben.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart im Live-Ticker: Anpfiff!

1. Min: Der Ball rollt - Werder beginnt die Partie!

15.28 Uhr: Nun aber volle Konzentration auf das heutige Match. Die Teams betreten den Rasen!

15.25 Uhr: Uns bleibt noch ein wenig Zeit, um den Blick auf einen anderen Platz schweifen zu lassen. Am Mittwoch geht es für Grün-Weiß im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg, die sich eben gerade durch ein 1:1 gegen Erzgebirge Aue die Punkte teilen.

15.20 Uhr: Gegen den Trend: Werder Bremen will mit aller Macht eine weitere Niederlage verhindern. Immerhin setzte es an den letzten beiden Spieltagen Niederlagen gegen Bayern (1:3) und Wolfsburg (1:2). Erstmals in diesem Kalenderjahr musste das Team von Florian Kohfeldt zweimal in Folge als Verlierer vom Feld gehen.

15.16 Uhr: Besonders im Auge behalten sollten die Gäste Stuttgarts Sasa Kalajdzic. Der Österreicher hat nicht nur 13 Treffer auf seinem Torjägerkonto, sondern auch in den letzten vier Heimspielen jeweils einmal getroffen.

15.08 Uhr: Werfen wir einen Blick auf das Schiedsrichtergespann. Felix Zwayer wird an der Seitenlinie von Marco Achmüller und Rafael Foltyn assistiert. Vierter Offizieller ist Dr. Matthias Jöllenbeck, während im Kölner Keller Harm Osmers und Mike Pickel Platz nehmen.

15.02 Uhr: „Füllkrug übernimmt die Position von Sargent“, erklärt Trainer Florian Kohfeldt den Kollegen von Sky. „Mit ihm gewinnen wir viel Qualität.“ Von einem Spieler ersetzen möchte der Werder-Coach daher nicht sprechen. Weiter erläutert er: „Sie wollen den Gegner nie aufdrehen lassen.“ Gegen Stuttgart wollen die Grün-Weißen tief anlaufen und den Gastgeber zu einfachen Ballverlusten zwingen.

14.58 Uhr: Apropos Vergangenheit: Wenn wir uns auf die Suche nach dem letzten Werder-Sieg gegen den VfB machen, finden wir uns im Jahr 2017 wieder, genauer gesagt den 2. Dezember. Damals konnten sich die heutigen Gäste mit 1:0 durchsetzen. Ansonsten feierte Stuttgart drei Siege in den letzten vier Partien. Zudem wurden einmal die Punkte geteilt.

14.54 Uhr: Werder Bremen und der Sonntag - das passt schon länger nicht mehr zusammen. Den letzten Erfolg gab es am 1. Dezember 2019 gegen den VfL Wolfsburg (3:2). Aber: Sag niemals nie. Vielleicht finden die Bremer in ihrem Osternest drei Punkte.

14.50 Uhr: Die „Gelbe Gefahr“ spielt heute mit. Bei Werder sind Christian Groß, Ludwig Augustinsson, Maximilian Eggestein und Davie Selke jeweils mit vier Gelben Karten vorbelastet. Eine weiteren Verwarnung gegen den VfB Stuttgart würde eine Sperre für das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag bedeuten.

14.45 Uhr: Jetzt, da die Aufstellungen raus sind, gibt es was zu feiern. Was? Das 150. Bundesliga-Spiel von Maximilian Eggestein! Der Mittelfeldspieler erreicht diese Marke mit 24 Jahren und 117 Tagen. In der Werder-Historie war nur Jonny Otten bei seinem 150. Bundesliga-Einsatz mit 24 Jahren und 44 Tagen noch jünger als Eggestein.

14.40 Uhr: Die Stuttgarter gehen personell ein wenig gebeutelt in das Heimspiel gegen den SV Werder. In Silas Wamangituka (Kreuzbandriss) und Nicolas Gonzalez (Muskelfaserriss) fehlen gleich zwei der drei starken Offensiv-Protagonisten.

14.38 Uhr: Und hier ist auch die Aufstellung des gastgebenden VfB: Kobel - Endo, Mavropanos, Anton, Kempf, Sosa - Castro, Klimowicz - Förster, Kalajdzic, Coulibaly.

14.35 Uhr: Zudem gibt es in Michael Zetterer, Patrick Erras und Eren Dinkci gleich drei Neulinge im Werder-Kader gegen den VfB Stuttgart.

14.33 Uhr: Chefcoach Florian Kohfeldt hat im Vergleich zum 1:2 gegen den VfL Wolfsburg vor der Länderspielpause zwei Veränderungen vorgenommen. Für den gelbgesperrten Josh Sargent rückt erwartungsgemäß Niclas Füllkrug ins Sturmzentrum. Für den angeschlagenen Milos Veljkovic (Adduktorenzerrung) verteidigt Christian Groß.

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart im Live-Ticker: So stellt Florian Kohfeldt auf

14.30 Uhr: Und da sind auch schon die Aufstellungen! Werder beginnt mit folgender Startelf: Pavlenka - Gebre Selassie, Groß, Toprak, Friedl, Augustinsson - Möhwald, Eggestein, Schmid - Füllkrug, Rashica.

14.28 Uhr: Moin und herzlich Willkommen aus der DeichStube. Länderspielpause vorbei, endlich wieder Bundesliga! Werder Bremen zu Gast beim VfB Stuttgart!

An dieser Stelle entsteht der Live-Ticker zum Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart. Hier geht es dann um 14.30 Uhr mit den Aufstellungen beider Mannschaften los.

Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart im Live-Ticker: Niclas Füllkrug-Fortschritt als großer Vorteil?

Bremen - Länderspielpausen im Fußball haben zurzeit einen eher bescheidenen Ruf. Reisen mitten in der Corona-Pandemie, zusätzliche Belastungen bei der Nationalmannschaft und weniger Training mit dem Mannschaftsverbund beim Verein. Für den SV Werder Bremen hatte die Unterbrechung vor dem Bundesliga-Spiel beim VfB Stuttgart am Sonntag (15.30 Uhr, Live-Ticker der DeichStube*) aber auch einen nicht ganz unwichtigen Vorteil.

Florian Kohfeldt hatte mehr Zeit. Der Coach des SV Werder Bremen konnte sich verstärkt um die große Baustelle kümmern, die die Grün-Weißen schon die ganze Saison beschäftigt – das Herausspielen und Verwerten von Torchancen. „Wir haben zwei Blöcke gesetzt, wie wir mehr Tiefe in unser Spiel bekommen“, erzählt Kohfeldt. Und er konnte mit einem Mann trainieren, der für die Bundesliga-Partie beim VfB Stuttgart womöglich besonders wichtig wird – Niclas Füllkrug.

Werder Bremen im Liveticker beim VfB Stuttgart: Wird Niclas Füllkrug zum entscheidenden Faktor für Trainer Florian Kohfeldt?

Weil in Josh Sargent der Fixpunkt in der Offensive gegen den VfB Stuttgart gelbgesperrt fehlt, muss Kohfeldt umplanen. Wen er statt des US-amerikanischen Nationalspielers in die Startelf des SV Werder Bremen stellen will, verrät der Coach freilich nicht. Die Auswahl dürfte sich auf Niclas Füllkrug und Davie Selke beschränken. Dass die Wahl am Ende auf Füllkrug fallen wird, lässt sich schon ein bisschen heraushören: „Am Ende ist es so, dass er jetzt spielen muss“, sagt Florian Kohfeldt über den 28-jährigen Mittelstürmer. „Das gibt ihm die Wettkampfhärte.“ Die hatte zuletzt noch etwas gefehlt. Nach einem guten Start in die Saison samt Dreierpack gegen Schalke 04 hat sich die Spielzeit für Füllkrug bisher aus zwei sich abwechselnden Phasen zusammengesetzt. Phase 1: Verletzung. Phase 2: Herankämpfen. Wegen einer Wadenverletzung und Sprunggelenksproblemen war Füllkrug schon zweimal wochenlang ausgefallen. Seitdem kam er erst auf einen Startelf-Einsatz und ein Tor.

Zuletzt war Füllkrug allerdings auch deshalb meist nur zweite Wahl, weil Sargent mit drei Toren aus den letzten fünf Spielen zwischenzeitlich seinen Torriecher gefunden hatte. Durch Sargents Sperre bekommt Niclas Füllkrug nun wohl wieder zu einer Chance, sich festzuspielen. Der Coach sieht ihn dafür in jedem Fall bereit. „‚Fülle‘ hat die Länderspielpause mit dem ganzen Training richtig gut getan“, sagt Kohfeldt. „Ich glaube, dass wir jetzt körperlich in einem sehr guten Zustand bei ihm sind.“

Für Werder Bremen wäre das gut, denn noch ist der Klassenerhalt nicht sicher. Vor den Spielen gegen die dicken Brocken RB Leipzig und Borussia Dortmund wäre ein Erfolg gegen den VfB Stuttgart am Sonntag schon ziemlich wichtig. Florian Kohfeldt sieht allerdings keine erhöhte Bedeutung in der Partie. „Wenn wir gewinnen, sind wir nicht durch. Und wenn wir verlieren, ist keine dramatische Situation entstanden.“ Als Tabellenzwölfter mit 30 Punkten liegen die Bremer immerhin noch sieben Zähler vor dem Relegationsplatz. Doch Kohfeldt mahnt: „Wir müssen einfach Spiele gewinnen. Und dabei muss vollkommen egal sein, ob man rechnerisch schon durch ist oder nicht.“

Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart: Schwaben mit Verletzungspech - Florian Kohfeldt wittert Chance

Ein fitter und frischer Niclas Füllkrug soll dabei helfen und ist womöglich genau das, was dem VfB Stuttgart gegen Werder fehlen könnte. In Nicolas Gonzalez (sechs Saisontore, Muskelfaserriss) und Silas Wamangituka (elf Treffer, Kreuzbandriss), dem Zwei-Tore-Werder-Schreck beim 2:1-Sieg der Schwaben in der Hinrunde, fehlen dem VfB zwei enorm wichtige Angreifer. „Das tut ihnen weh, das sagen die Stuttgarter ja auch selber“, meint Kohfeldt. „Aber trotzdem ist die Variabilität und Breite in ihrem Kader so groß, dass sie um Sasa Kalajdzic herum ihren Offensivfußball spielen können.“ Kalajdzic ist aber auch noch ein Fall für sich. Die Stürmer-Entdeckung der Saison hat schon 13 Tore auf dem Konto und traf in den letzten acht Bundesliga-Spielen acht Mal. Er alleine kann die Werder-Abwehr in Gefahr bringen. Allerdings hat er eine schlauchende Länderspielreise mit drei Einsätzen (und drei Toren) für Österreich hinter sich. Der 23-Jährige dürfte zumindest schwere Beine haben. Vielleicht noch ein weiterer kleiner Vorteil für Werder Bremen aus der Länderspielphase. (han) *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der Weser Kurier Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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