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Das Projekt von Gianni Infantino, Präsident der FIFA, wurde vom Council durchgewunken. 

Aber auch Kritik an Infantino

Widerstand gegen Klub-WM bröckelt - Hoeneß: „Confed Cup ist für die Katz“

Die FIFA hat die Klub-WM reformiert. Der FC Bayern wird wohl Teil des Turniers sein. Für Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge scheint das kein Problem zu sein.

Update vom 17. März:

Uli Hoeneß hat die umstrittenen Pläne des Fußball-Weltverbandes FIFA zur Einführung einer Klub-WM ab 2021 begrüßt. "Die Klub-Weltmeisterschaft finde ich super. Dieser Confed Cup ist für die Katz. Eine Klub-WM mit tollen Mannschaften alle vier Jahre statt Confed Cup - das ist wunderbar", sagte der Präsident des deutschen Rekordmeisters Bayern München nach dem 6:0-Erfolg gegen den FSV Mainz 05 am Sonntagabend.

Update vom 16. März, 15.50 Uhr:

Nur einen Tag nach der Entscheidung des FIFA-Councils zur Reform der Klub-WM bröckelt der Widerstand der großen europäischen Vereine gegen den runderneuerten Wettbewerb. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge forderte Gespräche des Fußball-Weltverbandes mit Vertretern der Vereine, Ligen und Profis, um eine Einigung zu erzielen.

„Die bisherige Klub-WM jedes Jahr im Dezember ist ein Nonsens-Wettbewerb. Ich verstehe die FIFA, dass dieser Wettbewerb jetzt reformiert werden soll“, sagte Rummenigge der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Zuvor hatte die französische Zeitung L'Équipe berichtet, dass auch Real Madrid sich für eine Teilnahme ausgesprochen habe und dem Wettbewerb „mit Vorfreude“ entgegensehe.

Rummenigge kritisierte FIFA-Chef Gianni Infantino für eine schlechte Kommunikationspolitik mit der ECA, deren Ehrenvorsitzender er ist. „Das führt dann schon mal zu einer Abwehrhaltung in der Öffentlichkeit. Ich bedaure das, und es gefällt mir nicht, dass zwischen FIFA, UEFA und der ECA in dieser Sache kein positiver Diskussionsfaden besteht. Das gilt es zu korrigieren“, forderte Rummenigge.

Kann sich offenbar mit einer Klub-WM mit 24 Teams anfreunden: Karl-Heinz Rummenigge sieht weitere Pflichtspiele auf seinen FC Bayern zukommen.

FIFA beschließt Turnier mit 24 Vereinsmannschaften - Confed Cup fällt weg

Miami - Das neue Turnier mit 24 statt sieben Mannschaften wird im Sommer 2021 zunächst als "Pilotprojekt" ausgetragen. Der Confed Cup wird dafür gestrichen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA), die sich vehement gewehrt hatte, wird acht Spitzenklubs entsenden. Aus Deutschland dürfte Bayern München die besten Chancen auf eine Einladung haben.

Infantino setzt seinen Willen durch 

Die sieben UEFA-Delegierten waren bei der Entscheidung während der Sitzung in Miami im 31-köpfigen FIFA-Council zahlenmäßig deutlich unterlegen. Auch die scharfe Kritik der in Europa einflussreichen Klub-Vereinigung ECA, die mit dem Boykott der europäischen Spitzenklubs droht, hatte letztendlich keine Auswirkungen. Die Reform ist eines der großen Projekte des umstrittenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino.

"Wir haben mit allen gesprochen. Mit den Ligen, Klubs, Spielern und Verbänden. Es gibt verschiedene Meinungen und Positionen. Ich werde das nicht anheizen", sagte Infantino.

Südamerika bekommt sechs Startplätze, Ozeanien einen 

Das Turnier soll vom 17. Juni bis zum 4. Juli 2021 gespielt und alle vier Jahre ausgetragen werden. Der Ausrichter muss noch bestimmt werden. Wie bei dem ersetzten Confed-Cup auf den WM-Ausrichter ein Jahr später zu bauen, ist so gut wie unmöglich. Die Endrunde 2022 in Katar wurde extra in den Winter verlegt, weil in den Sommermonaten am Persischen Golf extreme Hitze herrscht.

Laut den Council-Dokumenten werden neben den acht Europäern jeweils drei Vereine aus Asien, Afrika sowie der Region Nord- und Mittelamerika/Karibik teilnehmen. Südamerika bekommt sechs Startplätze, die ozeanische Konförderation einen. Außer der UEFA hatten sich alle Kontinentalverbände im Vorfeld für die Reform ausgesprochen.

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