Todesursache von Kay Bernstein (†43): Staatsanwaltschaft äußert sich nach Obduktion
Kay Bernstein, Präsident von Hertha BSC, ist überraschend im Alter von 43 Jahren verstorben. Derweil schob die DFL einer geplanten Schweigeminute des KSC einen Riegel vor.
Update vom 19. Januar, 09.43 Uhr: Den Karlsruher SC und Hertha BSC verbindet eine Fan-Freundschaft, die seit mittlerweile 47 Jahren besteht. Als Zeichen der Solidarität und zu Ehren des verstorbenen Hertha-Präsidenten Kay Bernstein wird der KSC daher beim Rückrundenstart der 2. Fußball-Bundesliga am Freitag gegen den VfL Osnabrück auch mit Trauerflor auflaufen.
Zudem wollten die Badener nach dem Einlaufen ins Stadion eine Schweigeminute abhalten, doch die Deutsche Fußball Liga (DFL) schob dieser Aktion nun anscheinend einen Riegel vor. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sei das Abhalten einer Schweigeminute unmittelbar vor Spielbeginn aufgrund von Regularien der DFL nicht möglich.
KSC-Pressesprecher Michael Wolf zufolge soll es nun immerhin nach der Aufwärmphase eine Schweigeminute geben. Darüber hinaus sei eine Choreographie geplant und der KSC verzichtet beim Spiel gegen Osnabrück auf die übliche Einlaufmusik.

Todesursache von Kay Bernstein (†43): Staatsanwaltschaft äußert sich nach Obduktion
Update vom 18. Januar, 14.44 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder teilte die Ergebnisse der Obduktion des Leichnams von Kay Bernstein mit: Die Mediziner gehen von einer natürlichen Todesursache aus. Die genaue Ursache des Todes ist der Staatsanwaltschaft bekannt, sie wurde aber aus Pietätsgründen nicht mitgeteilt.
Weiter heißt es in der Mitteilung: „Es stehen noch histologische und feingewebliche Untersuchungen an, deren Ergebnisse aber noch nicht vorliegen. Die Staatsanwaltschaft hat die Freigabe des Leichnams von Herrn Bernstein angeordnet.“ Am Dienstagmorgen soll es in Bernsteins Wohnhaus laut der Berliner Zeitung einen Notarzteinsatz gegeben haben, der Verdacht eines Herzinfarkts im Schlaf liege demnach nahe.
„Nach dem Ergebnis der vorläufigen Obduktion gibt es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden am Tod von Herrn Bernstein“, stellte die Staatsanwaltschaft klar.
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Hertha-Präsident Kay Bernstein gestorben: Todesursache unklar
Update vom 18. Januar 2024, 12.05 Uhr: Noch immer scheint unklar, woran Hertha-Präsident Kay Bernstein gestorben ist. Die Kriminalpolizei leitete bekanntlich ein Verfahren zur Todesermittlung ein, da bislang keine natürliche Todesursache diagnostiziert werden konnte.
Wie die Bild erfahren haben will, soll Bernsteins Leichnam noch am Donnerstag obduziert werden. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder bestätigte dies gegenüber dem Blatt. Aufschluss oder zumindest erste Erkenntnisse, wodurch der 43-Jährige so plötzlich aus dem Leben gerissen wurde, könnten also bereits am Donnerstag vorliegen.
Kriminal-Biologe Dr. Mark Benecke klärt in dem Bild-Bericht ebenfalls auf, wie die Vorgehensweise bei einer solchen Obduktion ist: „Untersucht werden alle Organe. Auch Gehirn, Verfärbungen auf oder unter der Haut und Knochen werden auf Veränderungen untersucht. Lag vielleicht eine Krebs-Erkrankung vor? Befand sich Schaum in der Lunge? Gab es solche Erstickungs-Zeichen? Ein Infarkt mit einer verschlossenen Herzkranzarterie kann oft schon mit bloßem Auge oder beim Aufschneiden des Herzens gesehen werden. Aber auch in sehr dünnen Schnitten unter dem Mikroskop.“
Hertha-Präsident Kay Bernstein (†43) gestorben: Polizei teilt erste Erkenntnisse zur Todesursache
Update vom 17. Januar, 13.40 Uhr: Fußball-Deutschland trauert um Kay Bernstein. Der Präsident von Hertha BSC war am 16. Januar überraschend verstorben – Bernstein wurde nur 43 Jahre alt. Die Polizei hat inzwischen ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und präsentierte am Mittwochvormittag weitere Erkenntnisse in Sachen Todesursache.
Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der Berliner Zeitung, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen ist. „Auch von einem Suizid gehe man derzeit nicht aus. Medienberichte über einen mutmaßlichen Herzinfarkt wurden nicht bestätigt. Es werde geprüft und ermittelt“, heißt es in dem Bericht weiter.
Was bleibt, ist der Schmerz bei Familie, Freunden und Fans – die Hertha-Profis haben sich mit emotionalen Worten von Bernstein verabschiedet.

Hertha-Präsident Kay Bernstein (†43) gestorben: Polizei leitet Todesermittlungsverfahren ein
Update vom 16. Januar, 17.02 Uhr: Nach Informationen des Tagesspiegels hat die Polizei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, weil kein natürlicher Tod bescheinigt worden sei. „Es gibt wie üblich Todesermittlungsverfahren, wenn die Todesursache unklar ist“, sagte eine Sprecherin der Polizei.
„Die Staatsanwaltschaft wird über die weiteren Maßnahmen zur Aufklärung der Todesursachen entscheiden. Hinweise auf einen Suizid oder Fremdeinwirkungen liegen derzeit nicht vor. Gleichwohl gibt es Ermittlungen, das Verfahren läuft“, so die Polizeisprecherin weiter. Der Leichnam Bernsteins soll nun obduziert werden.
Hertha BSC meldet Tod von Kay Bernstein
Erstmeldung: Berlin – Eine furchtbare Nachricht machte am Dienstag (16. Januar) die Runde: Kay Bernstein, Präsident des Zweitliga-Klubs Hertha BSC, ist völlig überraschend verstorben. „Der gesamte Verein, seine Gremien und Mitarbeitenden sind fassungslos und zutiefst bestürzt“, trauert der Traditionsklub in einer Mitteilung.
Über Bernsteins Todesursache gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Informationen der BZ aus Berlin und mehrerer weiterer Medien zufolge wird vermutet, dass der ehemalige Vorsänger der Hertha-Fankurve an einem Herzinfarkt gestorben ist. Für diese Annahme gab es aber zunächst keine Belege.
Kay Bernstein gestorben: Todesursache noch unklar
Am Donnerstag soll Bernstein noch zur Hertha-Mannschaft ins Trainingslager nach Alicante (Spanien) gereist sein, wie die Bild berichtet. Informationen der Berliner Morgenpost zufolge ist Bernstein am Montag um 23 Uhr ins Bett gegangen. Am Dienstagmorgen sei er dann nicht mehr aufgewacht.
Im vergangenen Oktober hatte Bernstein einen Unfall auf dem Vereinsgelände, bei dem er sich laut der Bild drei Wirbel gebrochen haben soll. Hinweise auf einen Zusammenhang mit seinem Tod gibt es nicht.

Hertha-Präsident Kay Bernstein überraschend verstorben – er war erst seit 2022 im Amt
Bernstein war einst Vorsänger des Klubs in der Ostkurve und engagierte sich bei der Hertha auch gesellschaftlich. Bei der Mitgliederversammlung am 26. Juni 2022 wurde er überraschend gegen den favorisierten CDU-Politiker Frank Steffel und einen weiteren Mitbewerber zum Präsidenten gewählt. Er wurde damit Nachfolger von Werner Gegenbauer, der den Klub lange geführt hatte. Seine Wahl galt auch als Ohrfeige für das Hertha-Establishment, das in Teilen unverhohlen seinen Gegenkandidaten Frank Steffel durchsetzen wollte.
Ein Ex-Ultra an der Spitze eines Klubs, der damals noch in der Bundesliga spielte, war ein Novum. Bernstein sprach Probleme stets klar an. Er machte den Verein und das Amt wieder nahbarer. Nicht nur mit seiner allgegenwärtigen Hertha-Trainingsjacke, die er meistens trug, wurde das deutlich.
Hertha zeigte sich von dem Todesfall geschockt. In der 2. Bundesliga steht der Hauptstadtklub nach 17 Spieltagen auf dem siebten Platz. Am Sonntag bestreitet die Mannschaft von Trainer Pal Dardai im heimischen Olympiastadion das erste Spiel des Jahres gegen Fortuna Düsseldorf. (epp/dpa)