Leitprojekt in Gefahr: Kommunen gegen Olympia-Biosphärenreservat

Garmisch-Partenkirchen - Die Garmisch-Partenkirchner wehren sich heftig gegen ein Olmpia- Biosphärenreservat. Sie haben Angst vor weiteren Einschränkungen - und wollen für das Projekt begeistert werden.

Mit einem Unesco-Biosphärenreservat in der künftigen Olympiaregion Garmisch-Partenkirchen will die Münchner Bewerbungsgesellschaft im Wettbewerb um die Winterspiele 2018 punkten.

Doch der Widerstand im Landkreis gefährdet das Projekt. Die Gemeinden fürchten, dass sie noch mehr als bisher von Naturschutzgebieten eingeschränkt würden. Vor allem die Forderung nach einem Kerngebiet, das nicht genutzt, betreten oder bejagt werden dürfte, erscheint vielen Kommunalpolitikern als nicht umsetzbar.

Auch müssten jahrhundertealte Weide- und Durchgangsrechte abgelöst werden. Der Kreisverband der Bauern hat sich deutlich gegen das Projekt ausgesprochen, ebenso der Gemeinderat Eschenlohe.

Die Bewerbungsgesellschaft hat nicht viel getan, um die 22 Gemeinden von ihrer Idee zu begeistern. „An uns ist man bisher offiziell nicht herangetreten“, moniert Franz Höcker, Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags.

Fragen zu Folgen und Finanzierung der Modellregion seien bis heute unbeantwortet. Das Biosphärenreservat ist eines von 18 Leitprojekten im Umweltkonzept der oberbayerischen Olympiabewerber.

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