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Kalte Dusche: Winfried Huber (li.) wird von den am Streckenrand lauernden Buben und Mädchen nass gemacht – und genießt die Erfrischung sichtlich.

Sachsenkamer Dorflauf

Applaus aus dem Vorgarten

Ganz Sachsenkam feiert den Raiffeisen-Oberland-Lauf der Kategorie „Cross“. Vorsitzender Barth lobt die familiäre Atmosphäre im Dorf. 

Sachsenkam – Wenn Dorfbewohner in ihrem Vorgarten sitzen und wildfremde Menschen begeistert anfeuern, die an ihrem Haus vorbeilaufen, dann kann das nur der Sachsenkamer Dorflauf sein. So schwärmten am Samstag Bürgermeister und Schirmherr Hans Schneil sowie SV-Vorstand Fritz Kropius gemeinsam: „Es is schee, wenn des ganze Dorf bei so was dabei ist.“ Von den 280 Sportlern im Ziel widersprach keiner.

Auch sportlich war Einiges geboten. Über drei Dorfrunden lieferten sich Lokalmatador Christoph Dreser und Daniel Götz (SV Bergdorf Höhn) einen heißen Fight. Erst auf der letzten Sportplatzrunde konnte sich der Sachsenkamer etwas absetzen und gewann die 6,9 Kilometer in 22:56:6 Minuten, zwei Sekunden vor seinem ärgsten Konkurrenten. Ein einsames Rennen lief der drittplatzierte Arzbacher Tom Scheifl. Im Ziel hatte er rund eineinhalb Minuten Rückstand auf das Führungsduo, lag aber bereits eine halbe Minute vor Florian Thurner (SV Bad Tölz). Kurz darauf folgte schon Winnie Huber (M 50).

Die Frauenkonkurrenz lebte von der Spannung, ob es Amanda Reiter (Lenggries) schafft, mit einem Sieg einen großen Sprung in der Gesamtwertung der Raiffeisen- Oberland-Challenge (ROC) zu machen, zu der der Dorflauf in der Kategorie „Cross“ zählt. Sie schaffte es in 27:32 Minuten, auch wenn ihr die zweitplatzierte Regina Danner (SC Gaißach), die eine halbe Minute nach ihr den Zielstrich passierte, während des Rennens mit jeder Runde näher gekommen war. „Ich wollte unbedingt gewinnen und bin auf alles oder nichts gelaufen. Jetzt freue ich mich unbändig“, sagt Reiter.

Interessant waren auch die Vorlieben der Zwergerl (Jahrgang 2009 und jünger); sie mussten eine beziehungsweise zwei Sportplatzrunden ohne Zeitmessung bewältigen. Im Ziel war das Wichtigste zweifellos die Tüte Gummibärchen. Auch die Goldmedaille ließen sich die Buben und Mädchen gerne umhängen, doch beim Aushändigen der Urkunde fragte der eine oder andere Knirps: „Muss ich die denn auch noch mitnehmen?“

Seitens der Organisation klappte auch beim verschobenen Dorflauf alles wie am Schnürchen. Platzsprecher Joachim Heim meinte: „Alles ist bei uns seit Jahren gut eingespielt. So lange der Strom nicht ausfällt, gibt’s keine Probleme.“ ROC-Vorsitzender Alfred Barth lobte: „Das ist das Schöne an der ROC. Jeder einzelne Lauf hat seinen eigenen Charakter, und Sachsenkam ist der familiäre Lauf, wo jeder jeden kennt.“

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