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So schmeckt Gold: Alexandra Danner mit ihrer Medaille von den Junioren-Weltmeisterschaften. 

Ski Nordisch

Minutenlanger Siegestaumel

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Alexandra Danner holt mit der deutschen Staffel überraschend die Goldmedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften

Goms/Lenggries– Jetzt hat es für die Lenggrieser Ski-Langläuferin Alexandra Danner doch noch geklappt mit einer Medaille – sogar mit einer goldenen. Am Samstag lief sie im Schweizer Goms bei der Junioren-Weltmeisterschaft vollkommen überraschend mit der deutschen Staffel nach ganz oben aufs Stockerl: „Das war richtig toll. Wir haben uns alle riesig gefreut.“ Vor allem, da es in diesem Jahrtausend noch keiner deutschen Nachwuchs-Staffel gelungen ist, bei diesem Wettbewerb auf Platz eins zu laufen. „Das war einfach super, was die Mädchen geleistet haben. Entscheidend war, dass es beim deutschen Quartett keine Ausfälle gab, alle haben zu 100 Prozent ihre Leistung gebracht“, schwärmte auch Mama Sabine Danner, die zusammen mit Papa Toni extra die weite Reise ins Schweizer Wallis auf sich genommen hatten, um ihre erfolgreiche Tochter vom Loipenrand anzufeuern.

Die kurzfristigen taktischen Änderungen des deutschen Trainers Eric Schneider hatten voll eingeschlagen: Ursprünglich sollte Danner an Position vier (Freie Technik) skaten. Doch dann ging sie im klassischen Stil (diagonal) als Startläuferin in die Spur. „Dass ich da die Russin Polina Nekrasova, die Einzel-Weltmeisterin, nicht würde halten können, war mir schon klar. So hab’ ich eben mein Ding gemacht, “ berichtet die 18-jährige Lenggrieserin. 40 Sekunden Vorsprung hatte die Favoritin beim ersten Wechsel nach 3,3 Kilometern. Aber auch die Isarwinklerin machte ihre Sache gut und übergab zeitgleich mit der Schweizerin Desiree Steiner als Zweite an die Oberstdorferin Selina Mayer. „Zu dem Zeitpunkt lagen aber Italien und Frankreich schon fünf oder sechs Sekunden zurück.“

Die Deutsche übergab als Zweite an Lisa Lohmann (Oberhof), die die Lücke zu den Russinnen mehr und mehr zulief. Jetzt lag alles an der zweiten deutschen Skaterin Anna Maria Dietze (Oberwiesenthal). „Die hat an der letzten Steigung attackiert, die Russin überholt und unseren Sieg ins Ziel gebracht. Da sind wir alle drei auf sie zugelaufen und sind vor Freude minutenlang umhergehüpft“, freut sich die Lenggrieserin. „Das war wirklich saustark“, lobt SCL-Vorsitzender Karl Gerg seine erste Weltmeisterin seit vielen Jahren: „Da werden wir in unserer Sitzung kommende Woche gleich überlegen, wie wir das würdigen können.“

Für Danner war es ein überaus versöhnlicher Abschluss ihrer ersten Junioren-WM. War sie doch bei ihren ersten beiden Einsätzen jeweils gestürzt und so unter Wert geschlagen worden. Auf die faule Haut legen und den Triumph genießen will sie sich jetzt aber keinesfalls: „Ich will den Schwung zum nächsten Conti-Cup in zwei Wochen gleich mitnehmen. Vor allem, da ich jetzt weiß, was international alles möglich ist.“

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