Jörg Ammon: „Die positiven Effekte des Sports fehlen der Gesellschaft“
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Jörg Ammon: „Die positiven Effekte des Sports fehlen der Gesellschaft“

BLSV hofft auf Rückkehr zum Sport

Jörg Ammon: „Die positiven Effekte des Sports fehlen der Gesellschaft“

Nach Einstellung des Sportbetriebs und Schließung aller Sportstätten aufgrund der Corona-Pandemie sehen der DOSB und die Landes-Sportbünde Signale, die eine Wiederaufnahme des Sporttreibens ermöglichen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Zwischenbilanz gibt Anlass zur Hoffnung: Nach vollständiger Einstellung des Sportbetriebs und Schließung aller Sportstätten aufgrund der Corona-Pandemie sehen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Landes-Sportbünde Signale, die eine Wiederaufnahme des Sporttreibens ermöglichen. Dazu gab es am Samstag bei einer Videokonferenz der 16 Landessportbünde (LSB-Konferenz) mit dem DOSB ein einstimmiges Votum.

„Der Schutz der Gesundheit muss Priorität behalten.“

BLSV-Präsident Jörg Ammon, der diesmal den Vorsitz hatte: „Der eingeschlagene Weg zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist erfolgreich und sollte fortgesetzt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Der Schutz der Gesundheit muss Priorität behalten.“ Doch zur Gesundheitsvorsorge diene insbesondere das Sporttreiben. Deshalb war man sich in der Konferenz einig, unter bestimmten Vorkehrungen den Startschuss zur Rückkehr in den Vereinssport zu geben.

„Die positiven Effekte des Sports fehlen der Gesellschaft von Tag zu Tag mehr“

Der organisierte Sport ist bereit. Im Schulterschluss zwischen dem DOSB und den 16 Landessportbünden wird nun das Angebot an die politischen Verantwortungsträger konkretisiert. „Nach den positiven Rückmeldungen der Sportminister der Länder haben wir unser Angebot an die Politik für eine Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sports weiterentwickelt. Neben zehn DOSB-Leitplanken liegen nun auch sportartspezifische Übergangs-Regeln der Fachverbände für einen ersten vorsichtigen Schritt ins vereinsbasierte Sporttreiben vor. „Wir sind auf einen verantwortungsvollen Wiedereinstieg vorbereitet und hoffen nun auf ein bundeseinheitliches Signal der Öffnung durch die Politik“, sagt DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Die positiven Effekte des Sports fehlen der Gesellschaft von Tag zu Tag mehr. Mit dem nun vorliegenden Paket ist eine gute Basis für die Umsetzung in den Vereinen geschaffen“, sagt Jörg Ammon.

Eine erste Lockerung soll ausschließlich für Bewegungsangebote im Freien gelten

Ein erster Schritt der Lockerung soll ausschließlich für Bewegungsangebote im Freiluftbereich gelten, zudem sind weitere Regelungen wie Mindestabstand und Hygienevorgaben zu beachten. Sportheime, Umkleiden, Gastronomiebereiche und Hallen bleiben weiterhin geschlossen. Bei positivem Verlauf können später weitere Schritte in Richtung Lockerung erfolgen. Der organisierte Sport verzichtet ganz bewusst auf eine Positivliste von Sportarten, es geht um angepasste Bewegungsangebote für alle Mitglieder in den Vereinen. „Seitens des Sports können wir mit bewährten Strukturen einen wertvollen Teil dazu beitragen, dass Deutschland wieder in Bewegung kommt.

In den nächsten Schritten soll über die Nutzung von Hallen, die Rückkehr zum Wettkampfbetrieb sowie über Kontakt- und Zweikampfsportarten diskutiert werden. Die LSB-Konferenz hat empfohlen, dass das Training für Bundeskader-Athleten im Indoor- und Outdoor-Bereich wieder geöffnet werden soll. Für Landeskader-Athleten dagegen sollte das Training zunächst draußen beginnen.  

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