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„Fast zu schön, um wahr zu sein“

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Hat in der klassischen Technik aufgeholt: Alexandra Danner geht bei der Junioren-Weltmeisterschaft bei mehreren Rennen an den Start. © Foto: Ewald Scheitterer

Ein wenig geärgert hat sich das Lenggrieser Langlauf-Ass Alexandra Danner über das Aus im Viertelfinale des Sprint-Rennens bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Schweizer Goms. Nach einem Sturz am Sonntag war Schluss. Trotzdem ist für sie schon die Qualifikation zur JWM der Höhepunkt der Saison.

Goms/Lenggries – Unser Mitarbeiter Ewald Scheitterer sprach mit der 18-jährigen Ausnahmeathletin.

- Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonverlauf?

„Es hat sich alles zum Guten gewendet. Besser hätte es, abgesehen vom WM-Sprint, nicht laufen können: Nach der großen Enttäuschung am Anfang, als ich nicht in den DSV-C-Kader aufgenommen worden war, der Nominierung im Nachhinein, bereits zwei Siegen im Conti-Cup der Alpenländer und jetzt die Teilnahme an der JWM. Das ist alles fast zu schön, um wahr zu sein.“

-Bei welchen Rennen der WM sind Sie am Start?

„Jetzt am Sonntag waren die Sprint-Bewerbe im Freien Stil, wo ich nach einem Sturz im Viertelfinale im Endklassement immerhin als beste deutsche Teilnehmerin auf Rang 14 gewertet wurde. Heute steht das Fünf-Kilometer-Einzel-Rennen an, und am kommenden Samstag die Staffel. Dabei werde ich voraussichtlich in der deutschen Mannschaft an Position vier laufen. Hier gehen die ersten beiden jedes Teams im klassischen Stil in die Spur, die Nummer drei und vier werden Skaten. Lediglich beim Duathlon über zehn Kilometer bin ich nicht am Start.“

-Ihre besseren Ergebnisse haben Sie bisher beim Sprint in der Freien Technik gelaufen. Liegen Ihnen die kurzen Distanzen besser?

„Mir machen die kurzen Skating-Sprints genauso viel Spaß wie das klassische Laufen über die Langdistanzen. Allerdings scheine ich beim Skaten etwas besser zurechtzukommen. Freilich habe ich zuletzt auch ein klassisches Fünf Kilometer-Rennen gewonnen. Da kann ich leistungsmäßig gut aufholen.“

-Was ist der Hauptunterschied der WM im Vergleich zum Conti-Cup?

„Anders als beim Conti-Cup der Alpenländer sind jetzt auch die Skandinavierinnen dabei, die ja auch bei den Erwachsenen international dominieren. Beim Sprint am Sonntag haben die Athletinnen aus dem Norden Europas dann auch die ersten zehn Plätze belegt. Mit einer Ausnahme: Hannah Halvorsen aus Alaska kam auf Rang acht. Aber auch der Name klingt nicht unbedingt amerikanisch. Da bin ich schon gespannt, ob die skandinavische Dominanz auch bei den nächsten Rennen anhält.“

-Wie lief’s beim Sprint?

„Zu Beginn ganz gut, als ich auf Platz 15 aus dem Prolog herausgekommen bin. Auch in meinem Viertelfinal-Heat lief ich zunächst noch voraus, bis mir an einer leichten Steigung das Missgeschick passierte und ich leicht stürzte. Ich rappelte mich sofort wieder auf und nahm die Verfolgung der anderen drei Läuferinnen auf, konnte bis ins Ziel sogar noch eine überholen. Auch meine Trainer sagten anschließend, ohne Sturz hätte ich locker das Halbfinale erreicht. Aber das war der erste große Wettkampf meiner Karriere. Da muss man halt auch solche Erfahrungen sammeln.“

-Wie schätzen Sie ihre Erfolgsaussichten in den nächsten zwei Rennen ein?

„Die Konkurrenz im Fünf Kilometer-Rennen kann ich nur schwer einschätzen, aber in der Staffel hat das deutsche Team glaube ich ganz gute Chancen, vorne mit dabei zu sein.“

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