Teilnehmer nach dem Start beim Gaißacher Berglauf
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13 Frauen und 52 Männer starteten am Samstag in der Gaißacher Fuizn, um beim Berglauf auf die Schwaiger-Alm ihre Kondition zu beweisen.

Oberland-Challenge: Gaißacher Berglauf

Die Quantität fehlt, nicht die Qualität

  • VonEwald Scheitterer
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65 Teilnehmer stellen sich den 4,5 Kilometern mit knapp 500 Höhenmetern. Daniel Götz und Thea Heim mit ungefährdetem Start-Zielsieg. ROC-Chef Alfred Barth findet es toll, dass der SC Gaißach „das durchgezogen hat, auch wenn es ein Verlustgeschäft wird“.

Gaißach – „Ich finde es toll, dass der SC Gaißach das durchgezogen hat“, waren die anerkennenden Worte von Alfred Barth, dem Vorsitzenden der Raiffeisen-Oberland-Challenge (ROC), „auch wenn es bestimmt ein Verlustgeschäft wird.“ Lediglich 65 Teilnehmer hatten am Samstag beim 42. Gaißacher Berglauf den Lehener Berg bezwungen. „Eine Zahl, mit der wir ganz gut leben können“, sagen Heidi Danner, SCG-Vorsitzende und Ski-Abteilungsleiter Hans Schwaiger unisono.

Die Quantität fehlt, nicht die Qualität

Da die Gesamtanmelder dieser „Challenge light 2021“ fehlen, hatte die beiden Organisatoren eine noch niedrigere Starterzahl befürchtet.

Auch wenn die Quantität heuer also ein wenig fehlte, die Qualität auf der Strecke war durchaus vorhanden. Rund eineinhalb Minuten Vorsprung hatte Tagessieger Daniel Götz letztlich vor dem Zweitplatzierten Waakirchner Maxi Tent (SLV Tegernsee), als er in 20:40,29 Minuten den Zielstrich an der Schwaiger-Alm passierte. Auch bei den Frauen gab es einen klaren Start-Zielsieg durch die Sachsenkamerin Thea Heim (LG Telisfinanz Regensburg), die nach 24:49,72 Minuten die Zeitmessung auslöste. An der Alm hatte sie sogar einen Vorsprung von fast zweieinhalb Minuten gegenüber der Zweitplatzierten Susanne Bielmeier (LC Tölzer Land), die in der hiesigen Läuferszene unter ihrem Mädchennamen Feigl bekannt wurde. Freilich war Heims Zeit noch weit vom Streckenrekord von 24:04 Minuten entfernt, den Heidi Danner 1992 aufgestellt hatte.

Kräftiger Applaus an der Schwaiger-Alm

Doch gefreut hatten sich alle, die die rund 4,5 Kilometer lange Strecke bei einer Höhendifferenz von 480 Metern bei strahlendem Sonnenschein geschafft hatten. Mit einem kräftigen Applaus wurden alle an der Schwaiger-Alm begrüßt. So auch Marianne Kirchmayer (LG Sempt) und Otmar Nejtek (SC Moosham), Baujahr 1942, die beiden ältesten Teilnehmer des diesjährigen Gaißacher Berglaufs.

Eine der Besonderheiten dieser Veranstaltung ist, dass hier auch die schnellsten „Goaßara“ mit einem Wanderpokal extra gewürdigt werden. So strahlte hier vor allem Regina Rauchenberger (vormals Danner), der das Kunststück zum wiederholten Mal gelungen war. Die handgeschnitzte Gams durfte sie sich bei der Siegerehrung bereits zum siebten Mal abholen. „Von meiner Zeit wollen wir gar nicht sprechen. Ich bin froh, dass ich überhaupt rauf gekommen bin“, schnauft die dreifache Mutter. „Da habe ich kaum noch Zeit, um vernünftig zu trainieren. Heuer bin ich erst zum vierten Mal hier heraufgelaufen.“ Wesentlich größer war die Freude bei Toni Seewald, der zum ersten Mal schnellster Goaßara geworden war und somit seine Steinbock-Premiere feiern durfte. Der Zwölftplatzierte benötigte eine Zeit von 24:22 Minuten, als er japsend das Ziel erreichte. Überaus zufrieden zeigte sich auch der Arzbacher Tom Scheifl (LC Tölzer Land) und strahlte: „Unter 24 Minuten hier herauf, das ist für mich top. Da hat es sich wohl ausgezahlt, dass ich heuer nur in den Bergen unterwegs war.

An Daniel Götz dranzubleiben, erweist sich als sinnlos

Nur zwei Minuten lang hatte der Benediktbeurer Toni Lautenbacher versucht, mit Götz Schritt zu halten: „Dann habe ich gespannt, dass es für mich keinen Sinn macht.“ Dennoch befand er seine Zeit von 22:35 Minuten für in Ordnung: „Mit meinem wenigen Training unter den Top-Drei, das passt.“ Insgesamt war für das ehemalige Mitglied der deutschen Nationalmannschaft im Skibergsteigen das Wichtigste, dass endlich mal wieder alle zusammengekommen sind. „Richtig bärig, wie viele Freunde und Bekannte ich hier getroffen habe.“ Auch er hatte in Corona-Zeiten die Wettkämpfe richtig vermisst.

„Ein Guter aus der regionalen Läuferszene“ lobt Sieger Daniel Götz den Nachwuchs-Crack Tobias Tent (vorne).
Lieblingsberglauf: Thea Heim und Daniel Götz besiegten die Konkurrenz mit großem Vorsprung.

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