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Mit Top-Speed in die Saison: Heidi Zacher konnte die komplette Vorbereitung beschwerdefrei durchziehen. Nun freut sich die 31-jährige Lenggrieserin auf den Weltcup-Start in Val Thorens. Heidi freut sich aufs „Heimrennen“ in Innichen

SKICROSS

Heidi Zacher hat genug trainiert: Freude auf den Weltcup-Auftakt

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Ganz anders als im vergangenen Jahr verlief die Saisonvorbereitung für die Lenggrieser Skicrosserin Heidi Zacher richtig rund. Entsprechend groß ist die Freude auf den ersten Weltcup in Val Thorens. 

Val Thorens/Lenggries – „Ich freue mich, dass es am Donnerstag mit der Qualifikation zu den ersten beiden Rennen endlich losgeht.“ Heidi Zacher, Skicrosserin aus Lenggries, fiebert dem Weltcup-Auftakt in Val Thorens entgegen. Wie schon in den Jahren zuvor startet die Saison erneut mit der „Cross Alps Tour“ im französischen Wintersport-Zentrum. „Training war jetzt mehr als genug“, findet die 31-Jährige. „Jetzt will ich zeigen, worauf ich die letzten Monate hingearbeitet habe.“ Die erste Gelegenheit dazu hat Zacher am heutigen Donnerstag, wenn die Qualifikationsläufe anstehen. Die beiden Rennen selbst sind für Freitag und Samstag angesetzt. Der Kurs in Val Thorens dürfte dem der Vorjahre ziemlich ähnlich sein.

Den Feinschliff für den Saisonauftakt holten sich die deutschen Skicrosser zuletzt bei einem einwöchigen Trainingslehrgang im schwedischen Weltcup-Ort Idre Fjälls. „Die Piste war gut, nur gab es viel Regen und Nebel. Die erhoffte Kälte blieb bei Temperaturen um die Null Grad leider aus“, berichtet die Lenggrieserin. Da auch die Nationalmannschaften aus Schweden und aus der Schweiz vor Ort waren, konnten die Deutschen den Zweikampf Frau gegen Frau mit gleichwertigen Gegnerinnen auf der Piste gut üben.

Bereits im Lauf des Sommers hatten die nationalen Crosser einige Lehrgänge auf dem Stilfser Joch (Südtirol) und im Schweizer Saas Fee absolviert. „In der Schweiz hatten wir Mitte September einige super Trainingstage. Die Schweizer hatten gleich eineinhalb Cross-Kurse aufgebaut“, schwärmte Heidi Zacher. „Vor allem konnte ich heuer die gesamte Vorbereitung komplett durchziehen.“

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Das war im Vorjahr nach ihrem Kreuzbandriss ganz anders; damals drängten sich Ski- und Krafttraining sowie Sponsorentermine und Ähnliches bis zum Saisonstart. Heuer konnte Zacher indessen konzentriert daran arbeiten, die Defizite am lädierten Knie zu beheben. „Jetzt habe ich überhaupt keine Beschwerden mehr. Es passt wieder alles ganz gut. Der Winter kann kommen.“ Mit Heidi Zacher und Daniela Maier (Schwarzwald) startet heuer ein Zwei-Frauen-Team in die Weltcup-Saison. „Ich war schon das ganze Jahr mit der Dani unterwegs. Das passt auch menschlich ganz gut. Dennoch hoffen wir, dass Celia Funkler möglichst bald zu uns stößt.“

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In der „Cross Alps Tour“ sind für die internationale Skicross-Elite bis Weihnachten noch sechs Rennen zu absolvieren. Nach Val Thorens (2) folgt das Montafon (Vorarlberg), ein Nachtsprint in Arosa (Schweiz) und schließlich noch zwei Weltcups in Innichen im Südtiroler Hoch-Pustertal. Auf die beiden letzteren Rennen freut sich Heidi Zacher ganz besonders. Nicht nur, weil sie dort bereits mehrfach ganz nach oben aufs Stockerl gefahren ist: „Gefühlt ist das für mich so etwas wie ein Heim-Weltcup. Das liegt auch viel näher am Isarwinkel als der Feldberg im Schwarzwald.“ Dort wird nämlich Anfang Februar 2020 das deutsche Weltcup-Rennen im Skicross ausgetragen.

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Doch jetzt geht es für Heidi Zacher erst einmal darum, in Val Thorens möglichst gut abzuschneiden. „Es ist eine erste Standortbestimmung. Da werde ich sehen, ob ich in der Weltspitze mitfahren kann.“

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