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Die WM-Strecke liegt Michaela Wenig. In den Trainingsläufen war sie zweimal unter den Top ten.

SKI-WM  IN ARE

Im Abfahrtstraining fehlen Michaela Wenig nur wenige Hundertstel auf das Top-Trio

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Die Lenggrieser Speed-Spezialistin Michaela Wenig  ist bei der Ski-Weltmeisterschaft in Are in einer herausragenden Verfassung. Beim Abfahrtstraining fuhr die 26-Jährige die Spitzenplätze sieben und acht ein.

Are/Lenggries – Der Ausfall im Super G bei der alpinen Weltmeisterschaft in Are war zwar ärgerlich, doch Michaela Wenig hat ihn längst abgehakt. Ein lockerer Trainingstag am Donnerstag und Daumendrücken für Meike Pfister, die einzige deutsche Starterin im Kombi-Wettbewerb, haben die Nerven zudem entspannt. Nun richtet die Speed-Spezialistin des SC Lenggries ihre gesamte Konzentration auf die Abfahrt (Sonntag, 12.30 Uhr).

Wie fokussiert die 26-jährige Isarwinklerin ist, zeigte sie bereits bei zwei der drei bisherigen Trainingsfahrten: Mit den Plätzen sieben und acht lag sie fast auf Medaillenkurs; Platz 28 nach einem Torfehler war ein Ausreißer. „Die Strecke liegt mir“, bekundet Wenig ihr Wohlgefallen an dem flüssigen Downhill. „Allerdings verzeiht er kaum Fehler. Einen groben Schnitzer kannst nicht mehr gutmachen.“ Die Balance zwischen sauberer Linie und aggressivem Fahrstil ist also entscheidend.

Auch das Wetter spielte in den vergangenen Tagen eine wichtige Rolle und warf den Terminplan mehrmals über den Haufen. Heftige Winde im oberen, baumfreien Abschnitt, teils starker Schneefall und schlechte Sicht zehrten am Nervenkostüm der Fahrerinnen. „Es ist schon eine ziemliche Warterei“, berichtet die Winklerin, „und die ständigen Verschiebungen des Starts von oben nach unten sind auch nervig.“ So konnten bisher nur einer der drei Trainingsläufe auf der etatmäßigen Abfahrtsstrecke mit 2236 Metern Länge und rund 660 Metern Höhendifferenz absolviert werden. Auf den vierten und letzten baut Michaela Wenig: „Hoffentlich gibt’s ein reguläres Training, denn bei schlechter Sicht muss ich mich extrem überwinden.“

Lesen Sie auch Michaela Wenigs Erwartungen im Vorfeld der WM

Zu den Anwärterinnen auf Edelmetall zählt sie sich indes nicht. „Corinne Suter hat nach ihrer Super G-Medaille viel Auftrieb. Und natürlich die Österreicherinnen mit Tamara Tippler und Nicole Schmidhofer“, hat Wenig auf ihrer Favoritenliste. Doch vielleicht findet sie ja auch noch die 18 Hundertstel, die ihr im dritten Trainingslauf auf einen virtuellen Podestplatz gefehlt haben. „Ich weiß, dass ich schnell bin, wenn alles passt“, stellt Wenig klar.

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