Die Gründungsväter: Leichtathlet Markus Brennauer (li.) und Radsportler Tobias Schwarzenberger haben den Isar-Loisach-Gipfelcup ins Leben gerufen.
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Die Gründungsväter: Leichtathlet Markus Brennauer (li.) und Radsportler Tobias Schwarzenberger haben den Isar-Loisach-Gipfelcup ins Leben gerufen.

Isar-Loisach-Gipfelcup

Die Läufergemeinde rückt virtuell auf zehn Gipfeln zusammen

Bad Tölz-Wolfratshausen – Auch 2021 muss ein Laufwettkampf nach dem anderen abgesagt werden. Aus diesem Grund haben Tobias Schwarzenberger aus Sindelsdorf und Markus Brennauer aus Penzberg nun den „Isar-Loisach-Gipfelcup“ ins Leben gerufen.

Dabei handelt es sich um eine virtuelle Berglaufserie. „Dafür haben wir zehn Gipfel in der Region ausgesucht“, sagt Schwarzenberger, dem die Idee dazu kam. Er, der Radsportler, und Brennauer, der Leichtathlet, haben sich bereits in den vergangenen Jahren beim Training des Öfteren virtuell per GPS-Tracker im Berglauf herausgefordert. Nach einem Telefongespräch mit Brennauer, der von der Idee begeistert war und die Internetseite www.gipfelcup.de erstellte, standen bald das Wertungssystem und die Gipfel fest: Hohe Kisten und Hirschberg (Startort: Eschenlohe), Rötelstein (Großweil), Herzogstand (Schlehdorf), Benediktenwand (Benediktbeuern), Zwiesel (Blomberg-Parkplatz), Rechelkopf (Gaißach), Fockenstein und Seekarkreuz (Lenggries) und Hirschhörnlkopf (Jachenau).

GPS-Aufzeichnung mit „Strava“

Die Läufer haben ab sofort bis 31. Oktober die Gelegenheit, fünf Gipfel im Loisachtal, vier im Isartal sowie einen in der Jachenau zu erklimmen. Um in die Gesamtwertung des Gipfelcups zu kommen, müssen sie mindestens vier Bergläufe mittels GPS aufzeichnen. Dies geschieht mit der App „Strava“. Maximal sechs Gipfel können in die Wertung einfließen.

„Um die Leistungen vergleichbar zu machen, werden pro Gipfel die Zeiten im Vergleich zum jeweils schnellsten Läufer in Punkte umgerechnet und die Gesamtpunktzahlen berechnet“, erklärt Brennauer. „Aber auch die Fleißigsten werden belohnt, denn es zählt jeder Gipfel.“ Wer also zum Beispiel in täglicher Routine an seinem Lieblingsberg trainiert, hat sehr gute Chancen, diese Wertung zu gewinnen.

Sprint auf den Rechelkopf

„Mit dem Isar-Loisach-Gipfelcup richten wir uns vor allem an Sportler aus der Region. Die Streckenauswahl soll unterschiedlichen Läufertypen gerecht werden und Strategie ins Spiel bringen“, ergänzt Schwarzenberger. So gibt es beispielsweise Bergsprints, wie den 3,6 Kilometer kurzen Anstieg mit 640 Höhenmetern zum Rechelkopf, und Ausdauersegmente wie etwa die Benediktenwand mit 11,6 Kilometern Länge und 1100 Höhenmetern. Außerdem gibt es einfach zu laufende Strecken, wie die Forstwege auf den Zwiesel, und technisch anspruchsvolle Passagen, wie die Gipfelüberschreitung des Geiersteins auf dem Weg zum Fockenstein.

Ergebnisse auf: www.gipfelcup.de

Doch der Gipfelcup soll nicht nur einfach eine Wettkampf-Serie sein. „Wir wollen die Läufergemeinde im Oberland in Corona-Zeiten näher zusammenrücken lassen“, erläutert Brennauer. So sollen, wenn es die Regeln zulassen, so genannte Community-Runs stattfinden, also gemeinsame Läufe in der Gruppe ohne Wettkampfcharakter. Außerdem werden auf der Internetseite nicht nur regelmäßig die Ergebnisse veröffentlicht, sondern auch Teilnehmererlebnisse und Fotos. Zudem betonen beide, dass die Strecken nur auf ausgeschilderten Wanderwegen verlaufen. Abkürzungen oder Streckenabweichungen führen durch das GPS-Tracking dazu, dass der Lauf nicht in die Wertung kommt. Außerdem sind alle Startorte, wie auf der Internetseite beschrieben, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Sollte am Ende tatsächlich Punktegleichstand herrschen, wird dank Bonuspunkten derjenige mit den häufigsten Bus-, Bahn- oder Rad-Anreisen gewinnen.

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