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Platz vier fürs Isarwinkler Quartett (v. li.): Axel Gudelius, Andreas Seewald, Thomas Eckstein und Josef Huber.

Rise and Fall

Seewald zündet Rakete am Rad

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Vier Leute, ein Team, kein Erbarmen! Dieser martialische Slogan befeuerte die sechste Auflage des „Rise and Fall“ in Mayrhofen. Mitten unter den 79 Teams startete das Isarwinkler Quartett mit Axel Gudelius, Andreas Seewald, Thomas Eckstein und Josef Huber.

Athleten, die vor der eindrucksvollen Zillertaler Kulisse über sich hinauswuchsen, ausgelassen feiernde Zuschauer, die mit den Sportlern litten und sie unermüdlich antrieben, zeichneten diesen einzigartigen Staffelwettbewerb aus. Rund 2000 Zuschauer säumten die Strecke und den Zielraum an der Talstation der Ahornbahn. Kein Wunder, denn in der Szene genießt der „Rise and Fall“ inzwischen Kultstatus – und das schon bei der sechsten Auflage. Außerdem werden für die zehn Top-Teams 10 000 Euro an Prämien ausgelobt. Kein Wunder also, dass der Wettbewerb von Jahr zu Jahr hochklassiger besetzt ist. Die Abonnement-Sieger vom Tiroler Team Mountainshop Hörhager sind mit Philipp Götsch, Patric Hörhager, Jochen Käß und Roman Rohrmoser durch die Bank mit Profis aus den verschiedenenDisziplinen bestückt.

Die vier Staffelteilnehmer müssen die Disziplinen Skibergsteigen, Paragleiten, Mountainbiken sowie eine Abfahrt auf Ski oder Snowboard absolvieren und überwinden dabei jeweils – entweder auf- oder abwärts 430 Höhenmeter. Mit dabei aus dem Isarwinkel: Biker Andreas Seewald (Lenggries), Gleitschirmflieger Axel Gudelius (Jachenau) und Skifahrer Thomas Eckstein (Gaißach). Da Skibergsteiger Toni Lautenbacher aus Benediktbeuern selbst beim Weltcup in China startete, vermittelte er dem Trio einen Kameraden – ebenfalls aus der Nationalmannschaft der Skibergsteiger: Josef Huber aus Berchtesgaden schnallte Ski und Felle unter und komplettierte das Team Intersport Peter Bad Tölz. Den dritten Platz aus dem vergangenen Jahr konnten die Intersportler zwar nicht verteidigen. „Doch mit Platz vier sind wir ebenfalls sehr zufrieden“, bekundet Teamsprecher Axel Gudelius. Denn als kleines Zuckerl gab es für Intersport zwei Disziplinensiege obendrauf: Thomas Eckstein war der beste Skifahrer und Andreas Seewald beim 3,7 Kilometer langen Uphill bester Biker.

Mit Toni Lautenbacher im Team hätte es womöglich fürs Stockerl gereicht, denn von Bronze trennten die Intersportler lediglich 38 Sekunden. Doch Ersatzmann Huber wollte es besonders gut machen. „Ich bin den Sprint etwas zu schnell angegangen und habe deshalb oben etwas eingebüßt“, begründete er seinen zwölften Platz. Pilot Gudelius holte bereits zwei Plätze auf. An der Talstation der Ahornbahn zündete Seewald dann die Rakete an seinem Rad. Auf Eis und Schnee düste der Lenggrieser die knapp vier Kilometer zum Wiesenhof hinauf und katapultierte das Team auf Platz vier nach vorne. Bei den vergangenen Editionen hätte diese Performance zu einem neuen Streckenrekord gereicht; aber die wurden auf trockener Strecke ausgetragen. Auch Eckstein versuchte auf der Abfahrt alles, um seinen Vordermann zu schnappen. Vergebens – nicht einmal die schnellste Tageszeit auf Ski reichte dafür aus. Doch unterm Strich waren die Intersportler sehr zufrieden. „Wir sind halt ein Spezl-Team und keine zusammengekaufte Profi-Mannschaft“, stellt Gudelius klar.

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