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Start mit Blick auf die Stoppuhr: Dichtgedrängt ist der Läuferpulk in der Gaißacher Fuizn, im Anstieg zieht sich das Teilnehmerfeld dann schnell auseinander.

39. Gaissacher Berglauf zur Schwaiger-Alm

Sieben Grad: Fast ein super Wetter für die unverwüstlichen Bergläufer

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Bei trübgrauem Schmuddelwetter machen sich 126 Läufer auf den 4,5 Kilometer langen Weg zur Schwaiger Alm. Felicia Körner (LG Sempt) und Max Weigand (TSV Penzberg) liefern die Tagesbestzeiten ab.

Gaißach – Geregnet hat es beim 39. Gaißacher Berglauf am Samstagnachmittag nur einmal – dafür aber die ganze Zeit ununterbrochen. Dennoch hatten 126 Athleten die 4,5 Kilometer hinauf zur Schwaiger-Alm unter die Laufsohlen genommen und nahezu alle waren der Meinung: „Super Laufwetter. Wenigstens nicht so warm wie noch zuletzt.“ Dazu gab’s dann etliche Premieren: Felicia Körner (LG Sempt) hatte den ersten Berglauf ihres Lebens mit dem Sieg bei den Frauen gekrönt (siehe Bericht rechts), Max Weigand (TSV Penzberg) lief nicht nur zum ersten Mal zum Rechelkopf hinauf, sondern schaffte auch seinen ersten Sieg in einem Rennen der Raiffeisen Oberland Challenge (ROC), und Christiane Danner (SC Gaißach), die Gesamtzweite, durfte erstmals die handgeschnitzte Gams für die beste Lokalmatadorin in Empfang nehmen. „Ich bin auch erst zum zweiten Mal beim Berglauf mit dabei. Dabei ist es für mich ausgezeichnet gelaufen. Eigentlich hatte ich mir gar nicht so viel vorgenommen, ich wollte nur vor der Mama ins Ziel kommen.“ Da warf Mama Heidi grinsend ein: „Die Kinder haben einfach keinen Respekt mehr. Letztes Jahr war sie noch hinter mir.“ Freilich war es für die Zweite ROC-Vorsitzende heuer die erste Teilnahme: „Nach meiner verletzungsbedingten langen Pause bin ich mit meinem fünften Platz bei den Frauen ganz zufrieden.“ Dass viele neue Gesichter auf dem Siegertreppchen auftauchten, war keine große Überraschung in Abwesenheit einiger Favoriten auf den ROC-Gesamtsieg. Nicht am Start war die Iffeldorferin Mikki Heiß und auch der Penzberger Markus Brennauer, der derzeit Führende der ROC-Wertung, hatte einen Start bei der deutschen Berglauf-Meisterschaft auf den Brocken (Harz) vorgezogen. Da der Benediktbeurer Toni Lautenbacher ebenfalls nicht am Start war, ist für ihn der Gesamtsieg heuer passé, da er die erforderliche Mindestzahl von fünf ROC-Wettkämpfen nicht mehr erreichen kann. „Sauberes Seitenstechen im unteren Drittel“ hatte Benedikt Ertl, dem besten Gaißacher und Gesamtvierter, ein besseres Resultat vermiest. Anfangs hatte er nämlich mit dem späteren Sieger Max Weigand gut mithalten können. Sein zweiter Gewinn der Trophäe nach 2016, ein handgeschnitzter Steinbock, sei für ihn durchaus ein zusätzlicher Ansporn beim Heimrennen gewesen: „Das ist eine besondere Auszeichnung. Freilich wäre es noch schöner gewesen, wäre Vorjahressieger Christophe Chayriguet mit dabei gewesen.“ Doch der Wahl-Gaißacher hatte wegen Problemen mit der Achillessehne passen müssen. Die Athleten mussten schließlich für das „super Laufwetter“ doch noch büßen: Bei sieben Grad bibberten sie völlig durchnässt droben auf der Schwaiger-Alm der Siegerehrung entgegen.

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