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Rasend durch den Olympiapark: Thea Heim hat die Frauenkonkurrenz rasch hinter sich gelassen.

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Thea Heim legt beim Dreikönigslauf ein Höllentempo vor und siegt in Rekordzeit

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Langstreckenläuferin Thea Heim ist fulminant ins neue Jahr gestartet. Beim Dreikönigslauf über 15 Kilometer im Münchner Olympiapark markierte sie einen neuen Streckenrekord für Frauen.

Sachsenkam –Beim Silvesterlauf im Münchner Olympiapark hatte Thea Heim über zehn Kilometer zum Jahresausklang noch ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt mit der besten Frauen-Laufzeit seit über 25 Jahren (wir berichteten). Der Wettkampfauftakt im neuen Jahr war nicht minder spektakulär: Bei Dreikönigslauf – ebenfalls im Olympiapark – stellte die 27-jährige Sachsenkamerin einen neuen Rekord auf.

Das war so nicht unbedingt zu erwarten. Denn die Tage zwischen den beiden Wettkämpfen waren äußerst kilometerintensiv: 150 Kilometer spulte Heim ab. „Da ich nicht so viel arbeiten musste, konnte ich ordentlich trainieren und regenerieren“, freute sich Heim. Bei bis zu zwei Trainingseinheiten am Tag und einer 40-Stundenwoche kommt die Regeneration manchmal zu kurz.

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Aufgrund des hohen Trainingsumfanges rechneten sich Heim und ihr Coach Norman Feiler beim zweiten Wettkampf innerhalb von einer Woche nicht allzu viel aus. Der Dreikönigslauf war in den vergangenen Jahren ein Fixtermin für die schnelle IT-Projektleiterin. Bei perfektem Laufwetter nahm Heim zusammen mit rund 1200 Laufbegeisterten die 15 Kilometer in Angriff. Von Beginn an rollte Heim in einer starken Männergruppe mit. Die weibliche Konkurrenz war von vorneherein chancenlos. Nach etwa fünf Kilometern drückte Heim aufs Tempo und arbeitete sich Platz um Platz nach vorne. Zur ihrer eigenen Überraschung schlug die 27-Jährige ein Höllentempo ab. „Ich war mir nicht sicher, ob ich die hohe Geschwindigkeit würde halten können, aber ich habe es riskiert“, so Heim. Auch Trainer Feiler war überrascht: „Thea hat alles perfekt gemacht.“

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Nach 52:34 Minuten überquerte die Isarwinklerin die Ziellinie als schnellste Frau (siebter Gesamtrang) und war rund fünfeinhalb Minuten schneller als Katrin Esefeld, die Ironman-Weltmeisterin in der Klasse W 30 (58:04 min.). Damit stellte sie nicht nur einen neuen Streckenrekord für Frauen auf, sondern verbesserte auch ihre eigene Streckenbestzeit um über zwei Minuten. Noch nie ist Thea Heim die 15 Kilometer schneller gelaufen. Kein Wunder, dass sowohl Athletin als auch Coach übers ganze Gesicht strahlten. „Das war ein perfektes Rennen nach dieser harten Trainingswoche. Ein optimaler Start ins Jahr“, freute sich Feiler ob der grandiosen Leistung.

Mit Platz vier (59:51 min.) komplettierte Karoline Binder den Erfolg des Eiblteam Isartal. Pauline Heim (1:05:01 h, 15. Frauen gesamt) und Angelika Heim (1:09:51 h, 34. Frauen gesamt) rundeten das hervorragende Abschneiden des Eiblteams ab.

Für Thea Heim folgen jetzt intensive Trainingswochen bevor es am 16. Februar nach Barcelona zum wohl bestbesetzten Halbmarathon der Welt geht. In der katalonischen Hauptstadt gibt sich die gesamte europäische Lauferelite ein Stelldichein, da die Strecke als sehr schnell gilt. „Auch mir geht’s dort in erster Linie um eine schnelle Zeit. Die Platzierung spielt ob des Weltklassefelds keine Rolle“, blickt Heim voraus. Die Richtung und der Weg stimmen also. „Noch nie war Thea so schnell wie derzeit“, sagt Feiler.

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