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Hohes Tempo auf schwieirger Strecke: Thea Heim wird Zweite bei der Halbmarathon-DM. 

Leichtathletik

Heim setzte DM-Erfolgsserie fort

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Nach fünf Bronzemedaillen bei Deutschen Meisterschaften holt Sachsenkamerin in Freiburg Silber

Freiburg/Sachsenkam„Der blonde Blitz aus Oberbayern holt Silber“ rief Moderator Andreas Menz, als Thea Heim nach 1:13:57 Stunden die Ziellinie mit einem fulminanten Schlussspurt überquerte. Es waren die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Freiburg/Breisgau. „Erstmals Silber im Einzel und eine neue Bestzeit: Es ist ein Traum“, freut sich die Läuferin aus Sachsenkam. Heim, derzeit blendend in Form, lieferte die beste Leistung ihrer Karriere ab, musste sich nur Teamkollegin Miriam Dattke (1:11:58 h) geschlagen geben, mit der sie in der Teamwertung den DM-Titel holte.

7000 Läufer machten sich bei Starkregen und einstelligen Temperaturen auf die Strecke quer durch Freiburg. „Der Kurs steigt bis Kilometer elf permanent an, ist sehr kurvig und hat unangenehme Kopfsteinpflasterpassagen. Normalerweise keine Strecke für Bestzeiten“, meint Trainer Norman Feiler. Aber die Frauen drückten mächtig auf das Gaspedal und sollten ihn eines Besseren belehren.

Schnell setzte sich die Favoritin Miriam Dattke ab. Aber auch Heim setzte ihre Strategie eines schnellen Anfangstempos perfekt um und löste sich schnell von den Konkurrentinnen. Lokalmatadorin Stephanie Doll, Schwester von Biathlon Weltmeister Benedikt Doll, Susanne Schreindl (LG Passau) und die ehemalige Top-Triathletin Rebecca Robisch versuchten zu folgen. Doch die IT-Spezialistin ließ nichts anbrennen, nachdem sie ihren Rhythmus gefunden hatte, setzte sich immer weiter setzte sie sich ab. Nach der Hälfte des Rennens waren Gold und Silber bereits vergeben. Aber sowohl Dattke als auch Heim steigerten das Tempo nochmals deutlich. Beide blieben unter dem Streckenrekord 2010 von Anja Schnabel (1:14:03 h).

„Ich hatte ein super Rennen, aber Miri war besser“, zollt Heim der Topleistung der U23-Europameisterin Respekt. Mit zwei Minuten Rückstand holte sich die Deutsche Berglaufmeisterin Stephanie Doll Bronze. Heim setzte mit Silber ihre Erfolgsserie fort: Seit 2014 holte sie jedes Jahr eine Medaille bei Deutschen Meisterschaften. Nach fünfmal Bronze (800m, 2 x 1500m, 2 x 10 000m) errang sie in Freiburg erstmals Silber. Noch nie ist es einer deutschen Läuferin gelungen, sowohl über 800 Meter als auch im Halbmarathon eine DM-Medaille zu erringen.

„Für mich ist dies einer der schönsten Erfolge als Coach, das zeigt Kontinuität und bestätigt auch unseren Trainingsansatz“, freut sich Feiler, der seit mehr als zehn Jahren mit ihr zusammenarbeitet. In dieser Zeit holte Heim 22 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften.

Der Fokus liegt nun auf Hamburg am 28. April. Dort gibt Heim ihre Marathonpremiere. „Die DM gibt mir viel Selbstvertrauen. Die Strecke war viel schwieriger als in Verona vor zwei Monaten. Trotzdem konnte ich meine Bestzeit um 40 Sekunden verbessern. Hamburg kann kommen.“ NICK SCHEDER

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