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Das Aus nach der Vertikale: Martina Willibald war im Slalom gut dabei und 18. nach der ersten Zwischenzeit im ersten Durchgang, doch kurz vor dem Ziel war’s dann doch ein Fehler zuviel.

Willibald tröstet sich nach Slalom-Aus: „Wer angreift, fliegt auch mal raus“

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Martina Willibald ist bei der Junioren-WM im Slalom ausgeschieden. Doch aufgrund ihrer guten Riesenslalom-Vorstellung bekommt sie drei weitere WM-Einsätze: Im Team-Event sowie im Super G und in der Kombination.

Val di Fassa/Jachenau – Mit der relativ hohen Startnummer 35 war Martina Willibald gestern bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Val di Fassa in den Slalom gestartet. Doch damit haderte die 19-jährige Jachenauerin keineswegs. „Das hat schon gepasst. Die Nummer wird nach FIS-Punkten vergeben, und da muss man schon beinahe im Weltcup-Kader sein, um eine Nummer unter den Top-15 zu bekommen.“ Weniger erbaut war sie dann von der eigenen Performance zwischen den Stangen. Dabei war Willibald mit einem guten Speed unterwegs. Bei der ersten Zwischenzeit war sie bereits auf Position 18 nach vorne gefahren. So sehr hatte sie sich gewünscht, bei ihrer zweiten JWM-Teilnahme die Scharte von vor zwei Jahren auszuwetzen, als sie in Are im Slalom ausgeschieden war.

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Doch auch in Südtirol war der Technikerin das Glück nicht hold; vielmehr musste sie den Tücken im unteren Streckenabschnitt Tribut zollen. „Es war ein Kurs mit vielen Richtungsänderungen und einem kleinen Eck.“ Das wurde der zweiten von vier deutschen Starterinnen, von denen bis auf Martina Ostler (16., SC Garmisch) alle ausfielen, zum Verhängnis. Nach einer Vertikalen erwischte sie eine Welle schlecht und hatte zu wenig Richtung aufs nächste Tor.

„Drei Tore habe ich noch gekämpft, um im Kurs zu bleiben, aber irgendwann hat’s nicht mehr gereicht“, berichtet die Jachenauerin. „Aber mei, wer angreift, fliegt auch mal raus“, relativiert sie ihr Missgeschick.

Abhaken und nach vorne schauen ist auch ein probates Mittel, um nicht allzu sehr ins Grübeln zu kommen. Immerhin kann Willibald mit Platz 22 schon ein überaus passables Riesenslalom-Ergebnis bei dieser Junioren-WM vorweisen. „Die Tendenz stimmt auf jeden Fall“, ist sie sicher. Das sieht auch Andreas Ertl, Cheftrainer des deutschen Alpin-Nachwuchses, so und hat Martina Willibald für drei weitere Einsätze fest eingeplant: den Super G, den Team-Event und die Super-Kombination. „Unser Team gehört zwar nicht zu den Favoriten, aber eine gute Platzierung ist allemal drin“, glaubt Willibald. Ein klein wenig Hoffnung setzt sie auch in die Super-Kombi: „Da ist alles möglich. Ich bin jedenfalls super motiviert und werde jedenfalls mein Bestes geben.“

Programm Junioren-WM

Do., 21. Februar: Super-G,
Männer 11.00 Uhr

Fr., 22. Februar: Team Event 18.00 Uhr

Super-G, Frauen 11.00 Uhr

Sa., 23. Februar: Super-Kombination, Männer 10.00/14.00 Uhr

So., 24. Februar: Super-Kombination, Frauen 10.00/14.00 Uhr

Mo., 25. Februar: Riesenslalom, Männer 9.30/13.00 Uhr

Di., 26. Februar: Slalom, Männer 9.30/13.00 Uhr

Mi., 27. Februar: Abfahrt, Frauen 11.00 Uhr

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