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Frischgebackener Tabellenführer: Mateja Jeger & Co. wollen den Platz an der Sonne gegen Langstadt verteidigen.

Tischtennis

Schlagerspiel 2.0

Ausruhen, die Füße hoch nehmen und sich auf die faule Haut legen - das ist in diesen Tagen für die Tischtennis-Damen des TSV Schwabhausen nicht möglich. Vielmehr geht es für die Schützlinge von Trainer Alexander Yahmed derzeit Schlag auf Schlag.

Dank des überraschend deutlichen 6:2-Heimsieges gegen den bisherigen Bundesliga-Spitzenreiter SV Böblingen wurde am vergangenen Spieltag die Tabellenführung im Oberhaus übernommen. Liebend gerne würden Sabine Winter, Mateja Jeger, Alina Nikitchanka und Orsolya Feher noch für weitere Wochen auf dem Platz an der Sonne verweilen, doch bereits am heutigen Samstag wartet der nächste dicke Brocken auf das Team aus dem Landkreis Dachau. In der Heinrich-Loder-Sporthalle empfängt der Liga-Primus um 14 Uhr den Tabellenvierten TSV 1909 Langstadt.

Wie schon am vergangenen Sonntag wird die Begegnung aufgrund der Corona-Schutzverordnung erneut ohne Zuschauer stattfinden müssen. Doch auch diesmal haben die Fans die Möglichkeit, sämtliche Einzel an beiden Tischen via Livestream im Internet (www.tsv-schwabhausen.de/tischtennis) zu verfolgen.

„Langstadt zählt für mich zu den Favoriten auf den Meistertitel“, sagt Schwabhausens Coach Yahmed, er liefert auch gleich die Begründung für diese These. „Sowohl Spitzenspielerin Petrissa Solja als auch Tanja Krämer auf der dritten Position können jede ihrer Gegnerinnen schlagen.“

Auch die weiterhin unbesiegte Nummer eins des TSV Schwabhausen, Sabine Winter, stellt klar, dass „Langstadt eine super Mannschaft hat, die sicherlich die 3:5-Niederlage vom vergangenen Sonntag in Kolbermoor bei uns wieder gut machen will“.

Doch auch die Gastgeberinnen werden nach dem Böblingen-Triumph „hoch motiviert an die Tische gehen. Wir wollen schließlich am Samstag dort weiter machen, wo wir gegen Böblingen aufgehört haben“, so die 28-Jährige selbstbewusst.

Trotz der Tabellenführung ist für Winter der vierte Hinrunden-Gegner „klarer Favorit. Aber wir werden unsere Chancen suchen. Das haben wir bislang auch immer getan und ganz gut hinbekommen. Danach gilt es, eiskalt zugeschlagen.“

Die deutsche Nationalspielerin selbst möchte natürlich ihre aktuelle 6:0-Bilanz weiter ausbauen. „Ich bin bislang sehr zufrieden, dass ich nach meiner langen Pause wegen einer Schulteroperation so schnell wieder meine Form gefunden habe.“

Trotz der bisherigen Resultate sei „auf jeden Fall noch Luft nach oben“, betont Sabine Winter. „Daran arbeite ich täglich im Training, denn schließlich warten noch schwierige Gegnerinnen In der Bundesliga und im Pokal auf mich.“

Zum Beispiel heute mit Petrissa Solja und der Ägypterin Dina Meshref.

Das bisherige Abschneiden der TSV-Mannschaft ist ganz eng mit den Auftritten von Sabine Winter verbunden. „Sabine spielt immer besser. Ihre Entwicklung gefällt mir gut“, freut sich Alexander Yahmed. „Wenn sie einmal auf Touren kommt, wird es für jede Kontrahentin schwierig.“

Doch die Topspielerin aus dem Landkreis Dachau alleine wird es am Samstag nicht richten können. „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir gegen Dinah Meshref und Franziska Schreiner insgesamt vier Punkte holen“, gibt Schwabhausens Übungsleiter Einblick in seine Rechenspiele. „Wir sind eindeutig Außenseiter. Bis auf die Partie gegen Weil haben wir uns immer in dieser Rolle befunden und dafür schon beachtliche sechs Zähler für die Teilnahme an der Play-off-Runde geholt.“ mast

Bundesligatabelle Stand: 11.12.2020

1. TSV Schwabhausen 4 19:13 6:2

2. SV Böblingen 4 17:15 6:2

3. SV DJK Kolbermoor 4 17:15 5:3

4. TSV 1909 Langstadt 3 13:11 3:3

5. TTC Berlin eastside 3 11:13 2:4

6. ESV Weil 4 14:18 2:6

7. TTG Bingen/Münster-S. 2 5:11 0:4

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