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TSV-Trainer Alexander Yahmed und die im Sommer scheidende Laura Tiefenbrunner.

Tischtennis

Laura geht, Sabine, Alina und Mateja bleiben

„Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und sehr lange überlegt“, verriet Laura Tiefenbrunner. Die Nummer fünf des Tischtennis-Bundesligisten TSV Schwabhausen entschied sich am Ende aber dann doch dafür, den Verein aus dem Landkreis Dachau nach zwei Jahren zu verlassen und ab dem 1. Juli 2020 wieder für ihren Heimatverein SV DJK Kolbermoor aufzuschlagen.

„Es ist schade, dass Laura geht“, sagte TSV-Cheftrainer Alexander Yahmed und fügte hinzu: „Bezüglich des Wechsels bin ich leider vor vollendete Tatsachen gestellt worden.“

Schwabhausens Coach hatte mehrere Gespräche mit Vater Elmar Tiefenbrunner über die Zukunft seiner Tochter geführt. Verhandlungen mit der Spitze aus Kolbermoor unternahm die 18-Jährige dagegen selbstständig. „Ich mache Laura keinen Vorwurf“, stellte Yahmed klar. „Das hat sie vermutlich unbedacht getan.“ Laura Tiefenbrunner will in den nächsten Monaten ihr Abitur machen und möchte dann „in der Nähe studieren. Was genau, weiß ich allerdings noch nicht. Aber ich bleibe auf jeden Fall daheim wohnen.“

Für ihren Ausbildungsverein wird die Schülerin in der kommenden Saison sechs Einsätze in der 1. Bundesliga und acht bis zehn Begegnungen im Bundesliga-Unterhaus absolvieren. Der Aufstieg von Kolbermoors Reserve in die 2. Bundesliga ist nämlich nur noch Formsache. Bis dahin möchte sich die ehemalige Jugend-Nationalspielerin mit guten Leistungen von den treuen Fans in der Heinrich-Loder-Sporthalle verabschieden.

Aufgrund des Coronavirus-Pandemie ist aktuell allerdings noch nicht klar, wann und wie viele Spiele der Tabellenfünfte noch auszutragen hat (wir berichteten). Laut Spielplan sind es noch deren vier Partien.

Auf der anderen Seite hat Sabine Winter ihre mündliche Zusage gegeben, auch in der Saison 2020/2021 für den TSV Schwabhausen aufzuschlagen. „Ich habe mich hier schon immer sehr wohl gefühlt. Nachdem wir mit der Mannschaft den Klassenerhalt erreicht hatten, war für mich klar, dass ich in Schwabhausen bleiben werde.“

Im Juni, so hofft Sabine Winter, wird sie in Fürstenfeldbruck ihr Abitur in der Tasche haben und dann wieder in ihre Wahlheimat Düsseldorf zurückkehren, um dort mit den Bundeskadermitgliedern tagtäglich zu trainieren. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass Sabine bleibt“, strahlt Alexander Yahmed.

Wie Winter haben auch Alina Nikitchanka und Crystal Wang ihren Kontrakt verlängert. Die US-Amerikanerin Wang wird in ihrem Heimatland ein Studium beginnen und soll, ähnlich wie in der laufenden Saison, „einige Spiele für uns bestreiten“, so Yahmed. Die 18-Jährige kam in der aktuellen Runde fünfmal zum Zug.

Der Vertrag mit Mateja Jeger läuft noch bis zum Ende der kommenden Spielzeit. Alexander Yahmed hat, nachdem er vom Tiefenbrunner-Wechsel erfahren hat, schnell reagiert: „Ich bin sofort aktiv geworden.“ Gespräche mit potenziellen Neuzugängen laufen, „noch ist aber nichts entschieden.“ Marco Steinbrenner

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