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Sledgehammer am Stadtwald: Die besten deutschen ParaCracks bestreiten am Stadtwald einen Spieltag.

Para-Eishockey

Dachau-Trio im Favoritenteam

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Am ersten Februar-Wochenende treffen sich in Dachau die besten Sledge-Hockeyspieler des Landes; vier Teams spielen um Punkte in der Deutschen Para-Eishockey Liga. Drei Dachauer Aktive gehen mit ihrem Team als Favorit in den dritten Spieltag der DPEL.

Die Menschen, die sich mit Eishockey auskennen, haben den Namen Andreas Pokorny wahrscheinlich schon einmal gehört. Der heute 51-Jährige war jahrelang Profi in der Bundesliga und der Deutschen Eishockey Liga. Dreimal wurde er mit den Kölner Haien deutscher Meister, dreimal nahm er an Weltmeisterschaften teil.

Seit mittlerweile fast zehn Jahren ist Pokorny Cheftrainer der Deutschen Para-Eishockey-Nationalmannschaft. Am kommenden Wochenende wird er daher genau verfolgen, was in Dachau passiert.

Dass ein ehemaliger Eishockeyprofi die besten Sledge-Hockey-Spieler des Landes trainiert, ist kein Zufall, denn: Die Parallelen zwischen beiden Sportarten sind groß. Sogar die Regeln sind nahezu identisch – bis auf eine große Ausnahme. Beim Sledge-Hockey gibt es das Teeing. „Wenn ein Spieler einen anderen Spieler mit dem vorderen Teil des Schlittens rammt, kann es gefährlich werden“, sagt Anthony Vilano vom gastgebenden ESV Dachau.

Schlitten? Beim Para-Eishockey sitzen die Spieler auf Schlitten mit Kufe. Sie stehen nicht auf Schlittschuhen. Das liegt daran, dass ein Großteil der Spieler ein körperliches Handicap hat.

Frank Rennhack etwa, mit elf Treffern der beste Torschütze der laufenden DPEL-Saison, hat eine inkomplette Querschnittslähmung. Das hält ihn nicht davon ab, mit dem Puck und zwei Schlägern auf dem Eis zu zaubern.

Eine schlechte Nachricht für alle, die das Turnier in Dachau besuchen wollen: Nationalspieler Rennhack werden sie nicht zu sehen bekommen, denn sein Team, die Weserstars Bremen, ist in Dachau spielfrei.

Mit dabei sind dafür drei Spieler aus Dachau, die mit ihrem Team als Favorit in das dritte Turnierwochenende der DPEL gehen: Hugo Rädler, Veit Mühlhans und Dustin Rivard laufen gemeinsam mit Spielern aus Dresden auf. Und diese SG Dresden/Dachau ist in der laufenden Saison das Maß aller Dinge. Sie gewannen jedes ihrer vier Spiele und erzielten mehr Tore (44) als die vier Konkurrenten in der höchsten deutschen Liga zusammen. Der Tabellenzweite Weserstars Bremen kommt auf die Hälfte der Punkte.

Rädler, Mühlhans und Riverd werden am kommenden Samstag gegen den TuS Wiehl und am Sonntag, 2. Februar, gegen die SG Berlin/Freiburg auflaufen. Das vierte Team kommt aus Hannover und heißt Ice Lions. Vilano hofft auf „ein schönes Turnier, gute Spiele und besseres Wetter als im vergangenen Jahr am Sonntag.“ Da schneite es am Sonntag so stark, dass das Turnier abgebrochen werden musste. Die Spieler damals waren mit ihren Schlitten im Schnee auf der Eisfläche stecken geblieben. „Am Sonntag ab 12 Uhr darf es dann gerne schneien“, sagt Vilano. Er hofft auf ein ähnliches Interesse wie im vergangenen Jahr, als der ESV „mehrere 100 Zuschauer“ auf der Anlage begrüßt hatte. Der Eintritt ist erneut frei.

Spielplan

Para-Eishockey-Liga, Dachau
Samstag

Ice Lions Hannover - SG Berlin/Freiburg (14 Uhr), TuS Wiehl - SG Dresden/Dachau (16 Uhr).

Sonntag

SG Berlin/Freiburg - SG Dresden/Dachau (8.30 Uhr), TuS Wiehl - Ice Lions Hannover (10.30 Uhr).

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