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Starker Auftritt: Paul Gehringer & Co. besiegten im Hexenkesel Schererhalle den TSV Friedberg.

Volleyball

Vom Publikum zum Sieg gepeitscht

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Der Neustart nach der Winterpause ist den Drittliga-Volleyballern des ASV Dachau gelungen: Mit einer vollen Georg-Scherer-Halle im Rücken und mächtig viel Stimmung von der Tribüne setzten sie sich gegen den Tabellenzweiten TSV Friedberg mit 3:2 (24:26, 25:18, 25:21, 21:25, 15:13) durch.

„Man sieht, dass die Mannschaft immer besser zusammenwächst“, strahlte ASV-Coach Karl Kaden nach der intensiven Partie. Außenangreifer Fabian Bergmoser macht das Publikum für den Sieg mitverantwortlich: „Das macht Megaspaß vor so einer Tribüne. Und es hat enorm geholfen, denn die Zuschauer haben genau gespürt, wann wir sie brauchen und dann nochmal mehr Gas gegeben.“

Das war zum Beispiel nach dem ersten Satz der Fall, in dem Dachau lange geführt hatte, sich zum Satzende hin aber ein paar individuelle Fehler zu viel geleistet hat: „Das sind Kleinigkeiten“, ärgerte sich Kaden, „aber auf dem Niveau darfst du dir einfach keine Schlampereien erlauben.“ Nach dem ersten Seitenwechsel beherzigte seine Mannschaft das auch und zog im zweiten Durchgang gleich auf 7:0 davon. Mit gewaltigen Aufschlägen verursachte der ASV ordentlich Stress in der Friedberger Annahme, man war im Block konsequent zur Stelle, weil das Angriffsspiel der Gäste unter dem Dauerdruck ausrechenbarer wurde.

Nach dem Satzausgleich behielten Fabian Bergmoser und seine Kollegen den Aufschlagdruck bei, beweisen zusätzlich aber auch noch Geduld. Denn Friedberg kam wieder besser ins Spiel, doch gerade in den längeren Ballwechseln behielten die Hausherren die Oberhand. Sehr zur Freude der Zuschauer, die den ASV ausgelassen feierten.

Der Verein hatte damit schon vor dem Matchball gegen Friedberg gewonnen, eine Wette nämlich, die die Jugendabteilung Spieltagssponsor OBI angeboten hatte: Wird die Halle voll, spendiert OBI 500 Euro für die Jugendkasse. Selbst wenn noch ein paar Plätze frei waren – die Kulisse war so überzeugend, dass Franz Romig von OBI den Scheck noch vor dem Spielende übergab.

Doch trotz 2:1-Satzführung sah es in Sachen Sieg im Bayernderby dann aber vorübergehend gar nicht mehr so gut aus, denn die ASV-Männer nahmen sich eine kleine Auszeit. Bei einer Acht-Punkte-Führung im vierten Durchgang für die Gäste gönnte Kaden einem Teil seines Stammpersonals dann eine echte Auszeit, er schickte Dominik Langbein, Theodor Fischbeck und Lenny Graven als Libero ins Rennen. Und die hielten den ASV gut im Spiel. Als Luca Russelmann und Paul Gehringer kurz erholt zurück kamen, schmolz der Friedberger Vorsprung sogar noch auf zwei Punkte zusammen.

Zum Satzgewinn reichte es nicht mehr, doch den Showdown im fünften Satz ging der ASV wieder voll konzentriert an, er hatte bei 14:12 die ersten Matchbälle. Da stand die Tribüne schon Kopf, doch ein Zauberball von Marko Riedlbeck verfehlte das Friedberger Feld knapp. Fabian Bergmoser durfte seine insgesamt starke Leistung mit dem Schlusspunkt krönen und den Startschuss zum finalen Jubel geben.

An der Tabellensituation haben die zwei Punkte noch nicht viel geändert, der ASV bleibt Siebter. Und auch diesen Platz gilt es erst einmal nach unten abzusichern, wenn es am morgigen Samstag zum Auswärtsspiel nach Eibelstadt geht. Gegen die Unterfranken war in der Hinrunde nach vier Auftaktniederlagen der Knoten geplatzt und der erste Sieg gelungen - doch Eibelstadt gehört als Dritter auch nicht zur Laufkundschaft der Liga.

Ergebnisse & Tabelle

Dritte Liga Ost Männer

VC Zschopau - TSV Eibelstadt 1:3

MTV München - TSV Niederviehbach 2:3

ASV Dachau - TSV Friedberg 3:2

Dent. Gust VC Dresden - TSV Mühldorf 1:3

VSV Jena - TSV Zirndorf 3:2

1. TSV Mühldorf 12 33: 12 30

2. TSV Friedberg 13 30: 21 27

3. TSV Eibelstadt 12 30: 21 24

4. TSV Deggendorf 12 28: 21 22

5. Dent. Gust VC Dresden 12 25: 20 20

6. TSV Zirndorf 12 25: 23 19

7. ASV Dachau 12 22: 26 15

8. VSV Jena 12 23: 27 14

9. MTV München 12 18: 31 11

10. VC Zschopau 13 17: 33 10

11. TSV Niederviehbach 12 16: 32 9

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