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Wandersmann Quirin Reichel erzielte einen der sieben Treffer für den Spitzenreiter aus Germering gegen die Woodpeckers im Dachauer Kunsteisstadion.

Eishockey

Wanderers überrollen die Woodpeckers

Die Dachau Woodpeckers wähnten sich im falschen Film. Sie hatten sich gegen den Tabellenführer Wanderers Germering etwas ausgerechnet, wurden aber vom Gegner in den ersten zehn Minuten überrollt. Am Ende wurde es eine 0:7-Niederlage, durch die das Team vom Stadtwald auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht ist. Am Samstag wollen die Woodies bei den Riverrats Geretsried zurück in die Erfolgsspur finden (18.30 Uhr).

Die Spechte aus Dachau gingen mit hohen Erwartungen in das Rückspiel gegen den Spitzenreiter aus Germering. Zwei Wochen nach der 3:4-Niederlage bei den Wanderers wollten sie im eigenen Stadion den sechsten Saisonsieg einfahren und eine Serie von drei Niederlagen in Folge beenden. Als Dominik Retzer nach wenigen Sekunden alleine auf das Germeringer Tor zulief, hatte Trainer Jürgen Fleißner ein gutes Gefühl – auch wenn sein Stürmer die Scheibe nicht über die Linie brachte. „Ich dachte mir: Das geht gut los“, sagte Fleißner. Germering schlug aber zurück, im Stile einer Mannschaft, die in der Tabelle weit oben steht.

Mit einem Doppelschlag in der zweiten Minute nahmen die Wanderers den Dachauern den Elan: Louis Valentin Kolb brachte die Gäste mit deren ersten Schuss in Führung, 44 Sekunden später legte Daniel Simm den zweiten Treffer nach. „Die Jungs waren nach der knappen Niederlage im Hinspiel wohl etwas zu optimistisch“, sagte Trainer Fleißner. Und Germering bestrafte dies. Die Gäste spielten nutzten in den ersten Minuten der Partie beinahe jede ihrer Chancen. Timm Trappmann (7.), Quirin Reichel (10.) und Simon Klopstock (11.). legten drei weitere Tore nach.

Dachaus Trainer Fleißner reagierte auf das 0:5 und nahm nach gespielten 10 Minuten und 19 Sekunden seine Auszeit. In den 30 Sekunden, die dem Trainer einer Mannschaft einmal pro Partie zur Verfügung stehen, versuchte er, seine Mannschaft aufzurichten. „Ich musste etwas tun. Die Auszeit hat ein bisschen geholfen, danach waren wir besser im Spiel“, resümierte Fleißner. Dennoch kassierten die Dachauer durch Benedikt Pfeil (16.) im ersten Drittel einen weiteren Gegentreffer. „In der Pause bin ich das erste Mal in dieser Saison laut geworden“, berichtet Fleißner.

Ab dem zweiten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. „Wir wollten uns nicht abschießen lassen, Germering hat mit der hohen Führung im Rücken der letzte Biss gefehlt“, so Fleißner. Beide Teams hatten Chancen, da Severin Dürr im Dachauer Tor und sein Gegenüber Daniel Klein gut hielten, fiel aber nur noch ein Treffer. Den erzielten die Wanderers: In der 54. Minute markierte Thomas Köppl den 0:7-Endstand aus Sicht der Woodpeckers.

Mit dem Ergebnis waren Dachauer natürlich alles andere als zufrieden. „Wir hatten uns etwas ausgerechnet, umso enttäuschender ist die hohe Niederlage“, sagte Fleißner. „Wir haben 50 Minuten ordentlich Eishockey gespielt, da wir die ersten zehn Minuten komplett verschlafen haben, war da die Partie allerdings schon früh entschieden. Nach vier Niederlagen in Folge sind die Dachauer in der Tabelle auf den Rang abgerutscht, auf dem sie die vergangene Saison beendet hatten: Den achten und vorletzten Platz. Der Unterschied zur Spielzeit 2017/2018 ist, dass für die Woodies (13 Punkte) bei vier ausstehenden Spielen der Sprung auf den sechsten Platz realistisch ist. Auf dem steht aktuell die EA Schongau, punktgleich mit dem ESV Holzkirchen (jeweils 16 Punkte).

Am morgigen Samstag steht für die Woodpeckers aber erst einmal das Auswärtsspiel bei den Riverrats Geretsried auf dem Plan (18.30 Uhr). Es ist das erste Saisonduell beider Teams, das Rückspiel folgt am 16. Februar in Dachau. Die Geretsrieder stehen auf Rang drei, haben in diesem Kalenderjahr wie die Dachauer aber noch nicht gewonnen und stehen ebenfalls bei vier Niederlagen in Serie. „Die sind eine Wundertüte“, sagt Woodies-Trainer Fleißner über den Tabellendritten und ergänzt: „Wenn sie gut aufgestellt sind, gehören sie zu den besten Teams der Liga, wenn sie schlecht aufgestellt sind, sind sie schlagbar.“ Moritz Stalter

Stenogramm

ESV Dachau - Wanderers Germering 0:7 (0:6/0:0/0:1)

ESV Dachau:Severin Dürr – Sebastian Dropmann, Frank Stiebert, Michael Schmidbauer, Maximilian Schön - Harald Gräf, Elias Maier, Ferdinand Fleißner, Dominik Retzer, Maximilian Erber, Alex Christian, Florian Winhart, Rick Gebhardt, Johannes Karl, Lorenz Mohr.

Strafen: ESV Dachau 14 Minuten - Wanderers Germering 16 Minuten.

Tore: 0:1(2.) Kolb, 0:2 (2.) Simm, 0:3 (7.) Trappmann, 0:4 (10.) Reichel, 0:5 (11.) Klopstock, 0:6 (16.) Pfeil, 0:7 (54.) Köppl.

Tabelle

Senioren Bezirksliga Gr.3

SG Bayersoien/Peiting - Schongau n.P. 2:3

Schongau - Geretsried 5:3

Holzkirchen - Mittenwald 2:5

Dachau - Germering 0:7

1. Wand. Germering 13 61: 34 31

2. EV Mittenwald 13 84: 50 27

3. ESC Geretsried 14 49: 39 25

4. Schliersee/Miesbach 14 61: 50 24

5. Bayersoien/Peiting 13 52: 42 19

6. EA Schongau 12 52: 51 16

7. ESC Holzkirchen 12 47: 47 16

8. ESV Dachau 13 49: 65 13

9. Fürstenfeldbruck 14 23: 100 3

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