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Schwere Aufgabe: Die ASV-Frauen (im Bild Sarah Gramenz und Sarah Feistl) treffen zum Saisonstart daheim auf den Erstliga-Absteiger TV Nellingen.

Handball

Paukenschlag zum Saisonstart: Aufsteiger gegen Absteiger

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Es geht los. Mit dem Heimspiel gegen den TV Nellingen startet der Aufsteiger ASV Dachau am  Sonntag in die 3. Liga Süd. Die Partie gegen den Erstliga-Absteiger aus Nellingen beginnt um 16.30 Uhr in der Georg-Scherer-Halle.

Der ASV Dachau hat ein klares Ziel vor Augen. „Wir haben vor, das Unmögliche möglich zu machen“, so formulieren es die Trainer des Liga-Neulings vom Stadtwald, Thomas Lukauer, Stefan Weidinger und Sascha Holzer. „Unser Ziel ist es, am Ende der Saison das Ticket für ein weiteres Jahr in der dritten Liga zu lösen.“

Die ASV-Handballerinnen werden es in der kommenden Saison 2019/2020 mit vielen Teams aus dem Großraum Stuttgart zu tun bekommen. Bayerische Derbys wird es in Dachau aber auch geben, man trifft u.a. auf den ESV 1927 Regensburg, der als „absoluter Favorit“ (O-Ton Lukauer) in die Meisterschaft startet. Ein weiterer gegner des Stadtwaldteams ist der TSV Haunstetten, der seit Jahren in der dritten Liga etabliert ist.

Die kürzeste Distanz zu einem Auswärtsspiel werden die Dachauer Damen am 12. Oktober in Angriff nehmen, denn dann steht das Auswärtsspiel beim Lokalrivalen HCD im nicht einmal zehn Kilometer entfernten Gröbenzell auf dem Programm.

„Als Aufsteiger aus der Bayernliga starten wir grundsätzlich in jedes Spiel als Außenseiter“, so Lukauer. Die letzten bayerischen Meister sind umgehend wieder abgestiegen.

Der ASV-Teamkader blieb im Vergleich zur Aufstiegssaison fast identisch. Einziger externer Zugang ist Verena Kölzer. Die 20-jährige kommt vom TSV Ismaning und spielt im Rückraum. „Im Vergleich zu den anderen Teams können wir uns keine Spielerinnen leisten, die in der vergangenen Saison noch in der ersten Liga oder zweiten Liga gespielt haben“, ergänzt die sportliche Leitung. Mit dieser Qualität wird es der ASV aber in jedem Spiel zu tun haben. Denn so gut wie alle Teams haben aktuelle oder ehemalige Jugendnationalspielerinnen in ihren Reihen.

Dies gilt auch für den TV Nellingen, der am Sonntag als erstes Team in Dachau zu Gast sein wird. Die Schwaben Hornets waren letzte Saison noch in der ersten Liga aktiv, sie zogen sich aber zurück und wagen nun in der 3. Liga einen Neustart. Sehr vielen Abgängen stehen Zugänge u.a. aus der zweiten Liga wie z.B. Stephanie Lukau im Tor oder Chiara Baur (Tochter von Markus Baur) auf Rückraum Mitte gegenüber.

Nicht nur sehr jung und sehr schnell ist das TV-Team von Vroni Goldhammer, es ist auch sehr erfahren. Alle Spielerinnen haben trotz ihres jungen Alters schon jede Mange Erfahrungen im Leistungshandball gesammelt, sie können in Drucksituationen bestehen. Lukauer: „Wir dürfen sowohl deutsche Meisterinnen begrüßen als auch die aktuelle U 17-Jugendnationalspielerinn Leonie Dreizler am Kreis.“

Für den ASV Dachau wird es daher extrem wichtig sein, über 60 Minuten hinweg keine Schwächephasen zu zeigen und eigene Fehler zu minimieren. Denn Stockfehler werden in der 3. Liga „ganz sicher konsequent bestraft“ (O-Ton Lukauer).

Das haben die Stadtwalddamen erst jüngst im DHB-Pokalspiel beim Drittligisten SC Marpingen/Alsweiler zu spüren bekommen. Vier schwache Dachauer Minuten vor der Halbzeit haben dem Gastgeber gereicht, um sich einen leichten Vorsprung zu erspielen. „Diesen aufzuholen kostete wahnsinnig viel Kraft“, verrät Lukauer. „Die Power für die letzten zehn Minuten hat dann am Ende gefehlt.“

In der Staffel Süd spielt mit dem TV Nellingen ein prominenter Absteiger aus der 1. Bundesliga Frauen, hinzu kommen gleich drei Aufsteiger: Der ASV Dachau als Bayerischer Meister 2018/19 sowie TSV Wolfschlugen und SG Schozach-Bottwartal aus der Oberliga Baden-Württemberg.

Eröffnet wird die neue Spielzeit am Samstag mit der Partie Regensburg gegen Möglingen. Die Regensburgerinnen sind amtierender Vizemeister und Liga-Favorit. Zudem haben sie mit Spielmacherin Amelie Bayerl vom Ligakonkurrenten Gröbenzell einen starken Neuzugang verpflichten können.

Gröbenzell landete in der vergangenen Saison auf dem dritten Tabellenplatz und wird am Samstagabend auf den vergangenen Tabellennachbarn aus Allensbach treffen. Für die Allensbacherinnen galt es in der Vorbereitung, sieben Neuzugänge zu integrieren.

Aufsteiger TSV Wolfschlugen, der mit acht Neuzugängen den Klassenerhalt im Visier hat, bestreitet das erste Saisonspiel am morgigen Sonntag daheim gegen den TSV Haunstetten. In einer ähnlichen Position befindet sich die SG Kappelwindeck/Steinbach, die viele Abgänge mit jungen Spielerinnen kompensieren und den Klassenerhalt anstrebt. Auftaktgegner ist die zweite Mannschaft der TuS Metzingen.

Ein wenig gedulden müssen sich noch die TG 88 Pforzheim und Aufsteiger SG Schozach-Bottwartal, deren Spiel auf den 28. September verlegt worden ist. Pforzheim sicherte sich durch einen Sieg gegen Netphen in der Relegation den Erhalt in der 3. Liga. Schozach-Bottwartal wiederum kommt als Vizemeister aus der Oberliga Baden-Württemberg. Mit acht durchaus erfahrenen Neuzugängen ist das ganz klare Ziel der Mannschaft, sich in der Liga zu etablieren.

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