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Und trotzdem rollt der Ball wieder ab 27. Dezember beim 17. VR-Cup. fotos: hab
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Er hätte es gewollt, dass das Turnier stattfindet. Der verstorbene Turnierleiter Herbert Reischl.

Hallenfussball – 17. VR-Cup

Unter traurigen Vorzeichen

Dachau - Hallenfußball in Dachau ohne Herbert Reischl? Kaum vorstellbar. Trotzdem findet der VR-Cup ab dem 27. Dezember beim ASV statt.

Unter traurigen Vorzeichen beginnt der 17. VR-Cup des ASV Dachau nach den Weihnachtsfeiertagen am Dienstag, 27. Dezember, nachdem der Vater dieses Traditions-Hallenfußball-Turniers, Herbert Reischl am 1. Dezember im Alter von nur 45 Jahren plötzlich verstorben ist (wir haben berichtet). Doch schnell war für die Verantwortlichen klar, dass dieses Turnier auf keinen Fall abgesagt werden durfte. Denn dies wäre „nicht im Sinne von Herbert gewesen“, wie die ASV-Trainer Frank Peuker und Bernhard Ahammer sagen. Daher wurden die Aufgaben intern verteilt. „Wir wollen, dass so schnell wie möglich wieder Normalität einkehrt, aber wir stehen weiterhin unter Schock und können es noch gar nicht richtig begreifen“, meint ein sichtlich bewegter Frank Peuker. Bernhard Ahammer, der für die Einladungen der Teams verantwortlich war, sagte, dass das 32er Teilnehmerfeld schnell voll gewesen sei, was für die Qualität des VR-Cups spreche. „Der Herbert hatte alles im Vorfeld vorbereitet, und deshalb war eine Absage nie ein Thema. Und ob wir den VR-Cup in ein Hebert-Reischl-Gedächtnisturnier umwandeln, ist noch nicht besprochen worden – wir hatten andere Prioritäten abzuarbeiten“, sagt Bernhard Ahammer.

Zugpferde sind sicherlich der Bayernligist TSV 1865 Dachau und die vier Landesligisten TSV Eintracht Karlsfeld, TSV Eching, SC Olching und Gastgeber ASV Dachau. Gespannt dürfen die Fans sein, wie die Karlsfelder Eintracht als Aufsteiger in die Landesliga und viermaliger Sieger des Cups seit 2012 sich präsentieren wird. Abzuwarten bleibt, ob die höherklassigen Teams wie der TSV 1865 Dachau in Bestbesetzung antreten wird oder die „zweite Garde“ antreten lässt.

Die Farbtupfer sind sicherlich die Mannschaften aus den unteren Ligen, die immer für Überraschungen gut sind. So schafften es im zurückliegenden Turnier der SC Vierkirchen, der SV Ampermoching, die SpVgg Röhrmoos und Türk Dachau in die Finalrunde. Weiter reizvoll: das Auftreten des TSV Markt Indersdorf, der in seinen Reihen den ehemaligen Bayerliga-Torjäger Oliver Wargalla hat. Wargalla ist bei seinem Heimatverein in der Kreisklasse mit 22 Volltreffern zum Torschützen Nummer eins avanciert und strebt mit seinem Team nach Höherem.

So können sich die Fans viele Fragen stellen. Tritt der SC Olching mit Dachaus Sturmlegende Marco Bläser an? Oder wie tritt die AEG Dachau als Tabellenführer der A-Klasse auf? Und wie schlägt sich der Zweite der A- Klasse, der SV Türk Dachau, mit seinen technisch beschlagenen Spielern? Oder wie agiert die in der B-Klasse dahindümpelnde SpVgg Hebertshausen, die sich zur Winterpause von Trainer Andre Hoffmann getrennt hat? Und wer betreut den B-Klassisten im Turnier? Kann der Kreisklassist SV Weichs besser auftreten als auf dem grünen Rasen? Und kann der aufgerüstete Kreisligist SV Niederroth öfters punkten als in der Liga? Viel Spannung ist also garantiert, denn neben dem sportlichen Geschehen auf dem Hallenparkett wird drumherum die Gerüchtebörse auf Hochtouren laufen.

Der diesjährige VR-Cup bietet an den vier Vorrundenspieltagen von Dienstag bis Freitag, 27. bis 30. Dezember täglich Hallenfußball der Extraklasse. Für einen perfekten Start ins neue Jahr mit Emotionen pur, heiß umkämpften Spektakeln und Toren satt warten dann die Finaltage am Freitag und Samstag, 6. und 7. Januar. In den Vorrunden spielt jeder gegen jeden, um dann in Überkreuzspielen (1-4/2-3) die Teams für die Finalrunden zu ermitteln.

Robert Ohl

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