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Außenseiter verpasst eine Überraschung

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Zwei Einzelsiege von Andrea Bakula reichten dem TSV Schwabhausen nicht, um im Heimspiel gegen TTV Hövelhof zumindest einen Punkt einzufahren. Der Gast gewann die Partie im Landkreis Dachau mit 6:4. © Marco Steinbrenner

Schwabhausen - Wir befinden uns in der Außenseiterrolle“, hatte Alexander Yahmed vor dem ersten Saisonspiel gegen den Aufsteiger TTV Hövelhof deutlich gemacht. Der Trainer des Tischtennis-Damen-Bundesligisten TSV Schwabhausen behielt mit seiner Vermutung recht. Die Enttäuschung nach der 4:6-Heimniederlage in der Heinrich-Loder-Sporthalle hielt sich dennoch in Grenzen.

„Wir hatten so gute Chancen auf ein Unentschieden. Meine Mannschaft hat eine Riesenleistung gezeigt. Die Stimmung der Fans passte ebenfalls. Nur das Ergebnis leider nicht.“

Dass es knapp werden würde, zeichnete sich bereits zu Beginn der Partie ab. Ting Yang verlor ihr erstes Einzel trotz einer 11:9, 11:9 und 8:6-Führung gegen Aimei Wang noch mit 11:13, 2:11 sowie 7:11. Im Duell zweier Abwehrspielerinnen sei die Nummer eins aus dem Landkreis Dachau, so ihr Coach, „in den entscheidenden Phasen zu unruhig gewesen. Ting fühlt sich gegen defensive Spielsysteme nicht hundertprozentig wohl“. Auch eine Auszeit von Yahmed brachte nicht mehr die Wende.

Neuzugang Chantal Mantz wartet dagegen noch auf ihren ersten Einzelsieg im TSV-Trikot. Die ehemalige Jugend-Nationalspielerin blieb sowohl gegen Svetlana Ganina, ebenfalls Abwehrspielerin, als auch Aimei Wang ohne Sieg und Satzgewinn. Trotz der beiden deutlichen 0:3-Niederlagen hielt sich die Enttäuschung von Alexander Yahmed in Grenzen. „Wir wussten vorher, dass Chantal gegen Verteidigungsspielerinnen nicht der Brüller ist. Sie hat aus den zwei Begegnungen gelernt.“

Der 18-Jährigen fehle es noch an der notwendigen Erfahrung und dem Spielverständnis. „Die Schläge und das Ballgefühl sind da. Nun muss sie nur noch hinbekommen, wann sie was spielen muss.“

Durch die Verpflichtung von Chantal Mantz (ehemals beim Liga-Konkurrenten SV DJK Kolbermoor aktiv gewesen) rückte Andrea Bakula in das untere Paarkreuz – und zeigte dort souveräne Vorstellungen. Sowohl gegen Yvonne Kaiser als auch gegen Linda van de Leur-Creemers gab die ehemalige kroatische Nationalspielerin lediglich einen Satz ab. „Andrea hat richtig gut gespielt, sie präsentierte sich in den wichtigen Momenten abgeklärter und cooler als ihre Gegnerinnen“, beobachtete Yahmed.

Bei Christina Feierabend, die ohne Sieg blieb, sei dagegen noch „Luft nach oben. Es war ein typisches erstes Saisonspiel von ihr.“ In der alles entscheidenden letzten Partie gegen Kaiser habe die Nummer aus Schwabhausen „den Kopf verloren und sich durch das laute Geschreie ihrer Kontrahentin aus der Ruhe bringen lassen“.

Marco Steinbrenner

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