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Früh ausgeschieden im Einzel ist Peter Gojowczyk bei seinem Heimturnier in München. 

Tennis

Gojos frühes Aus in der Qualifikation

  • Rolf Gercke
    vonRolf Gercke
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Das war ein kurzes Vergnügen. Der erst eine Woche zuvor knapp an der Qualifikation für das ATP-500-Großevent in Barcelona an einem jungen Dänen gescheiterte Dachauer Landkreisspieler Peter Gojowczyk (31) hat ausgerechnet bei seinem „Hausturnier“, den BMW-Open von München, schon früh die Segel streichen müssen.

Die Nummer 130 des aktuellen ATP-Rankings unterlag in Runde eins der Qualifikation des ATP-250-Turnieres dem fünf Jahre jüngeren US-Amerikaner Mackenzie McDonald (ATP 120) in einem gerade einmal einstündigen Match mit 1:6 und 2:6.

„Gojo“ fand gegen die mit wenigen Waffen ausgestattete, dafür aber sehr sicher agierende Nummer acht der Quali-Setzliste nie so richtig ins Spiel. Er kam im Verlauf der 67 Minuten zwar zu drei Breakchancen, konnte diese aber nicht nutzen. Besser machte es der US-Boy aus Florida, er durchbrach gleich viermal das Service seines Kontrahenten und kam so zu einem in dieser Höhe nicht erwarteten Erfolg.

Peter Gojowczyk nimmt in München – per wildcard - auch an der Doppel-Konkurrenz teil. In Runde eins trifft er an der Seite seines Landsmanns Dustin Brown auf die britisch-pakistanische Kombination Jonny O’Mara und Aisam-Ul-Qureshi.

Dustin Brown, wegen seiner auffälligen Dreadlocks auch Dreddy, genannt, gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten im Tennis-Zirkus. Seine spektakuläre Spielweise hat ihm Fans in der ganzen Welt beschert. Beim Challengerturnier in Ismaning im Oktober 2020 sorgte der mittlerweile 36-Jährige für Schlagzeilen, als ihm im Match gegen den Schweizer Marc-Andrea Hüsler ein sensationelles „Doppel“ gelang: Das Spiel war gerade einmal ein paar Sekunden alt, da griff Brown bereits zum ersten Mal ganz tief in die Zauberkiste. Eine Vorhand Hüslers aus kürzester Distanz beantwortete der Deutsche mit einem unglaublichen „No-look-hinter-dem-Rücken“-Reflex, der ihm tatsächlich den Punktgewinn bescherte. Dem Entertainer war sein Kunstwerk beinahe schon unheimlich, er entschuldigte sich umgehend bei Hüsler. Im dritten Satz war dann definitiv keine Entschuldigung mehr fällig. Denn den sensationellen – und noch dazu erfolgreichen – Mega-Hecht am Netz beim Stand von 3:4 und 30:30 macht Brown so schnell keiner nach. Zwei Szenen, die beinahe so viel Wert waren wie ein Weiterkommen, das ihm verwehrt blieb.  ge

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