Von ihrer Sonnenseite wollen sich Jesse Freund & Co. im Heimspiel gegen die VfL Baskets Treuchtlingen am kommenden Sonntag präsentieren. Foto: dan

Launische Diva mit Ansprüchen

Dachau - Viel Licht und mindestens genauso viel Schatten - das gibt den bisherigen Saisonverlauf in der Basketball-Regionalliga aus Sicht der Dachau Spurs wieder.

Vor dem letzten Vorrundenspiel stehen die 1865-Männer mit vier Siegen und acht Niederlagen auf dem vorletzten Platz in der Zur ungewohnten Spielzeit am Sonntag, 11. Dezember, um 16 Uhr, erwarten Marco Hillebrecht und Co. die VfL Baskets Treuchtlingen in der Jahnhalle. Die Spurs rangieren auf Platz 13, die Gäste aus Franken stehen mit dem gleichen Sieg-Quotienten auf dem elften Tabellenplatz und damit nur unwesentlich besser da als Dachau. Insofern kommt diesem Spiel für beide Teams keine geringe Bedeutung bei. Will man am Ende der Saison mit dem Abstieg nichts zu tun haben, muss man gegen die unmittelbaren Konkurrenten punkten, wenn schon gegen die Topteams der Liga nichts Zählbares geholt werden kann.

Für die Kontrahenten gilt gleichermaßen, dass sie sich mit dem einen oder anderen Erfolg in nächster Zeit schnell wieder von ganz unten absetzen können. Denn gleich sechs Team liegen ganz nah beisammen und maximal einen Sieg bzw. eine Niederlage auseinander. Lediglich Schlusslicht USC Leipzig II ist mit einem Quotienten von 2/10 etwas zurückgefallen.

Gegen die Leipziger gelang den Treuchtlingern am vergangenen Wochenende im Übrigen ein kleiner Befreiungsschlag. Nach fünf Niederlagen in Folge feierte das Team von Coach Stephan Harlander beim 78:61 wieder ein Sieg. Die Baskets verzichten auf einen ausländischen Spieler und setzen auf junge Talente aus dem Verein und der Region, von denen einige bereits auf dem Schritt zum nächsten Level sind.

Bestes Beispiel ist 1,98-Meter-Mann Stefan Schmoll. Der 21-Jährige führt sensationell die Scorerliste der Regionalliga an. Spiele wie gegen Rattelsdorf, als der agile Forward 42 Punkte und 19 Rebounds holte, lassen nicht nur die Regionalligascouts aufhorchen.

Die Spurs haben ein ganz ähnliches Konzept wie die Baskets. Mit Talenten aus dem eigenen Verein und aus der Region wird die Regionalliga-Mannschaft bestückt. In einem unterscheiden sich die 65er allerdings: Mit der Verpflichtung von einem oder sogar zwei US-Amerikanern ist es in den vergangenen Jahren stets geglückt, in der Regionalliga eine gute Rolle zu spielen. Heuer geht dieses Konzept bisher noch nicht wie gewünscht auf.

An US-Mann Kenny Jones liegt das allerdings nicht. Mit ihm haben die Verantwortlichen um Trainer und Coach Christian Kunz wieder einen hervorragenden Fang gemacht, er spielt eine starke Saison und ist in jeder Hinsicht ein Vorbild. Bestes Beispiel war jüngst das unglücklich bei München Basket verlorene Derby, in dem Kenny Jones die Zähne zusammenbiss und trotz einer Sprunggelenksverletzung nicht nur auflief, sondern mit 30 Punkten auch ein tolles Spiel ablieferte. (tor)

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