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Dichtes Gedränge am Start: Die Elitefahrer hatten Glück mit dem Wetter, sie wurden von den Regenschauern verschont. 

RADSPORT

Leon Echtermann siegt mit 33 Punkten

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Leon Echtermann vom Herrmann Radteam aus Baiersdorf hat erstmals das Dachauer Bergkriterium gewonnen. Der U 23-Elitefahrer setzte sich im Hauptrennen gegen bärenstarke Konkurrenz am Ende souverän durch. Für Echtermann wird es der letzte Sieg in Dachau als Mitglied des bayerischen Teams mit Sitz im mittelfränkischen Baiersdorf bleiben, denn das Hermann Radteam wird sich zum Ende der Saison auflösen.

Teamchef Stefan Herrmann zeigt sich enttäuscht: „Wir mussten einmal mehr erkennen, dass sich Sponsoren nur schwer für unseren Sport begeistern lassen. Ich wäre gerne wieder einen Schritt weiter gegangen, doch das geht nur mit frischem Geld. Eine Weiterentwicklung für unsere gesamte Mannschaft benötigt einfach einen zusätzlichen Sponsor, um den wir uns massiv bemüht haben. Leider ist uns das trotz vieler Gespräche nicht gelungen“.

Die Fahrer hatten es heuer nicht leicht, immer wieder gingen Regenschauer über der Dachauer Altstadt nieder, die das Kopfsteinpflaster und vor allem die weißen Fahrbahnmarkierungen zu einer glitschigen Angelegenheit machten.

Der launige Streckensprecher Berti Limmer, ein wandelndes Radsport-Lexikon, wurde nach dem Rennen von der Soli-Chefin Renate Märtl-Balk für 25 Jahre Moderation beim Bergkriterium ausgezeichnet, u.a. bekam er von der Vereinsleitung ein Handtuch für seine „schweißtreibende Arbeit in der Kommentatorenbox“ überreicht.

Danach wurde Märtl-Balk selbst auch noch geehrt, man sprach ihr die Anerkennung für die „rundum gelungene“ Arbeit als Nachfolgerin des „großen“ Wolfgang Moll aus, der viele Jahre lang für das Bergkriterium verantwortlich zeichnete und das Zepter jüngst an Renate Märtl-Balk weitergereicht hat.

Aus Dachauer Sicht war die 68. Ausgabe des Bergkriteriums ohnehin eine runde Sache. Gleich im ersten Rennen, das den Hobbyfahrern vorbehalten war, platzierten sich mit Marcus Wenning und Sandi Glogovsek zwei Mitglieder von forice ’89 Dachau in den Top 10. Der gastgebende Verein Solidarität Dachau brachte bei den Fette-Reifen-Rennen für die Jüngsten gleich neun Mädchen und Buben aufs Stockerl, um den Nachwuchs muss man sich beim Traditionsverein also keine Sorgen machen. Mehr als 50 Kinder sind derzeit bei der Soli aktiv, viele waren gestern allerdings nicht dabei, da das Bergkriterium immer zur Ferienzeit organisiert wird.

Durchweg positiv wurde von der neuen Soli-Chefin Renate Märtl-Balk und Landrat Stefan Löwl das 68. Dachauer Bergkriterium bewertet. Löwl: „Es freut mich sehr, dass die Tradition mit dem Bergkriterium aufrecht erhalten wird. Das ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit. Es ist einfach am 15. August der Sport-Höhepunkt in Dachau. Ich habe großen Respekt vor den Leistungen der Sportler. Wer den Berg zum Rathaus schon mal ohne elektronische Hilfe hochgefahren ist, der weiß, von was ich rede.“

Ähnlich sah es Renate Märtl-Balk: „Es ist für mich natürlich jetzt eine vollkommen neue Situation. Deshalb danke ich meinem Vorgänger Wolfgang Moll, dass er uns beim Ablauf so unterstützt – das ist einfach eine tolle Sache! Dass viele der Helfer schon Jahre dabei sind, macht sich einfach bezahlt. Man merkt, dass wir ein eingespieltes Team haben. Ein großer Dank geht natürlich an alle Helfer, die von 7 Uhr in der Früh bis 20 Uhr in den Abend hinein auf- und abbauen. Zudem gilt ein großer Dank an die Stadt Dachau sowie die Volksbank Dachau und Opel Faber, ohne die eine Durchführung des Bergkriteriums nicht möglich wäre. Gut ist, dass es eine breite Zustimmung für das Bergkriterium gibt“, freut sich die Märtl-Balk.

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