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Mitreißendes Spektakel

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Voll fokussiert entert der K 1-Debütant Toby Chris Huber, Dampfmaschine aus Dachau, den Ring. Fotos (5): hae
Voll fokussiert entert der K 1-Debütant Toby Chris Huber, Dampfmaschine aus Dachau, den Ring. Fotos (5): hae

Dachau - Der Boxsport lebt. In der ausverkauften ASV-Halle wurde Boxen vom Feinsten geboten. Tolle Kämpfe, schlagstarke Lokalmatadoren und zwei Interkontinentaltitel, die nach Dachau gingen.

Alexander Petkovic ist nach seinem Sieg gegen Raymond Ochieng (Bericht auf dieser Seite) neuer Interkontinental-Titelträger nach WBA im Schwergewicht, sein Stallkollege Shefat Isufi hat sich mit dem Sieg gegen den Türken Ata Dogan den interkontinentalen Titel nach WBCA-Version gesichert. Zu diesen Erfolgen gesellten sich die Siege der einheimischen Kämpfer James Kraft und Toby Chris Huber - für die 600 begeisternd mitgehenden Boxfans war es ein sehr unterhaltsamer und kurzweiliger Abend.

Neben den Erfolgen gab es allerdings auch eine Niederlage: Der Dachauer Martin Popp verlor nach einem beherzt geführten Kampf gegen den Bosnier Nerdin Fejzovic knapp mit 1:2-Richterstimmen.

Nach Popp stieg Attila Kora in den Ring. Korda, der mittlerweile Stammgast in Dachau ist, ließ in seinem Duell gegen Jovica Kokot keinen Zweifel aufkommen, wer Chef im Ring war. Der Knockout-Sieg war die logische Folge. Mit dem Altöttinger Florian Wildenhof stand ein Boxer im Ring, der sich in Petkos Gym in Dachau-Ost intensiv auf den Kampf vorbereitet hat. Mit viel Eifer, aber auch mit kühlem Kopf setzte er die Anweisungen seines Trainers um, er siegte gegen Ivan Sakic einstimmig nach Punkten

Nach dem überzeugenden Erfolg von Florian Wildenhof stieg der talentierte Nachwuchsboxer James Kraft in den Ring. Kraft brachte durch seinen emotionalen Kampfstil die Halle zum Kochen. Nach seinem Knockout-Sieg gegen den überforderten Bosnier Aleksandar Vuruna hallten Sprechchöre durch die Halle.

Als dann Shefat Isufi dem Türken Ata Dogan den interkontinentalen Titel nach WBCA abjagte, war die großartige Stimmung kaum zu toppen. Isufi hatte den Titelverteidiger aus der Türkei nach mehreren Schlagserien auf die Bretter geschickt. Danach sah sich das Dogan-Trainerteam gezwungen, das Handtuch zu werfen, was Ata Dogan allerdings überhaupt nicht verstand. Er wollte unbedingt weiter kämpfen, doch am Ende siegte die Vernunft der Trainer.

Dann kam es zu vielumjubelten Kampfdebüt vom Dachauer K 1-Akteur Toby Chris Huber. Bereits beim Betreten des Rings wurde deutlich, dass Huber diesen Fight unbedingt gewinnen wollte. Im Stile einer Dampfmaschine fegte er über den bemitleidenswerten Muhammed Mahmic hinweg. Nach genau einer Minute und einer Sekunde war das Debut für Huber mit einem Knockout-Sieg vorbei. Und wer gedacht hatte, dass das Publikum schon nach dem Kraft-Sieg sein Pulver verschossen hatte, sah sich getäuscht. Die Fans feierten ihren Helden mit Sprechchören und einer Lautstärke, die den Fan-Ovationen eines Fußball-Bundesligaspiels ebenbürtig waren. So war die Basis gelegt für einen spektakulären Hauptkampf zwischen Tiger Petkovic und Kink Kong Ochieng.

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