Am Dachstein: Frau stürzt in Österreich 300 Meter in die Tiefe - und überlebt

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Gehandicapt durch eine Schulterverletzung belegte Laura Tiefenbrunner (TSV Schwabhausen) nur den achten Platz. 

Tischtennis

Schulterverletzung bremst Tiefenbrunner

Als beim Top-12-Bundesranglistenturnier der Mädchen im niedersächsischen Lehrte die Siegerehrung durchgeführt wurde, musste sich Titelverteidigerin Laura Tiefenbrunner mit der Zuschauerrolle zufrieden geben. Das Tischtennis-Talent des TSV Schwabhausen fand sich in der Gesamtwertung nur auf dem achten Platz wieder.

Vier Siege sowie sieben Niederlagen führten zu diesem überraschend schlechten Resultat, das jedoch leicht zu begründen ist. Die 17-Jährige war vom C-Kader-Lehrgang aus Hannover mit einer schmerzhaften Schulterverletzung zur zweitwichtigsten nationalen Veranstaltung nach den deutschen Jugendmeisterschaften gereist.

„Ich hatte bereits vor drei Monaten an der gleichen Stelle eine schmerzhafte Entzündung“, verriet der Neuzugang aus Kolbermoor. „Diese ist leider wieder aufgebrochen. Trotzdem habe ich versucht, mein bestes zu geben, ich wollte auf gar keinen Fall vorzeitig das Turnier beenden.“

Mit sechs Niederlagen in Serie gegen Sophia Deichert (RV Viktoria Wombach/2:3), Jana Kirner (DJK Offenburg/1:3), Franzikas Schreiner (TV 1921 Hofstetten/2:3), Yuki Tsutsui (NSU Neckarsulm/0:3), Sophia Klee (SC Niestetal/0:3) und Wenna Tu (NSU Neckarsulm/1:3) fand sich die einzige Starterin aus dem Landkreis Dachau schnell am Ende des Feldes wieder.

Den ersten Tag beendete Tiefenbrunner mit ihrem ersten Sieg. Gegen Nachrückerin Anni Zhan (Anrather TK RW) setzte sich die Zweitligaspielerin mit 11:8 im fünften Satz durch. „Ich hätte die Auftaktpartie gegen Sophia Deichert nach einem 2:1-Satzvorsprung gewinnen müssen, denn schließlich war ich im vierten Durchgang beim Stand von 10:10 und 11:11 nur zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt“, haderte das TSV-Talent.

Die Bilanz des zweiten Tages kann sich durchaus sehen lassen, denn nur zu Beginn verlor die Nummer zwei des TSV Schwabhausen gegen die spätere Siegerin Anastasia Bondareva (VfR Fehlheim) mit 1:3. Durch die anschließenden Erfolge gegen Finja Hasters (Spvg. Oldendorf/3:1), Leonie Berger (Borussia Düsseldorf/3:0) und Natalia Mozler (TTC Bietigheim-Bissingen/3:1) ging es noch rauf auf die achte Position.

„Die Schmerztabletten am Schlusstag haben geholfen. Mit den Leistungen in meinen letzten vier Spielen bin ich zufrieden“, gab Laura Tiefenbrunner zu Protokoll.

Ihren geplanten Start bei den Swedish Open, die vom 20. bis 24. Februar in Örebro ausgetragen werden, musste die Schwabhausener Jugend-Nationalspielerin trotzdem noch in Lehrte absagen. „Ich möchte kein Risiko eingehen. Nicht, dass ich nachher länger ausfalle, denn die Saison ist noch sehr lang.“

Ein nächster Höhepunkt mit dem Start bei den Deutschen Meisterschaften in Wetzlar (1. bis 3. März) steht schließlich schon in naher Zukunft an. Marco Steinbrenner

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