Den ersehnten Befreiungsschlag wollen die Indersdorfer Handballer am morgigen Samstag im Auswärtsspiel beim heimstarken TSV Schwabmünchen setzen. Foto: dan

Platzt der Knoten im Hexenkessel?

Indersdorf - Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mit dieser gern zitierten Aussage im Rücken gehen die Indersdorfer Handballer am Samstag, 20 Uhr, in das Auswärtsspiel beim Aufsteiger TSV Schwabmünchen.

In der Tat hat der Indersdorfer Coach Jürgen Vogl die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass bei seiner Mannschaft endlich der Knoten platzt, sprich: die ersten Punkte eingesackt werden. Sein Optimismus dahingehend scheint noch ungebrochen zu sein.

Doch die zuletzt an den Tag gelegten Leistungen seiner Mannschaft nähren diesen Optimismus beileibe nicht. Während die Glonntaler eine Niederlage nach der anderen verkraften müssen, überraschte der Aufsteiger TSV Schwabmünchen am vergangenen Spieltag mit einem glatten 31:24-Auswärtssieg beim starken TSV Allach. „Das Ergebnis war für mich schon etwas überraschend“, gibt Jürgen Vogl unumwunden zu. Dass nach diesem Erfolg in Allach der Gegner mit breiter Brust in das Match gehen seine Mannschaft gehen werde, davon ist der Indersdorfer Übungsleiter überzeugt. Und natürlich weiß er auch, dass seine Mannen in der Halle des TSV Schwabmünchen ein wahrer Hexenkessel erwartet, denn der Aufsteiger stützt sich auf ein fanatisches Publikum, das die eigene Mannschaft, unabhängig vom Spielstand, permanent nach vorne treibt.

Die Indersdorfer Mannschaft ist deshalb gut beraten, bei der zu erwartenden stimmgewaltigen Kulisse einen kühlen Kopf zu bewahren. Was allerdings angesichts des angekratzten Nervenkostüms der Spieler gar keine so leichte Aufgabe sein dürfte.

Was die bisherigen Ergebnisse der jeweiligen Gegner angeht, darauf gibt Vogl schon lange nichts mehr. „So lange wir nicht selbst punkten, ist es egal, was die Gegner machen oder gemacht haben.“ Auch die Tabelle interessiert in dieser Hinsicht nicht mehr.

Als Insider kennt der TSV-Coach natürlich die Stärken der Schwabmünchner. „Sie haben einige exzellente Spieler in ihren Reihen.“ Zu nennen wären da die beiden Rückraumspieler Tobias Daschner und Andi Lerch, die besonders herausstechen. „Vor allem Daschner gilt es an die Kette zu legen“, so die Vorgabe von Vogl an seine Abwehrstrategen. Wer dieses Unterfangen in seiner momentanen desolaten Abwehr bewerkstelligen soll, darüber kann man allerdings nur rätseln. Was die personelle Situation angeht, da konnte Vogl keine konkrete Auskunft geben. Einige seiner Spieler seien angeschlagen. Ob sie spielen können, werde sich nach dem letzten Training herausstellen. Von Bezirksoberliga spricht man im Indersdorfer Lager noch nicht, „denn die Hoffnung, dass der Knoten platzt, stirbt zuletzt“, bestätigt der Indersdorfer Übungsleiter.

(han)

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