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Das Führungsteam der ASV-Taekwondoka (von links): Joachim Boldt, Yasin Arayan, Gül Arayan, Daniela Heitzmann, Reinhard Langer, Nicole Ohlmann, Kiyan Karambakhschi, Necdet Bayrakter und Sandi Bilas. 

Taekwondo

Ex-1865-Mitglieder docken beim ASV an

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Mit einer neuen Abteilung startet der ASV Dachau ins Neue Jahr: Seit dem 1. Januar 2020 ist Taekwondo die 14. eigenständige Sparte des rund 4000 Mitglieder starken Vereins. Damit haben die Taekwondo-Sportler, die den TSV 1865 Dachau nach einer Kampfabstimmung bei den jüngsten Abteilungswahlen Ende 2019 verließen (wir berichteten) und mit dem Gedanken gespielt haben, ihren Sport auch weiterhin in Dachau auszuüben, eine neue Heimat gefunden.

Reinhard Langer, der langjährige TSV-Abteilungsleiter, bringt ein erfahrenes, achtköpfiges Funktionärsteam, vom Kassier bis zum Jugendleiter, mit an den Stadtwald: „Wir wollen jetzt nach vorne und nicht mehr zurück schauen“, sagt Langer. „Wir hatten eine gute Zeit beim TSV, aber jetzt freuen wir uns, dass es weiter geht.“

Für den Neustart beim ASV Dachau stehen neben Langer der ehemalige bayerische Landestrainer Necdet Bayraktar und Kiyan Karambakhschi sowie Bilas Sandi für den Breitensportbereich bereit. Nicole Ohlmann und Vivien Zier übernehmen das Kinder- und Jugendtraining, Werner Sergiu das Athletiktraining.

Kurz vor Weihnachten hatten sich Langer, Stadtverwaltung und ASV getroffen, um gemeinsam auszuloten, wie man Langer und seinen Athleten helfen könne, weiter in Dachau ihrem Sport nachzugehen.

Kritisch für den ASV Dachau waren dabei die Hallenzeiten, die für Taekwondo-Training im Breiten-, Wettkampf- und Spitzensport benötigt werden. Doch im konstruktiven Austausch mit der Stadt Dachau konnte die Hallenproblematik so gut gelöst werden, „dass keine bestehende Abteilung in ihren Hallenzeiten beschnitten wird“, so ASV-Boss Andreas Wilhelm.

Auch für die drei bisherigen Kampfsportsparten des ASV Dachau – Boxen, Ju-Jutsu und Karate – sieht Wilhelm keine negative Konkurrenz: „Unsere Kampfsportler leisten hervorragende Arbeit und müssen diese Konkurrenz sicher nicht fürchten. Wir glauben, Taekwondo ist eine gute Erweiterung unseres Angebots in diesem Bereich.“

Ganz grundsätzlich freut sich Wilhelm, „dass rund 100 aktive Dachauer Sportler – sowohl aus dem Breiten- als auch Leistungssport – eine neue Heimat in Dachau finden. Wir freuen uns auf unsere neue Abteilung und heißen die Mitglieder herzlich willkommen.“

In welcher Abteilungsstärke Taekwondo tatsächlich beim ASV startet, lässt sich noch nicht genau beziffern. Langer schätzt, „dass wir den Neubeginn mit 60 bis 65 Sportlern angehen“, darunter Taekwondoprominenz wie die zweimalige Europameisterin Arayan Nur oder Liana Makridou.

Der kommissarische Abteilungsleiter betont aber ausdrücklich: „Wir wollen niemanden vom TSV abwerben, wir gehen jetzt einfach unsere eigenen Wege.“

Und die sind zunächst ungewohnt, denn statt einer vollausgestatteten Trainingshalle kommen die Taekwondo-Gruppen in vier verschiedenen Hallen unter. „Und wir haben auch noch kein Trainingsmaterial, aber zum Glück einen Sponsor, der uns bei der Neuanschaffung unterstützt. Wir kämpfen uns schon durch, alle sind extrem motiviert“, so Langer.

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