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Sekundenjagd im Schneetreiben

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Gute Laune im Schneetreiben: Die Klassenbesten bei der Siegerehrung im Zielraum. kn/3
Gute Laune im Schneetreiben: Die Klassenbesten bei der Siegerehrung im Zielraum. kn/3

Dachau - Gerade noch rechtzeitig hat der Winter Einzug gehalten, das erste Rennen des Dachauer Landkreiscup-Wettbewerbs der alpinen Skifahrer ist wie geplant gestartet worden.

Nach wochenlangem Föhneinfluss mit frühlingshaften Temperaturen hatten im Vorfeld des Hias-Kern-Gedächtnislaufes, der ersten Etappe der Dachauer Ski-Landkreiscup-Serie, einige Trainingseinheiten abgesagt werden müssen. Umso erfreulicher war dann der lang ersehnte Schneefall, pünktlich zum Großereignis der Skirennabteilung der Soli Dachau.

Zum zweiten Mal hat die Soli am Audi Skizentrum Sonnenbichl in Bad Wiessee den Auftakt zum Landkreiscup „Ski Alpin 2014“ gestartet, einen Riesenslalom in zwei Durchgängen. Dieser überaus anspruchsvolle Hang erforderte bei anhaltendem Schneefall und Windsturm äußerste Disziplin und skifahrerisches Können. Der Sonnenbichl ist der Ski-Hausberg in Bad Wiessee am Tegernsee, er war schon Treffpunkt der kompletten Skielite aus dem In- und Ausland. In den Achtzigern wurden dort einige Großveranstaltungen wie z.B. Weltcup-Rennen der Herren ausgetragen, sowohl bei Tag als auch unter Flutlicht.

Nicht nur die derzeit bekanntesten Skisportler aus dem Tegernseer Tal, insbesondere die Olympiasiegerin im Riesenslalom, Viktoria Rebensburg und der Olympiateilnehmer im Skicross, Simon Stickl, auch viele aktuelle Skigrößen wie Doppelolympiasiegerin Maria Riesch, Felix Neureuther und Marcel Hirscher aus Österreich, haben in ihren Jugendjahren am Sonnenbichlhang ihre Spuren hinterlassen.

Rund 60 freiwillige Helfer unterstützten Markus Krassnitzer, den Abteilungsleiter Skirennsport der Soli, bei den diversen Präparations- und Aufräumarbeiten, die am Tag vor dem Event begannen und erst spät am Abend des Renntages abgeschlossen waren.

Für die meisten der 145 Teilnehmer, die in 20 Renn- bzw. Altersklassen an den Start gingen, war dieses Rennen im heimatlichen Oberbayern eine ausgesprochen gelungene Veranstaltung. Außer kleineren Ausrutschern und Stürzen verlief das Rennen unfallfrei. Die Aktiven sorgten für einen spannenden und nie langweiligen vierstündigen Wettkampf, bei dem einige herausragende Zeiten erzielt worden sind.

Als Tagesbeste kamen Jacqueline Striedl vom Grasskiclub Dachau und Philipp Mair vom SC Odelzhausen, ins Ziel. Striedl (U 18) lag in 1:10,40 Minuten am Ende deutlich vor ihrer Teamkollegin Helena Stenzel (1:11,02), die noch in der Altersklasse U 16 startberechtigt war. Drittbeste weibliche Teilnehmerin war Maxie Rath (U 21) vom SC Odelzhausen (1:11,81).

Bei den männlichen Teilnehmern setzte sich Philipp Mair in 1:02,20 Minuten vor seinem Teamkollegen Philipp Schmid (1:04,64) und Michael Saller vom Grasskiclub Dachau (1:06,32) durch.

Die Mannschaftswertung ging zum vierten Mal in Folge an den SC Odelzhausen. Der „Abonnementssieger“ durfte somit auch den neu gestifteten Wanderpokal entgegen nehmen. Platz zwei in dieser Teamwertung ging an den Grasskiclub Dachau, gefolgt vom dem Ausrichter, der Soli Dachau auf Platz drei.

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