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Der Einsatz von Sabine Winter (TSV Schwabhausen) entscheidet sich beim Pokalturnier kurzfristig.

Tischtennis

Weit mehr als nur zwei Pflichtaufgaben

Für die Vorarbeit hat Helmut Pfeil höchstpersönlich gesorgt. Der Tischtennis-Abteilungschef des TSV Schwabhausen fungierte bei der Auslosung in Frankfurt am Main als Glücksfee und besorgte „seinem“ Klub für das Qualifikationsturnier um die deutsche Pokalmeisterschaft am kommenden Sonntag in Berlin zwei durchaus lösbare Aufgaben.

Für die Vorarbeit hat Helmut Pfeil höchstpersönlich gesorgt. Der Tischtennis-Abteilungschef des TSV Schwabhausen fungierte bei der Auslosung in Frankfurt am Main als Glücksfee und besorgte „seinem“ Klub für das Qualifikationsturnier um die deutsche Pokalmeisterschaft am kommenden Sonntag in Berlin zwei durchaus lösbare Aufgaben.

Das Team aus dem Landkreis Dachau trifft am 6. September, zunächst ab 10.30 Uhr im Nachbarschaftsduell auf den TuS Fürstenfeldbruck aus der 3. Bundesliga Süd. Die zweite und womöglich alles entscheidende Begegnung im Kampf um den Gruppensieg steht um 15.30 Uhr gegen den Zweitliga-Meister TTC 1946 Weinheim auf dem Programm. Nur der Gewinner qualifiziert sich für das Final-Four-Event im Januar 2021 in Hannover.

Ob Sabine Winter gut dreieinhalb Monate nach ihrer Schulter-Operation ihr Comeback im TSV-Trikot feiern wird, entscheidet sich erst kurzfristig. Beim Vorbereitungsturnier, dem Düsseldorf Masters, saß die frisch gebackene Abiturientin neben der neuen Damen-Bundestrainerin Tamara Boros (Kroatien) unter den wenigen erlaubten Zuschauern.

„Es wird von Woche zu Woche besser“, verriet die 26-Jährige mit einem Augenzwinkern. Ob es schon in der Bundeshauptstadt für einen Einsatz reichen wird, ließ Winter allerdings offen. „Mal schauen.“

Gegen den TuS Fürstenfeldbruck sollte auch ohne das Mitwirken der deutschen Nationalspielerin ein souveräner Erfolg das Ziel sein. Der Kontrahent aus dem Nachbarkreis, Liga-Rivale der Schwabhausener Reserve, verstärkte sich zur neuen Saison mit Tryna Motsyk (TTC 1946 Weinheim) und Lea-Marie Schultz (SpVgg Greuther Fürth). Dafür zog es Rahel Aschwanden zurück in die Schweiz.

„Wir haben viele junge und ehrgeizige Spielerinnen, die sich stets verbessern wollen“, verrät Trainer Ingo Hodum. „Außerdem herrscht bei uns ein sehr gutes Mannschaftsklima und eine tolle Harmonie.“

Ein ganz anderes Kaliber stellt der TTC 1946 Weinheim dar. Die Mannschaft gewann in den vergangenen zwei Jahren den Meistertitel im Bundesliga-Unterhaus, verzichtete allerdings jeweils aus persönlichen Gründen auf den Aufstieg. Im Vergleich zur abgelaufenen Spielzeit wurde das Team mit Lisa Lung (TV Busenbach) und Margo Degraef (Italien) noch einmal verstärkt.

Völlig realistisch ist deshalb auch das Saisonziel von Vereinsboss Christian Säger, „unter den ersten drei Teams landen zu wollen“.

In den vergangenen zwei Wochen bereiteten sich die Schwabhausenerinnen Mateja Jeger, Alina Nikitchanka, Mercedes Nagyvaradi und Orsolja Feher akribisch in der Heinrich-Loder-Sporthalle auf die neue Saison vor. Sabine Winter, die ihre Zelte wieder in Düsseldorf aufgeschlagen hat und dort trainiert, war zwei Tage in Schwabhausen aktiv.

Doppel wurde nicht trainiert. „Wir hätten es theoretisch aufgrund der Vordnung gedurft, doch sollte kein Risiko eingegangen werden“, merkte Helmut Pfeil an.

Der TSV-Abteilungsleiter blickt mit Vorfreude dem Pokalturnier entgegen. „Gegen den TuS Fürstenfeldbruck sollten wir keine Probleme haben, wobei wir den Gegner natürlich nicht unterschätzen werden.“

Die Partie gegen den TTC 1946 Weinheim bezeichnet Pfeil als „Zünglein an der Waage“. Wie schon vor sechs Jahren wollen die Yahmed-Schützlinge erneut das Final Four erreichen. Dafür muss der Gruppensieg her. „Zwei sehr ausgeglichen besetzte Teams stehen sich auf Augenhöhe gegenüber, so dass die Tagesform entscheidet.“

Im Gegensatz zur Bundesliga am Tag zuvor (Vorbericht auf dieser Seite) wird im Pokal Doppel gespielt, denn die Regeln besagen, dass der Pokal-Wettbewerb bei den Damen das identische Spielsystem anwendet wie die Herren-Bundesliga (TTBL). Das bedeutet: Bei einem möglichen Zwischenstand von 2:2 muss das Doppel die Entscheidung über Sieg oder Niederlage bringen, wobei die zuvor auf Position eins angetretene Spielerin in dieser letzten Partie nicht mitwirken darf. mast

Stenogramm

Die Pokal-Vorrunde in der Übersicht:

Gruppe A: SV Böblingen, Hannover 96, SV DJK Kolbermoor

Gruppe B: TSV 1909 Langstadt, TTC Berlin eastside, TV 1921 Hofstetten

Gruppe C: ESV Weil, Füchse Berlin, TTG Bingen/Münster-Sarmsheim

Gruppe D: TSV Schwabhausen, TTC 1946 Weinheim, TuS Fürstenfeldbruck

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