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Auszeit beendet: Am Sonntag wird in der Schwabhauser Heinrich-Loder-Sporthalle wieder um Bundesligapunkte gekämpft, die Heizung wird auf volle Pulle gestellt. 

Tischtennis

Abteilung des TSV Schwabhausen trifft keine Schuld

Helmut Pfeil, Tischtennis-Abteilungsleiter des TSV Schwabhausen, war in den vergangenen Tagen sehr häufig damit beschäftigt, zu telefonieren und E-Mails zu schreiben. In erster Linie musste sich der 63-Jährige mit dem am vergangenen Sonntag nicht ausgetragenen Heimspiel des Klubs aus dem Landkreis Dachau gegen den deutschen Meister TTC Berlin eastside beschäftigen (wir berichteten).

„1,4 Grad mehr in der Halle und wir hätten uns ausschließlich über sportliche Gesichtspunkte unterhalten. So aber ist die Heizungsanlage Thema Nummer eins“, merkte Pfeil an.

Der TSV-TT-Boss nahm noch am Sonntag Kontakt zu Bürgermeister Wolfgang Hörl auf, er wollte klären, warum es überhaupt so weit kommen konnte. Beim Treffen Pfeils und Hörls am Donnerstag wurden die Ergebnisse der Nachforschungen besprochen und festgestellt, dass sich am Sonntag die Heizung nicht im Vollbetrieb befand.

„Beim Abschlusstraining am Freitag war es noch nicht zu kalt“, verriet der TSV-Chef. Da jedoch in den beiden nachfolgenden Nächten die Außentemperatur im zweistelligen Minus-Bereich lag, „hätte die Anlage auf 100 Prozent hochgefahren werden müssen. Das ist leider nicht passiert.“

In einem Brief an Helmut Pfeil schrieb der Gemeinde-Chef, „dass sich Corona bedingt das Nutzungsverhalten der Heinrich-Loder-Halle stark verändert hat.“ Deshalb musste die Heizungsanlage neu austariert werden. „Wir bedauern den Spielausfall und die damit einhergehenden Unannehmlichkeiten sehr. Die Tischtennisabteilung trifft keine Schuld und diese hat den Spielausfall nicht zu verantworten“, so Hörl weiter. „Die Heizung war etwas herunter geregelt, was in diesen frostigen Tagen zu einer Unterkühlung der Halle führte.“

Helmut Pfeil stellte zudem fest: „Nachdem die Heinrich-Loder-Halle Corona bedingt nach unserem Abschlusstraining am Freitag bis zum Sonntag niemand betreten hatte, konnte das Auskühlen auch nicht beobachtet werden.“

Getreu des Mottos „Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen“, hofft Helmut Pfeil, dass es sich um eine „einmalige Aktion“ gehandelt hat. „Die 1. Damen-Bundesliga gibt es nun schon seit 1975. Noch kein einziges Mal wurde ein Spiel aufgrund einer zu kalten Halle abgesagt.“ Auf das historische Vorkommnis vom 14. Februar 2021 kann der Tischtennis-Chef deshalb „sehr gut verzichten. Der Bürgermeister hat mir versichert, dass so etwas kein weiteres Mal passieren wird.“

Damit steht fest: Das Heimspiel des TSV Schwabhausen am Sonntag, 21. Februar, gegen den bayerischen Erzrivalen SV DJK Kolbermoor kann wie geplant um 14 Uhr beginnen. Die Zuschauer dürfen aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin nicht live vor Ort sein. Dafür ist aber wieder die Möglichkeit gegeben, die Einzel an beiden Tischen auf der Facebook-Seite des TSV Schwabhausen zu verfolgen. Marco Steinbrenner

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