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ASV will Berg- und Talfahrt beenden

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Herausforderer ASV Dachau möchte den Titeltverteidiger Leipzig ärgern. Foto: hae
Herausforderer ASV Dachau möchte den Titeltverteidiger Leipzig ärgern. Foto: hae

Dachau - Der Titelverteidiger gibt sich die Ehre. Am Samstag (20 Uhr/Georg-Scherer-Halle) empfängt der ASV Dachau in der 2. Volleyball-Bundesliga die L.E. Volleys.

Nach dem knappen 3:2-Erfolg vor 14 Tagen über den TSV Grafing wollen die Stadtwälder im zweiten Spiel der Rückrunde den zweiten Sieg einfahren.

Die Volleyball-Duelle zwischen den Oberbayern und den Sachsen waren in der Vergangenheit zumeist geprägt durch ein technisch hohes Niveau, und auch der Spannungsbogen ließ selten etwas zu wünschen übrig. Das Hinspiel gewann der ASV Dachau in der riesigen Ernst-Grube-Halle knapp mit 3:2. Ob die Stadtwälder den Erfolg im „Schuhkarton“ Georg-Scherer-Halle wiederholen können, hängt im Wesentlichen von einem Faktor ab: Konstanz. Eben diese Zuverlässigkeit ließen die Schmetterkünstler von der Gröbenrieder Straße in dieser Saison allzu oft vermissen. Bestes Beispiel ist das jüngste Match gegen Grafing. Nach 0:2-Satzrückstand wurde noch ein 3:2-Erfolg gefeiert. So richtig zufrieden war aber niemand im Team des ASV.

„Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht. Diese Berg- und Talfahrten während einer Partie nerven selbst uns Spieler“, stellte Dachaus Kapitän Sebastian Wenninger frustriert fest.

Wieso dies so ist, kann am Stadtwald so recht niemand erklären. Wegen dieser Leistungsschwankungen rangieren die Dachauer in der Tabelle auf Rang acht, im Niemandsland der Gruppe Süd. Dass das Potenzial der Mannschaft wesentlich besser ist als der Tabellenplatz, weiß auch Team-Manager Dominic von Känel: „Ganz klar, wir wollen auch gegen Leipzig gewinnen. Im Moment geht es in der Tabelle sehr eng zu. Von Platz eins bis Rang acht ist alles möglich, entscheidend ist meist die Tagesform. Wir müssen einfach häufiger die obere Leistungsgrenze erreichen, daran müssen wir arbeiten.“

Beim Titelverteidiger ist zu Rundenbeginn nicht alles glatt gelaufen. Die Sachsen mussten einige Niederlagen einstecken, die sie nicht auf der Rechnung hatten. So wurde zum Beispiel das Derby gegen den GSVE Delitzsch glatt mit 0:3 verloren, und in den anschließenden Spielen gegen Freiburg, Stuttgart und Rüsselsheim konnten die Messestädter jeweils nur einen Satz auf der Habenseite verbuchen. Nach einer durchwachsenen Vorrunde fand sich die Mannschaft von L.E.-Trainer Steffen Busse auf Tabellenplatz sieben wieder.

Wer nun im Lager des ASV Dachau aber glaubt, dass die Partie gegen Leipzig zum Selbstläufer werden könne, der sei gewarnt. Nach dem standesgemäßen 3:0-Erfolg in Eltmann zu Jahresbeginn schickten Jan „Paule“ Günther und seine Teamkameraden am vergangenen Wochenende den hoch eingeschätzten SV Fellbach mit einer 0:3-Packung zurück ins Schwabenland. Zuvor hatte man noch auf Seiten der Fellbacher gemutmaßt, der Meister sei nicht mehr das, was er einmal war. Die Antwort der Leipziger folgte prompt...

Bruno Haelke

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