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Ein Zwei-Stunden-Kracher in drei Akten

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Wackelte zunächst in der Annahme, überzeugte später als Hauptangreifer in der Offensive: Florian Malescha, Allrounder im Volleyballteam des ASV Dachau. Foto: hae
Wackelte zunächst in der Annahme, überzeugte später als Hauptangreifer in der Offensive: Florian Malescha, Allrounder im Volleyballteam des ASV Dachau. Foto: hae

Dachau - Ein bereits verloren geglaubtes Spiel hat der Volleyball-Zweitligist ASV Dachau noch aus dem Feuer gerissen.

Das Männerteam vom Stadtwald gewann das Heimspiel gegen die Volley YoungStars Friedrichshafen mit 3:2 (25:27, 23:25, 25:21, 26:24, 15:7) und wehrte dabei nach einem 0:2-Satzrückstand im vierten Durchgang zwei Matchbälle ab.

Die Protagonisten des Volleyball-Leckerbissens in drei Akten waren die Volleyballteams aus Dachau und Friedrichshafen. Vorhang auf für den ersten Akt: Die Sätze eins und zwei.

Beide Teams geben von Beginn an Vollgas, die Teams liefern sich ein Match auf Augenhöhe, in dem der Angriff Trumpf ist. Die Nachwuchs-Mannschaft aus Friedrichshafen zeigt, dass sie nicht zu Unrecht im Mittelfeld der 2. Liga Süd steht. Durchschlagskräftig im Angriff und sehr sicher in der Annahme. Das Match läuft für die jungen Burschen rund, beim Stande von 0:2 nach Sätzen fällt der Vorhang des ersten Aktes - und in der Zehn-Minuten-Pause heizen die Musiker der Gruppe Independent dem Publikum mächtig ein.

Vorhang auf für Akt Nummer zwei Anfang des dritten Satzes. Der ASV Dachau kommt besser ins Spiel, er drückt dem Match nun seinerseits den Stempel auf. Das Dachauer Trainer-Triumvirat mit Andreas Wilhelm, Klaus Dammann und Andreas Schwarz stellt die Mannschaft zu Beginn des dritten Durchgangs auf zwei Positionen um. Der im ersten Akt in der Annahme nicht so stabil wirkende Florian Malescha rückt für Matthias Weber auf die Diagonalposition. Auf Maleschas Position im Außenangriff spielt fortan Marko Riedlbeck. Der Wechsel tut dem Dachauer Spiel sichtlich gut, allen voran Florian Malescha. Wie befreit trumpft er auf, im Angriff ist er kaum zu bremsen. Die Folge: Der ASV sichert sich Durchgang Nummer drei. Der vierte Satz wird am Ende ein Drama für die jungen Burschen aus Friedrichshafen. Der Gast führt mit 23:19 und 24:22 - die Messe scheint gelesen. Aber während die YoungStars immer mehr mit dem Schiedsgericht hadern und diskutieren, spielt der ASV seinen Stiefel runter. Und so kommt es wie es kommen muss: Der ASV Dachau sichert sich, nach Abwehr von vier Matchbällen, in der Satzverlängerung auch diesen Durchgang.

Vorhang auf für Akt Nummer drei - Tiebreak: Nach kurzer Zeit steht es 5:1 für den Gastgeber. Das Gemecker auf Seiten des Gastes wird immer lauter. Nach einer Auszeit gibt es dann endlich den ersten gelben Karton für den Gast.

Der ASV Dachau verfolgt das Geschehen interessiert - und spielt einfach weiter. Nur kurze Zeit später hat der ASV beim Stande von 14:6 den ersten Matchball. Diesen kann der Gast noch abwehren, doch erneut wird im Lager des Gastes so wild gestikuliert, dass dem ersten Schiedsrichter Anton Probst gar nichts anderes übrig bleibt, als die nächste gelbe Karte zu ziehen. Die Folge: Punkt, Satz und Sieg für den ASV Dachau. Der Vorhang fällt, Ende der Vorstellung.

Doch die junge Mannschaft aus Friedrichshafen kann mit dem Happy-End für den Gastgeber nicht viel anfangen, sie meckerte und gestikulierte auch nach dem Matchball weiter und kassiert so noch eine weitere gelbe Karte nach dem Abpfiff. (hae)

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