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Dreikampf bis zum letzten Schuss

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Von: Wolfgang Herfort

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Spannend wie selten zuvor verlief das Finale beim 40. Aßlinger Gemeindesportfest. Vor der letzten Disziplin hatten noch drei Teams Chancen auf den Gesamtsieg.

VON WOLFGANG HERFORT

Aßling – Besser hätte das Finale beim 40. Aßlinger Gemeindesportfest nicht laufen können. Für Spannung war gesorgt. Bis zum Schluss der letzten Disziplin, dem Elfmeterschießen, gab es einen Dreikampf um den Gesamtsieg. Diana-Schützen, TSV oder der Kulturverein, wer würde das Rennen machen – und hält das Wetter?

Es hielt, erst beim traditionellen Anstoßen auf eine gelungene Sportwoche und den Sieg der Diana-Schützen fielen die ersten Tropfen. „Es war eine Punktlandung“, so Sportfest-Chef Sepp Riesch.

Dabei musste der Start des letzten Wettkampftages verschoben werden. Einige der Sportler mussten mit ihren Feuerwehrkollegen ausrücken. „Das hat natürlich einen ganz anderen Stellenwert“, so Riesch, der mit seinem Orga-Team kurzerhand den Ablaufplan vor einer stattlichen Zuschauerzahl änderte. Und damit den Weg für eine Überraschung freimachte. Denn die Siegerpunkte beim Damensägen schienen schon vor Beginn vergeben zu sein. Zu dominant hatte sich in den vergangenen Jahren in dieser Disziplin Rosi Gilg gezeigt. Mit einem Freudenschrei quittierte Gitti Mittermüller die Wachablösung und den Sieg mit Teamkollegin Eva Sewald für die Landjugend/Kulturverein. Kommentar der Abonnementsiegerin: „Mein Stamm war ja auch dicker.“

Nach dem Schwammlauf (Sieger: Johanna Schaecke und Paul Jorgis), bei dem der Modus geändert worden war, nachdem im vergangenen Jahr ein paar besorgte Eltern die Besorgnis geäußert hatte, die Kinder könnten zu sehr belastet werden, ging’s ans Steinwerfen. „Das war ein historischer Rückblick anlässlich des Jubiläums“, so Riesch, „früher war das immer im Programm“. Bis zum ersten Kandidaten blieb das Wettkampfobjekt unter Verschluss. „Ich hab’s natürlich vorher ausprobiert“, gestand der Organisationsleiter. Seine Weite: gut neun Meter. Damit schien er gut dabei zu sein. Doch für Diana war Philipp Stacheter am Start, der nicht nur die entsprechende Kraft, sondern auch die Technik mitbrachte. „Der freche Jungspund hat mich über zwei Meter hinter sich gelassen“, ärgerte sich Sepp Riesch ein wenig, während Franziska Hilger und Sebastian Gilg den Sieg für die Trachtler klarmachten.

Bei der „Wundertüte“, die sich Edgar Luksch und Viktoria Stanzel hatten einfallen lassen, waren Koordinationsfähigkeit und Abstimmung gefragt. Mit einem Zwei-Hand-Schläger musste ein Ball durch mehrere Bögen gespielt werden. Der TSV handelte sich hier einen Strafschlag ein, da er unerlaubter Weise geprobt hatte. Doch mit insgesamt 14 Schlägen lag das TSV-Duo immer noch klar vor dem auf Rang zwei platzierten Kulturverein (17).

„Kann mich nicht erinnern, dass wir in den vergangenen Jahren so viel Spannung bis zum Schluss gehabt hätten“, fasste Sepp Riesch die allerletzte Disziplin des 40. Aßlinger Gemeindesportfestes zusammen. Wobei es nicht nur um den Gesamtsieg ging, auch auf den hinteren Plätzen war noch keine Entscheidung gefallen.

Im direkten Duell der drei in Führung liegenden Teams hatte Diana schließlich die Nase vorne, gewann das Elfmeterschießen und damit die Jubiläumsauflage vor dem Kulturverein und Titelverteidiger TSV Aßling, der im vergangenen Jahr die Konkurrenz um 27 Punkte hintergelassen hatte. Zum Vergleich: Diana, zuletzt Sieger der 37. Auflage, lag diesmal nur mit sieben Zählern vorne. Dafür gab’s aber bei der Siegerehrung im Rahmen des Bürgerfestes den neuen, von Bürgermeister Hans Fent gestifteten Wanderpokal.

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